Seit Anbeginn der Besetzung des Auditorium Maximum an der Universität Potsdam am 4. November 2009 versucht die Hochschulleitung die Aktionsform durch fortlaufende Verwicklung der Protestierenden in Raumnutzungsdiskussionen zu entpolitisieren. Diese Spielchen spielen wir nun nicht mehr länger mit, lehnen das Raumangebot der Uni (Raum 0.75 und Räume in Haus 22, nicht 24/7, sondern zeitlich in den Belegungsplan eingetaktet!) ab und weiten den Protest campusweit und nunmehr standortunabhängig aus.
In den besetzten Räumen der Universität, im Audimax oder im Audimax-Foyer, hat sich die Verhandlungsbereitschaft der Hochschulleitung erschöpft. Für die hoch_schulenübergreifende Protestbewegung in Deutschland, Österreich der Schweiz und der ganzen Welt fassen wir das Ende der Besetzung in Potsdam als Fortschritt und Weiterentwicklung auf.
Wir sind stocksauer und voller politischer Energie!
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P R E S S E E R K L Ä R U N G
der Besetzer_innen des Audimax-Foyers der Universität Potsdam
15.Januar 2010
Studierende gehen noch einmal auf Leitung der Universität Potsdam zu
- 9 Wochen „Dialogbereitschaft“ ohne Konsequenz -
Studierende der Universität Potsdam zeigen sich enttäuscht über die destruktive Verhandlungsweise der Leitung der Universität gegenüber den Besetzer_innen.
Heute Morgen gaben die Besetzer_innen der Hochschulleitung noch einmal die Möglichkeit, bis Montagmorgen das Angebot zur uneingeschränkten und frei zugänglichen Nutzung der Foyerräume unter dem Audimax umzusetzen. Bisher wurde seitens des Präsidiums oft signalisiert, dass die Problemanalyse der Studierenden in die Qualitätsentwicklung der Lehre an der Universität einbezogen werden soll.
„Außer der Signalisierung von “Bereitschaft“ zu Gesprächen ist hier an der Uni nicht viel passiert. Auf die Forderungen wurde kein bisschen eingegangen und nicht einmal einen ordentlichen Raum zur inhaltlichen Vorbereitung wollte die Unileitung uns stellen, “ kommentiert Christian Budach enttäuscht. „Denn die jetzt genannten Räumlichkeiten sind auf gar keinen Fall in irgendeiner Weise nutzbar oder tragbar für uns, da sie entweder zu klein sind und sich kaum 20 Menschen hineinzwängen lassen oder sie haben eine katastrophale Energiebilanz,.“ so Christian Budach weiter.
Raumangebote gab es in der Vergangenheit schon vermehrt. So sicherte die Unileitung den Besetzer_innen noch vor Weihnachten das Foyer zu, welches dabei zur uneingeschränkten und dauerhaften Verfügung stehen sollte. Dieses Angebot scheint nun nicht mehr zu gelten, obwohl eine grundlegende Veränderung der Situation jetzt im neuen Jahr nicht zu erkennen ist.
„Erst machen sie ein Angebot und dann entpuppt sich dies als Mogelpackung. Was sollen wir davon halten? Die Uni hat ihr Angebot offensichtlich zu keiner Zeit ernst gemeint und wir wären wohl ohnehin nach Weihnachten aus dem Foyer geflogen. Dialog basiert auf gegenseitigem Vertrauen, und genau das hat die Unileitung aufs Spiel gesetzt!“ stellt Lea Hartmetz
Nun bleibt abzuwarten, ob das Präsidium an einer nachhaltigen Verbesserung der Situation interessiert ist.
„Ich erwarte, dass das Präsidium wieder zu uns auf den Weg des respektvollen und fairen Umgangs zurückkehrt. Wir werden uns auf jeden Fall weiterhin mit vollem Engagement für die Verbesserung der Studienbedingungen einsetzen und auch neue und breitere Formen des Protests suchen, “ erklärt Karl Maximilian Grasnick, Studierender der Universität Potsdam, abschließend.
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