Solidaritätserklärungen mit den Besetzenden in Münster


uns erreichten zahlreiche Solidaritätsbotschaften, vor und nach der Räumung. Das macht Mut und gibt Kraft für neue Taten. Einige der Botschaften haben wir hier zusammengestellt:

Salzburg

Solidaritätsbotschaft der BesetzerInnen der Uni Salzburg an die  KollegInnen in Münster

Liebe KollegInnen,

Seit nunmehr zwei Wochen ist das Audimax in Wien besetzt. Die Uni Salzburg ist seit einer Woche auch. befreit. Wir StundentInnen haben hier UNSERE Uni erobert um sie für die Zukunft neu zu gestalten. Wir kämpfen gegen das Diktat der Wirtschaft über die Bildung und für eine ausreichende Finanzierung der Universitäten.
Viele StudentInnen aus Deutschland studieren in Österreich, da es ihnen auf Grund der katastrophalen Zugangsbeschränkungen in Deutschland nicht möglich ist. Die österreichische Politik versucht diese StudentInnen zu Sündenböcken für die katastrophale Situation an den Unis zu machen. Aber wir lassen uns nicht spalten! Wir kämpfen gemeinsam für freie Bildung und eine bessere Gesellschaft!

Die Nachricht, dass ihr in Münster die Uni besetzt habt freut uns unglaublich, sie gibt uns Zuversicht und spornt uns zum durchhalten an. Die Probleme sind international – unsere Bewegung ist es auch. Euer Kampf ist unser Kampf!

Wir schicken euch solidarische Grüße aus der befreiten Salzburger Uni!

Aachen:

Das Aachener Bildungsstreikbündniss hat sich heute Abend zu einer
kleinen Sponti zusammengefunden.

Wir wünschen Euch noch eine weitere erfolgreiche Besetzung, und hoffen
euch zum durchhalten animieren zu können.
Wir finden es wichtig und richtig was ihr macht!

Solidarische Grüße aus Aachen

Freiburg:

Solidaritätserklärung des UStA der Pädagogischen Hochschule Freiburg an
die BesetzerInnen der Universität Münster
Liebe BesetzerInnen der Universität Münster,
hiermit möchten wir Euch unsere Unterstützung ausdrücken. Nachdem nun schon fast alle österreicherischen Universitäten besetzt sind, hat – dank eurem Protest – die Welle des Widerstands nun endlich auch Deutschland erreicht. Es ist an der Zeit, dass auch wir uns konsequenter gegen die katastrophalen Zustände im Bildungssystem zur Wehr setzen. Wir dürfen es uns nicht länger gefallen lassen, dass neoliberale Interessen Einfluss auf Studienstruktur, Lehrinhalte und Forschung nehmen. Zunehmende Bildungsprivatisierung, der Bologna-Prozess sowie Studiengebühren sind bereits nicht mehr nur der Anfang, einer massiven Veränderung des Bildungsideals.
Die verantwortlichen PolitikerInnen haben bei der Erfüllung ihrer Aufgabe versagt:
Anstatt jedem Menschen sein Grundrecht auf freie Bildung zu gewähren, beruht ihre Politik auf marktwirtschaftlichen Prinzipien.
Es liegt in unseren Händen dies zu ändern!
Mit der Besetzung der Universität Münster, habt ihr einen wichtigen Schritt gemacht. Die Protestwelle aus Österreich hat nun Deutschland erreicht. Wir müssen gemeinsam in einer gesamteuropäischen Bewegung kämpfen und genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür!
Der heiße Herbst hat begonnen! – Auf das die Unis brennen!
Solidarische Grüße aus Freiburg, für den UStA der PH Freiburg, Hannes (G.), Lena, Flopp.

Schülerstreikkomittee Bonn:

An die Besetzer_innen der Unis!

