Münster: wir sind wieder da!


Im Anschluß an eine kraftvolle Demo wurde in Münster erneut ein Hörsaal besetzt. Der F1 ist voll und er bleibt voll und es werden immer mehr. Kommt vorbei!

Wir lassen uns nicht unterkriegen! Wir sind laut!

das nächste Plenum ist 20:30 Uhr

  1. #1 by Mhm on November 17, 2009 - 6:57 pm

    Tja und schon wieder wird für “Bildung für alle” ein Hörsaal besetzt. Schön das ihr einfach allen die wie ich morgen dort lernen wollen diese Chance nehmt…

  2. #2 by joshi on November 17, 2009 - 7:35 pm

    @Mhm

    oh man, ist das peinlich, was du hier abziehst. Scheinbar scheint bei dir alles super zu laufen, du scheinst dir dein studium ohne weiteres finanzieren zu können und sowieso mit allem einverstanden zu sein, was das Rektorat vorgibt. Glückwunsch, dann bist du eine von wenigen….aber beschwer dich bitte nie wieder irgendwo, wenn etwas mit deinem Studium nicht klappt. und leider seid ihr dann in den meisten Fällen, diejeniegen, die sich am lautesten beschweren…denk mal drüber nach

  3. #3 by Tim on November 17, 2009 - 7:46 pm

    Super Leute..Keep it UP! Und hört nich auf Muttis Liebling oben. Wir können schließlich nich alle unsere Erfüllung im modernen Sklaventum finden!

    ONE STRUGGLE – ONE FIGHT
    Grüße aus Berlin!

  4. #4 by Otto on November 17, 2009 - 9:01 pm

    Ihr seid die härtesten respekt….gruß aus vienna

  5. #5 by M. on November 17, 2009 - 9:09 pm

    Gruß aus Aachen! TOP

  6. #6 by Bam on November 17, 2009 - 9:58 pm

    räumt den raum ihr zecken

  7. #7 by honk on November 17, 2009 - 10:18 pm

    Der Vergleich mit Insekten im speziellen mit Parasiten hat : Die Nationalsozialisten hetzten unter dem immer wiederkehrenden Topos des “Parasiten” als (Volks-)Schädling gegen Juden und überhaupt alle diejenigen, die sie als “nicht-arisch” stigmatisierten.

  8. #8 by wildschwein on November 17, 2009 - 10:23 pm

    Wie sieht’s aus, bekommt ihr heute Abend noch ‘ne Pressemitteilung hin? Wie man auf der Seite des AStA liest, wird die Rektorin oder zumindest ein Vertreter des Rektorats erwartet. Das könnte doch interessant werden.

    Gibt’s bald wieder einen Livestream?

  9. #9 by Es_nervt on November 17, 2009 - 10:26 pm

    Ich hoffe das am Mittwoch der Raum wieder für seinen geplanten Zweck zur Verfügung steht.

  10. #10 by Knieper on November 17, 2009 - 10:29 pm

    http://www.youtube.com/watch?v=qg_9Yp8Xeg0

    lasst es uns nicht nur raus schreien, sondern auch verinnerlichen..
    @Mhm: Wissen ohne Weisheit, führt zu Arroganz..

  11. #11 by S on November 17, 2009 - 10:32 pm

    Meines Wissens war der Hörsaal zum Zeitpunkt der Besetzung leer,zudem ist die Besetzung durch die Prorektorin für studentische Angelegenheiten abgesegnet worden.Insofern ist davon auszugehen,dass das Rektorat eindeutig Bescheid weiß und es jetzt an ihnen liegt,die morgigen dort gelegenen Veranstaltungen in andere Hörsäle zu verlegen.
    Alternativ wird es bestimmt nicht unmöglich sein,die Veranstaltungen dort morgen trotzdem stattfinden zu lassen,wie auch schon bei der Audimaxbesetzung..friedliche Koexistenz,quasi.
    Es ist bisher niemand dadurch zu Schaden gekommen,insofern fällt mir eigentlich kein sinnvolles Argument ein,was gegen diese Besetzung spräche.Aus meiner Perspektive blieben also nur noch die prinzipiellen und ästhetischen Argumente übrig,die zwei großen G’s:Grundsatz- und Geschmacksfragen.
    Und darüber kann man ja bekanntlich nicht streiten..bzw. es bringt nichts.

    Und bevor ich mich hier als links oder als Parasit bezeichnen lassen muss:Ätsch,liberal..und trotzdem nicht gegen diese Besetzung,sofern sie denn auf etwas konstruktives hinausläuft.
    Viel Erfolg an die Moderation&Organisation!Hoffe,die Leute sind diesmal zu konstruktiven Diskussionen und Kompromissen bereit..

  12. #12 by Chris on November 17, 2009 - 10:49 pm

    go münster! last knacken und euch nich vertreiben!
    solidarität aus Aachen!

