Richtigstellung (veröffentlicht: 10. November 2009)
Am 9.11. erreichte uns die offizielle Pressemitteilung 263/09 der Universität Potsdam mit dem Titel „Im Interesse der Lehre“: http://www.uni-potsdam.de/pressmitt/2009/pm263_09.htm
Wir, die Besetzer_innen des Audimax, möchten dazu Stellung nehmen.
In jener Mitteilung wird behauptet, dass das Gespräch zwischen den Studierenden und der brandenburgischen Landesregierung durch Vermittlung seitens der Universitätsleitung zustande gekommen sei, um Deeskalation zu betreiben. Weiterhin wird die Tolerierung von Lehrveranstaltungen im Audimax als Folge dieser Vermittlung bezeichnet. Des Weiteren wird Bezug genommen auf vorhergehende Gespräche am vergangenen Sonntag, in denen den Studierenden Entgegenkommen signalisiert worden sei.
Dieses oben genannte Gespräch wurde keiner Weise durch die Unileitung initiiert, sondern ging von den Besetzenden und deren Unterstützer_innen in der Landespolitik aus. Dementsprechend ist auch die Tolerierung von Lehrveranstaltungen im Audimax keine Folge davon, sondern ist bereits seit Sonntag Konsens unter den Besetzer_innen. Zusätzlich zu den Lehrveranstaltungen klären wir die Studierenden über unseren Protest auf und regen zur Diskussion an, was auf gute Resonanz stößt. Nebenbei möchten wir auch darauf hinweisen, dass sämtliche Technik, die für den reibungslosen Ablauf der Lehrveranstaltungen benötigt wird, von der Unileitung abgestellt wurde und nun von den Besetzenden bereitgestellt wird.
Das Entgegenkommen der Unileitung bestand unter anderem darin, uns Räumlichkeiten anzubieten, um in diese unseren Protest zu verlegen, die als Freiräume für Studierende unzureichend sind. Das inhaltliche Entgegenkommen beschränkte sich auf schwammige Unverbindlichkeiten.
Eine Deeskalation war nicht nötig, da keine Eskalation zu befürchten war. Jedoch war die durch die Unileitung aufgebaute Drohkulisse am Montagmorgen eindeutig als Provokation zu verstehen. Gegen sieben Uhr morgens schlug Frau Obst-Hantel mit sechsköpfigem Begleitschutz auf, der nicht zum offiziellen Wachschutz der Universität gehörte und durch Statur, Kleidung und Auftreten Bedrohlichkeit ausstrahlte. Den Besetzer_innen war zu keinem Zeitpunkt klar, in welchem Auftrag und mit welchen Befugnissen der Wachschutz agierte.
Bezugnehmend auf die von der Universitätsleitung genannte Zahl von 30 Besetzer_innen möchten wir feststellen, dass beispielsweise beim gestrigen Plenum knapp 100 Studierende teilnahmen. Auch möchten wir darauf hinweisen, dass das Audimax nicht durch den ASTA sondern durch einen freien Zusammenschluss unterschiedlichster Studierender besetzt wird.