Nachdem in Österreich fast alle Unis besetzt wurden und die ersten deutschen Unis folgten, bricht eine regelrechte Welle der Besetzungen an deutschen Hochschulen aus. Es ist eurem sichtbarem und anhaltendem Widerstand zu verdanken, dass unsere Forderungen nach Beseitigung der katastrophalen Zustände an Schulen und Hochschulen an die Öffentlichkeit getragen werden. Es darf nicht länger zugesehen werden, wenn wirtschaftliche Strukturen und Unternehmen Einfluss auf Lehrinhalte, Schul – und Studienstrukturen und Forschung nehmen. Statt Bildung für jede_n kostenlos zugänglich zu machen – und somit das Grundrecht eines jeden Menschen nach Bildung zu erfüllen – wird sie privatisiert und fast unbezahlbar gemacht. Soziale Selektion, Leistungs- und Konkurrenzdruck bereits in frühster Jugendzeit machen es für viele unmöglich, überhaupt  einen akzeptablen Schulabschluss zu erhalten, unter menschenwürdigen Umständen studieren zu können oder einer sicheren Ausbildung nachzugehen.
Jetzt ist endlich die Zeit gekommen, dies zu ändern und für eine gerechte Bildung für JEDE_N einzutreten. Die anhaltenden Besetzungen und Proteste sind der Beginn eines Kampfes, den wir alle gemeinsam bestreiten werden. Deutschlandweit, europaweit, weltweit machen sich Schüler_innen, Studierende und Auszubildende zusammen stark für eine veränderte, bessere und gerechtere Bildung.
Am Freitagmorgen wurde in aller frühe das Audimax in Münster ohne Aufforderung von der Polizei geräumt. Den 50 Besetzer_innen, die dort übernachtet hatten, stehen nun Anzeigen und weitere Repressalien bevor. Wir fordern das Rektorat der Uni Münster auf, die Anzeigen sofort fallen zulassen, und von weiteren Repressionen abzusehen.

Haltet durch und kämpft weiter – für eine kostenlose Bildung ohne Konkurrenz – und Leistungsdruck und mit mehr Mitspracherecht!

Solidarische Grüße aus Bonnan die Universitäten in Heidelberg und Potsdam, die Akademie der bildenden Künste München, die TU Darmstadt, die HS 25 Tübingen, die ehemaligen Besetzer_innen des Audimax Münster,  alle derzeit besetzten Hochschulen in Österreich und alle die noch folgen werden!

Regensburg:

Liebe BesetzerInnen der Universität Münster,

auch wir an der Universität Regensburg wollen mit diesem Schreiben unsere Solidarität und Unterstützung ausdrücken. Die nun seit 2 Wochen besetzte Universität in Wien machte den Anfang einer sich immer weiter international ausbreitenden Protestwelle. Auch in Deutschland ist dieser Protest nun angekommen. Es ist auch hier an der Zeit mit massiveren Protesten ein Zeichen zu setzen und Veränderungen im Bildungssystem zu fordern.
Unsere Forderungen, die wir im Sommer mit der bundesweiten Bildungsstreikwoche verlangt haben, sind nur wenig bis gar nicht erfüllt worden. Noch immer gibt es an vielen Universitäten Deutschlands Studiengebühren, noch immer ist Bildung nicht für jeden frei zugänglich.
Auch wir in Regensburg versuchen die Mobilisierung für einen heißen Herbst voranzutreiben und entscheidende Protestaktionen herbeizuführen.

Wann, wenn nicht jetzt?
Wo, wenn nicht hier?
Wer, wenn nicht wir?

Lasst uns die Proteste nun auch deutschlandweit ausbreiten! Auf geht’s in den heißen Herbst 2009!

solidarische Grüße, euer AstA der Universität Regensburg

Landau:

Landau erklärt sich solidarisch mit Heidelberg und Münster

Seit gestern abend besetzen Studierende Hörsäle der Universität Heidelberg. Heute mittag wurden die Besetzungen auf das Audimax der Universität Münster ausgeweitet.

