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F1-Besetzung geht in die zweite Woche

Wir sind noch da und wir machen weiter. So sieht das vorläufige Programm für Montag aus:

10 Uhr Einführung in PHP, HTML, CSS und MySQL

11 Uhr AK Forderungen

12 Uhr Orgaplenum

14 Uhr “Nicht für das Leben, sondern für das Geld lernen wir” – Diskussionsrunde

16 Uhr Entspannung für gestresste Studis – Eine Traumreise

18 Uhr Plenum

20 Uhr Workshop Unsichtbares Theater

22 Uhr “Kick it like Frankreich” – Film über die Studierendenproteste in Hessen

Kommt vorbei, bringt euch ein!

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PM: Audimax in Münster geräumt

Pressemitteilung

Uni Münster: Rektorat lässt BesetzerInnen von Polizei räumen

06.11.09, Münster. Das Rektorat der Univerisität Münster hat gegen 6.00 Uhr die Besetzerinnen und Besetzer von der Polizei räumen lassen. Die BesetzerInnen hielten den Audimax der Uni Münster besetzt, um ihren Forderungen nach Abschaffung von Studiengebühren und der Demokratisierung “ihrer Hochschule” (http://www.bildungsstreik-muenster.de/media/files/forderungen.pdf) Nachdruck zu verleihen. Die Besetzung des Audimax dauerte zwei Tage. Die BesetzerInnen zeigten sich von dem frühen Zeitpunkt der Räumung überrascht. Die Räumung verlief von Seiten der Studierenden friedlich. Sie kamen der ersten Aufforderung der Polizei, dass Gebäude zu verlassen nach.

“Zeichen von Schwäche”
Die BesetzerInnen bezeichnen das Rektorat der Universität Münster auf ihrer Homepage als “das uneinsichtigste Rektorat Deutschlands”.
“Die frühe Räumung ist ein Zeichen von Schwäche. Sie zeigt, dass dem Rektorat die Argumente fehlen. Statt mit uns die Uni Münster zu gestalten, setzt es auf Polizeigewalt”, zeigt sich einer der BesetzerInnen enttäuscht. Die BesetzerInnen betonten, dass die Besetzung eine offen Aktion gewesen sei. Studierenden, SchülerInnen, Lehrende, Eltern; allen war der Audimax frei zugänglich. Mit den Hausmeistern habe man in einem freudlichen und kooperativen Verhältnis gestanden.
Dies mit einer Räumung zu quittieren, sei der Beweis, dass das Rektorat keine Diskussion zwischen Gleichgestellten zulassen wolle. “Wer Argumente hat, lässt nicht räumen”, äußerte sich eine Besetzerin. “Wir haben den Verdacht, dass die Rektorin die Besetzung nicht politisch beurteilt, sondern persönlich genommen hat.”
Silja Fehn, Kustodin des Englischen Seminars, meinte, es hätte allezeit ein “entspanntes und freundliches Verhältnis” zwischen ihr und den BesetzerInnen geherrscht.

offen und demokratisch
Durch die Räumung, so die BesetzerInnen, sei einer der wenigen Räume nun verloren gegangen, in dem Menschen offen und demokratisch über Bildungspolitik sprechen konnten. Dennoch müsse die Diskussion um das Bildungssystem von morgen fortgesetzt werden — und zwar auf gleicher Augenhöhe zwischen den DiskussionsteilnehmerInnen; so wie das in den vergangenen zwei Tagen mit hunderen Studierenden und tausenden Schülerinnen und Schüler im Audimax geschah.
Die BesetzerInnen erklärten, ihre Arbeitskreise aufrechtzuerhalten und Arbeit fortsetzen zu wollen. Der aktuellen zunehmend marktgesteuerten Bildungspolitik wollen sie ihre eigenen Ideen und Konzepte entgegenhalten. Die Bildungspolitik, so schrieben sie bereits in ihren Forderungen, müsse  darauf ausgerichtet sein, Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft zu verhindern. Der Bildungsprozess müsse hürdenlos ausgestaltet sein und dürfe nicht zu Überlastung und “Bulemielearning” führen. Das Bildungssystem müsse endlich ausreichend öffentlich finanziert werden. Eine Privatisierung der Bildungskosten, so die BesetzerInnen sei keine Lösung, sondern Teil des Problems. Die Vielfalt von Forschung und Lehre sei dringend zu erhalten, weil diese den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess grundlegend ermögliche.

Homepage der BesetzerInnen
http://www.unsereunis.de/

Homepage des Bildungsstreiks
http://www.bildungsstreik-muenster.de/

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