Die Welle der Proteste an den österreichen Universitäten erreicht Deutschland. Diese Besetzungen zeigen deutlich, wie auch deutsche Studierende zunehmend an den katastrophalen Studienbedingungen verzweifeln. Länder und Universitäten haben es verpasst, obwohl frühzeitig bekannt, richtungsweisende und sinnvolle Vorbereitungen auf steigende Studierendenzahlen zu treffen. Die Umstellung auf das BA/MA-System geriet häufig zum Debakel und muss in vielen Fällen erneut reformiert werden. Gleichzeitig wurden vielerorts Studiengebühren eingeführt, Elitenbildung ausgebaut und die Hochschulen zunehmend entdemokratisiert.

Am 7. Dezember 2007 gingen in Landau mehr als 2000 Studierende auf die Straße um gegen die unhaltbaren Zustände an unserem Campus zu demonstrieren. Der Grund: Zu viele Studierende  in den Veranstaltungen, die Hochschule seit Jahren unterfinanziert und steigende Anfängerzahlen in den nächsten Jahren.

Bundesweit wurden Proteste laut, deutschlandweite Streiktage organisiert.
Wir haben umfangreiche Forderungen übergeben, mehrere Podiumsdiskussion absolviert und runde Tische eingerichtet. Viele Versprechen wurden seitdem gemacht. Spürbar verbessert hat sich die Situation für uns Studierende nicht. Im Gegenteil: So sitzen heute teilweise noch mehr Leute in Seminaren, die bereits vor 2 Jahren überfüllt waren.

Von uns wird erwartet ein Studium möglichst schnell zu absolvieren. Curricula werden enger gefasst, ab einer zu hohen Semesterzahl werden Studiengebühren fällig. Wir haben keine Zeit, zu warten. Wir wollen aber auch eine gute Ausbildung – und wir denken, dass muss die Gesellschaft auch erwarten können. Deshalb fordern wir jetzt umfangreiche Verbesserungen für unsere Ausbildung!
Wir erklären uns solidarisch mit allen Kommilitoninnen und Kommilitonen, die in Deutschland und Österreich ihre Verzweiflung deutlich zum Ausdruck bringen und schließen uns den Forderungen an:

  • selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
  • freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
  • öffentliche Ausfinanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe,
  • und Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.

Am 5. November beteiligt sich auch Landau am weltweiten Warm-Up Day der “Global Week of Action – Education is NOT for $A£€”. Vom 9. bis 18. November wird es in Deutschland zu Aktionen im Rahmen des Bundesweiten Bildungsstreik 2009 kommen. Höhepunkt des heißen Herbstes ist der “International Students’ Day” 17. November!

One World, One Struggle! Education is not for Sale!

“Revolution ist nicht ein kurzer Akt, wo mal irgendwas geschieht und dann ist alles anders. Revolution ist ein langer, komplizierter Prozess, wo der Mensch anders werden muss.” Rudi Dutschke

AStA Landau, Fortstraße 7, 76829 Landau in der Pfalz
www.asta-landau.de

Keep on fightin’!
Solidarische Grüße aus Landau

Mannheim:

Liebe MitstreikerInnen,
Heute haben wir zum Anlass des bundesweiten Aktionstags in Österreich
eine Solidaritäts-Aktion an der Uni Mannheim gestartet.

Wir erklären uns solidarisch mit allen BesetzerInnen in Heidelberg,
Münster, Potsdam und natürlich mit allen Unis in Österreich.

Da wir eine liberale Uni mit Schwerpunkt Wirtschaft sind, gestaltet
sich der Protest etwas schwieriger? aber trotzdem es ist uns sehr
wichtig Solidarität zu zeigen und euch alle zu unterstützen, soweit es  uns möglich ist!

Heute haben wir ein Riesenbanner am Schloß aufgehängt. Dazu wurde die  ganze Uni mit roten DINA4-Flyern zugeklebt.
Flyer:   ?Uni brennt? + Logo aus Wien + Webadresse
?Heidelberg besetzt!
Münster besetzt!
Potsdam besetzt!
Mannheim???
Banner: ?UNSEREUNI.at?

Solidarische und kämpferische Grüße,

Rosa und Miriam
für den AK Bildungsstreik Mannheim

Landesastenkonferenz Rheinland-Pfalz

Liebe KomillitonInnen in Münster,
die LandesAStenKonferenz Rheinland-Pfalz erklärt sich solidarisch mit euch und den Zielen eures Streikes und möchte euch ermutigen, euren Protest fortzusetzen.

Auch wir in Rheinland-Pfalz sind der Meinung, dass der Hochschulzugang nicht durch NCs oder ähnliches beschränkt werden und zudem nicht kostenpflichtig sein darf. Er ist in Deutschland durch das Schulsystem bereits äußerst sozial selektiv. Jegliche Art der Zugangserschwerung würde diesen Effekt noch verstärken und damit sozialen Aufstiegt weiter behindern.
Die Überfüllung auch der Hochschulen in Rheinland-Pfalz ist ein weiteres Symptom für falsche Schwerpunktsetzung der Politik, ausgelöst durch ein mangelndes Bewusstsein über die Bedeutung von guter Bildung für eine Gesellschaft.
Diese Bedeutung lässt sich jedoch nicht gleichsetzen mit wirtschaftlicher Verwertbarkeit von Studiengängen, demnach dürfen Studiengänge in unserem Bildungsideal nicht danach ausgerichtet werden.

Wir sprechen uns mit euch für ein freies und selbstbestimmtes Studium aus!

Mit solidarischen Grüßen

Florian Krause

Münster

Solidaritätsbekundung  des FSR Sozialwesen

Liebe Kommilliton_innen!

Seit dem 04.November 2009 halten engagierte Menschen mehrerer Fachbereiche der WWU, KatHo, der FH Münster und Schüler_innen den Audimax der Universität Münster (Johannesstr. 12-20, gegen über des Aegidiimarktes) besetzt!
Wir Vertreter_innen der Fachschaft Sozialwesen solidarisieren uns geschlossen mit den Besetzer_innen und ihren Forderungen!
Freie Bildung, Demokratisierung der Hochschule und ein gerechtes Bildungssystem sind Forderungen in unserem Interesse.
Fortlaufend werden wir Unterstützung leisten, weiterhin informieren und mobilisieren.
Liebe Kommilliton_innen, nehmt Eure Rechte wahr und engagiert Euch!
Solidarisiert Euch! Gestaltet Eure Hochschule aktiv mit!
Ihr seid die Hochschule!

Liebe Besetzer_innen, bleibt tapfer!

solidarische Grüße
Euer FSR SoWe
Solidarität nach der Räumung

Heidelberg:

Solidarität mit Münster nach Räumung!
Heute Morgen wurde um 6 Uhr das Audimax der Uni Münster polizeilich geräumt. Der Bildungsstreik Heidelberg verurteilt dieses Vorgehen und solidarisiert sich mit den BesetzernInnen! Wir fordern die Universitäten auf, den Dialog mit Studierenden zu suchen, anstatt sie gewaltsam aus dem Kreativraum Audimax zu vertreiben!
Die Münsteraner lassen sich derweil nicht unterkriegen und schmieden Pläne. Weiter so! Bleibt frei! Besetzt!

Aktionsbündnis gegen Studiengebühren:

“Heißer Herbst” hat begonnen – Solidaritätserklärung mit den Besetzungen in Darmstadt, Heidelberg, Marburg, München,  Münster, Potsdam und Tübingen“

Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) solidarisiert sich mit allen BesetzerInnen und ruft zu  weiteren Aktionen auf! Als Auftakt zur Global Week of Action gegen die Kommerzialisierung und Entdemokratisierung der Bildung fanden gestern in vielen Städten Aktionen statt, die teilweise in Besetzungen von Hochschuleinrichtungen mündeten.

Den Startschuss dafür gaben Studierende der Universität Wien, die seit zwei Wochen das Audimax besetzt halten. Nun haben auch Studierende die Hochschulen in Darmstadt, Heidelberg, Marburg, München, Potsdam und Tübingen besetzt;  wobei die Besetzung in Münster heute Morgen um 6 Uhr  durch die Polizei geräumt wurde.
„Durch die Besetzungen deutscher Bildungseinrichtungen zeigen die Studierenden praktische Solidarität mit Österreich und läuten gleichzeitig den „heißen Herbst“ im Bildungsstreik ein“, so Alexander Lang, Sprecher des ABS. Die von Studierenden besetzten Hochschulräume bieten
jetzt Bildung ohne Zugangsbeschränkungen, Gebühren, Wirtschaftseinflüsse und Demokratiedefizite. Dort werden die Forderungen des Bildungsstreiks nach einer freien Bildung
praktisch umgesetzt.
„Wir unterstützen diese neuen Bildungsräume und rufen zu weiteren Aktionen auf! Die Forderungen nach emanzipierter, selbst bestimmter und freier Bildung dürfen nicht nur leere
Phrasen bleiben.“, betont Christina Schrandt, auch Sprecherin des Bündnisses.
Das ABS solidarisiert sich mit den Protestierenden in Darmstadt, Heidelberg, Marburg, München, Münster, Potsdam und Tübingen, ihren Forderungen und der von ihnen gewählten Protestform. Wir fordern alle Hochschulgremien und PolitikerInnen auf, sich mit den Forderungen der Protestierenden ernsthaft auseinander zu setzen. Diese Forderungen zu ignorieren oder gar die Protestieren-den mit Polizeigewalt aus dem Weg zu räumen, verbietet sich besonders an Einrichtungen, die sich der Bildung verschrieben haben. Was heute Morgen in Münster passiert ist, darf sich nicht wiederholen!

Marburg:

Solidaritätserklärung Münster
Schlafanzüge → Strafanzeige

Wir verurteilen das Verhalten des Rektorats, das mit der Räumung des Audimax mittels polizeilicher Gewalt unseren Vorstellungen einer demokratischen Universität in konsequenter Härte widerspricht.
Menschen, die sich kritisch mit Bildung auseinandersetzen, morgens um 6 Uhr aus ihren Schlafsäcken zu reißen und Strafanzeige zu stellen anstatt sich mit ihren Anliegen zu befassen zeugt von einer hohen Dialogbereitschaft.

Die Proteste in Münster liefen friedlich ab, wie sie es auch in den anderen Städten mit Besetzungen tun. Ein Freiraum wurde geschaffen, der genutzt werden sollte, um über alternative Gestaltungsmöglichkeiten für Bildung zu diskutieren. Dieser Freiraum wir offensichtlich von den Studenten benötigt, jedoch gewährt das aktuelle Hochschulsystem diesen nicht. Jeder Versuch  diesen Freiraum zu öffnen prallte an der Kompromisslosigkeit der hierarchischen Strukturen, die in der Hochschule herrschen, ab.

Wir solidarisieren uns mit den Menschen in Münster und stehen weiter für eine freie, emanzipatorische öffentliche Bildung ein, die demokratische Prinzipien folgt statt Hierarchien zu verteidigen.

Wir sind gekommen, um zu bleiben.
Wessen Audimax # Unser Audimax!

Solidarische Grüße aus Marburg von den BesetzerInnen des Audimax

Innsbruck:

Liebe Asta, Liebe Bildungsstreikenden!

Mit großer Sorge haben wir die Nachricht der gewaltsamen Räumung des Hörsaales in Münster aufgenommen. Wir sind erstaunt über die kooperationslose und radikale Vorgehensweise eures Rektorats und verurteilen diesen undemokratischen Akt der Gewalt aufs schärfste. Die Innsbrucker Sowimax Besetzer planen bereits öffentliche Solidaritätsaktionen und bestärken euch in eurem weiteren Vorgehen. Trotz dieser harten Bandagen wünschen wir euch erfolgreiche Proteste.

Alle wichtigen Infos findet Ihr unter folgenden Adressen:
Studierendenproteste österreichweit: http://unsereuni.at/
Studierendenproteste Innsbruck (inkl. Programm der nächsten Tage): http://www.sowimax.at/
vorläufige Forderungen: http://www.sowimax.at/2009/11/vorlaufige-forderungen/

global week of action: http://www.emancipating-education-for-all.org/content/global-week-action-reloaded-nov-2009 http://www.bildungsstreik.net/

Liebe Grüße
Eure Vernetzungsargru aus dem SowiMax

Eure BesetzerInnen aus Innsbruck

natürlich wissen wir bereits von der beängstigenden Rigorosität, mit der Eure Rektorin gegen Menschen vorging, die untragbare Verhältnisse kritisieren und mit friedlichen und demokratischen Mitteln versuchen diese zu verändern. Dass sie sich – gerade unter diesen Bedingungen – sofort des Mittels der Gewalt bedient, ist erschütternd und beängstigend.
Wir in Innsbruck wollen an dieser Stelle nochmals unsere Solidarität betonen und arbeiten daran dies auch in öffentlichen Aktionen kund zu tun. Wir hoffen stark auf Euer Durchhalten und darauf, dass ihr nach dieser autokratischen Handlung des Rektorats noch mehr Rückhalt von Seiten der Bevölkerung insbesondere der Studierenden bekommt.

Der Kampf geht weiter :-)

Fu-Berlin:

Liebe Mitstreiter/innen!

Vor wenigen Stunden wurde auf der Vollversammlung der FU-Berlin beschlossen, den Hörsaal 1a zu besetzen. Die Besetzung ist Ausdruck des Unmuts der Studierenden über die geringe Dialogbereitsschaft seitens der Universitätsleitung und der Regierung sowie aufgrund der ignorierten Forderungen. Nicht zuletzt wurde die Besetzung von der Protestwelle in Österreich und anderen deutschen Städten angeregt.

Wir erklären uns hiermit solidarisch mit den besetzten Unis in Deutschland, Österreich, und allen anderen Ländern. Besonders gilt unsere Solidarität unseren Mitstreiter/innen in Münster. Das Verhalten der Universitätsleitung verurteilen wir aufs schärfste, die ihre eigenen Studenten und Studentinnen von der Polizei räumen ließ, anstatt auf Dialogsangebote einzugehen.

Dieses Verhalten ändert aber nichts an unseren Forderungen und zeigt nur einmal mehr, wie weit die Entdemokratisierung der Hochschulen bereits vorrangeschritten ist.

In dieser internationalen Protestwelle sehen wir eine große Chance, unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Solidarische Grüße aus der “Freien” Universität Berlin

  1. #1 by Jusos Bochum on November 9, 2009 - 10:02 am

    Der Juso-Unterbezirk Bochum spricht der Studierendenschaft der Uni Marburg und der Uni Münster sowie allen streikenden Universitäten in Deutschland seine Solidarität aus.

    Europaweit werden derzeit Hochschuleinrichtungen besetzt. Den Anstoß hat die Besetzung aller großen österreichischen Universitäten gegeben, deren Studierende für ein offenes, durchlässiges und gerechtes Bildungssystem und freien Zugang zur Bildung demonstrieren.
    Wir brauchen mehr Partizipation der Studierendenschaft, Nachbesserungen am Bologna-Prozess und gleiche Bildungschancen für alle, unabhängig von Geschlecht, Religion, Kultur und anderen sozialen Faktoren.

    Wir müssen uns wehren gegen die Ökonomisierung von Bildung und kämpfen für Beitragsfreiheit von der KiTa bis zur Hochschule.

    Denn: Wer Bildung kürzt, wird Dummheit ernten.

    Solidarische Grüße von den Jusos Bochum

  2. #2 by solidemo on November 9, 2009 - 12:26 pm

    http://www.youtube.com/watch?v=rtEmfAT9mZY – spontane Solidaritätsdemonstration für die geräumten Unis in Münster und Marburg

  3. #3 by ADGH - Demokratische Jugend Bewegung in Europa on November 11, 2009 - 11:23 am

    Besetzt und erkämpft euch euere Freiheit!!!

    Die handvoll herrschenden und das Kapital versuchen uns unsere Bildung zu nehmen, uns daran zu Hindern frei zu Lernen und in jede Richtung zu Entwickeln!

    Wie wir überall auf der Welt beobachten, richtet sich die Bildung nicht mehr nach den Menschen. Sie richtet sich nur noch für den Markt, der sagt was gelernt werden muss. Der kontinuierliche Abbau von Sozialleistungen und Erhöhung von Studiengebühren ermöglicht es vielen keine gute Studienausbildung zu bekommen. Für Menschen aus sozial schwächeren Schichten, wird es gar unmöglich Zugang zur Bildung zu bekommen. Aber genau wie Ihr, weigern sich Menschen so zu leben, dass zu lernen was bestimmte Interessensgruppen uns vorschreiben. Sie wehren sich dagegen eine Elite auf zu bauen und kämpfen für den freien Zugang zur Bildung und das FÜR ALLE!

    Reißen wir gemeinsam überall dieses von Kapital, Politik, Markt und sonstigen Elitären beeinflusste und verseuchte System ab und erschaffen wir eine Plattform für jeden.. für die freie Entfaltung der Gedanken!!

    Mit der Verschärfung der im Imperialismus, Kapitalismus innewohnenden Krise wird unsere Welt für uns Studentinnen, Studenten und Arbeiter/innen im Angesicht der Angriffe auf unsere Rechte unerträglich. Dies hat sich schon in den Pariser Vorstädten und in den Universitäten von Griechenland, Türkei, Italien, Österreich und Deutschland bereits gezeigt. Diese Besetzungen haben sich in einer dynamischen und bewussten Handlung durchgezogen. Gegen den Kapitalismus, der die Menschheit mit Krieg, Hunger, Arbeitslosigkeit, Krankheit und Viren bedroht, unterstützt Ihr diese mutige Aktion!!!

    Wir die ADGH – Demokratische Jugend in Europa, unterstützen die Besetzungen mit voller Kraft und nehmen an ihr teil. Jetzt müssen wir zeigen, dass wir mit diesen Aktionen Recht haben und nicht zulassen, dass unsere Rechte mit Hinweis auf Krise als Ausrede uns entzogen werden. Wir müssen durch die Bildung der Arbeiterkomitees an die Arbeiter/innen Bürger zuwenden und sie zum gemeinsamen Kampf gegen die reaktionären und rassistischen Gesetze aufrufen. Die antidemokratischen und rassistischen Gesetze sind ein Angriff auf die Grundrechte der gesamten Arbeiterklasse und Studentinnen und Studenten.

    Deshalb fordern wir, die ADGH:

    Abschaffung aller rassistischen und antidemokratischen Gesetze
    Kein Geld für Waffen, sondern für Bildung und Gesundheit!

    Kostenlose Schulen und Unis.

    Chancengleichheit bei Ausbildungsangeboten
    Kostenlose Studentenwohnungen!

    Unterstützung für Studentinnen und Studenten!
    Sofortige Zurückerstattung der Gebühren von ausländischen Studenten und Studentinnen
    Kostenloser Nahverkehr für Arbeiter/innen und Studenten, Studentinnen.

    Für diese Forderungen BESETZEN UND KÄMPFEN!!!!

    In diesem Sinne, hoch lebe die Internationale Solidarität der kämpfenden Studenten!!!

    Freie Bildung für Alle!!! Auf die Straßen am 17. November 2009

    Solidarische und kämpferische Grüße an alle BesetzerInnen überall auf der Welt!!

    ADGH – Demokratische Jugendbewegung in Europa

    ADGH – Avrupa Demokratik Genclik Hareketi

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