  13. #13 by Es_nervt on November 17, 2009 - 11:40 pm

    Man kann das auch mit anderen Augen sehen.
    Es zwingt Euch ja keiner zu studieren, man könnte ja auch durchaus eine Ausbildung machen und schau mal einer an, da verdient man sogar Geld und lernt was.
    Somit bleibt zu mindestens eine Wahl.
    In Anbetracht dass das Studium mit BAföG und sehr günstigen Krediten finanziert werden kann, wo eine Grenze der max. Verschuldung fix ist, kann ich die Aufregung durchaus nicht verstehen. Zu Male dass die Verdienstmöglichkeiten nach einem guten universitären Abschluss in der Regel höher liegen als im Vergleich zu anderen.
    Vielleicht sollte man sich auch mal die Frage stellen, wo das Geld herkommen soll, die so eine Bildungseinrichtung kostet? Ja, ich studiere auch und bin auch kein geborener Milliardär. Aber ich bin durchaus bereit für meine Bildung (Bildungsqualität), etwas zu leisten. Wenn der erforderliche Beitrag nicht über die Studiengebühren finanziert werden soll, bzw. nicht finanziert wird, dann gibt es logischer Weise nur zwei Optionen die in Betracht kommen.
    Eine wäre die Kürzung von Lehrstühlen und Gelder für Ausbildungseinrichtungen. Dieses hätte zur Folge dass die zu Verfügung stehenden Studienplätze drastisch abnehmen würden oder aber dass die Qualität der Ausbildung immens leiden würde.
    Eine andere mögliche Lösung ist, dass die Benötigten Gelder aus anderen Töpfen her müssen. Hmmm, ich weiß ja nicht ob ihr die Haushalte des Staates, der Länder oder die der Kommunen kennt? Aber ich kann Euch gewiss sagen, dass dort auch kein Geld über ist. Eher würde man sich die Kürzung anderer Punkte auf dem Haushaltsplan zu wenden. Durch meinen ehrenamtlichen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr, kenne ich es durch aus wie sich Engpässe oder gar Streichungen in Haushaltsplänen niederschlagen können. Auch da hauen wir nicht im Sack und streiken, frei nach den Motto: „Gebt uns neue Ausrüstung oder wir streiken!“ Sicherlich wären bei solch einen Streik die Auswirkungen immens größer als wie bei Euren Streik, aber dennoch gehen wir, auch unter erschwerten Bedingungen, immer wieder ein neues Risiko ein, wenn irgendwo unsere Hilfe gebraucht wird. Aber ein haben wir gelernt, mit viel Engagement erreicht man viel (z.B. Spenden sammeln, Gebäude und Autos selbst in standsetzen uvm.)
    So viel zu dem kleinen Exkurs. Wie ihr es auch drehen und wenden wollt, ihr schießt Euch damit ins eigene Knie. Irgendwo wird das Geld her kommen müssen. Ob man nun direkt oder indirekt dafür bezahlt.
    Ich wollte eigentlich nur damit auf den Punkt bringen, bevor ihr alles gleich niederlegt, solltet ihr doch mal etwas objektiver die Sache durchleuchten. Vielleicht könnte man ja auch mal schauen, wie kann ich der („meiner“) UNI geldsparen helfen? Vielleicht könnte auch ein ehrenamtliches Engagement seitens der studierenden der UNI helfen, immenses Geld zu sparen und damit die Höhe der Studiengebühren zu reduzieren. Es wird echt mal Zeit, dass viele mit der Mentalität: „ICH WILL, ICH WILL, ICH WILL! & ALLES UMSONST, denn Geiz ist geil!“ aufhören und mal darüber nachdenken: „Was kann ich für den neben mir tun!“
    Ich könnte noch weiter und weiter schreiben und Argumentieren, aber ich glaube das ist definitiv hier die falsche Stelle.

  14. #14 by Blub on November 18, 2009 - 12:14 am

    @es_nervt.

    vielen dank für deinen exkurs, aber ich kann das gerade nicht wirklich ernst nehmen, weil in diesem verschulten studium wie es derzeit angeboten wird, bleibt kaum zeit für ehrenamtliches engagement, wenn man das studium in der Regelstudienzeit abschließen will.
    Desweiteren ist es ja schön und gut das es Bafög gibt und der höchst schuldensatz fix ist, aber denn noch startet man mit Schulden in den Arbeitsalltag.
    Desweiteren, kann eine ordentliche finanzielle vergütung für viele akademische Abschlüsse ja zustimmen, aber sind deshalb der größte Teil der Geisteswissenschaftler gestraft, das sie anderes Interesse haben?
    Zudem kommt noch das es nicht nur um Studiengebühren geht sondern auch um mehr Mitbestimmung und die Bildungsblockaden, die einem den Zugang zur Hochschule schon erschweren. Und durch das verschulte Bachelor System wird selbstbestimmtes Lernen mal völlig ausser acht gelassen.

    Grüße

    Blub

  15. #15 by S on November 18, 2009 - 12:34 am

    @Es_nervt:Ich hoffe der letzte Satz soll nicht zum Ausdruck bringen,dass alle Anhänger des Bildungsstreiks in deinen Augen komplett kritikunzugänglich sind?Das wäre nämlich eine ähnlich pauschale Haltung,wie du sie den Bildungsstreikenden vorwirfst,insofern könnte man dir dafür einen Inkonsistenzvorwurf machen.Oder bezieht sich das darauf,dass du eine Internetseite nicht als geeigneten Diskussionsrahmen betrachtest?Dann möchte ich dir den Arbeitskreis Hochschulfinanzierung an’s Herz legen,zu erreichen über: asta.hopo2 at uni-muenster.de
    Aber klar,du hast Recht..es hakt am Geld.Gute Bildung will natürlich finanziert werden.Jetzt ist allerdings die Frage,wie diese Finanzierung zu geschehen hat.
    Hierfür gibt es ja eigentlich drei große Möglichkeiten.

    1:Öffentliche Gelder
    An und für sich ist das mein “Favorit” in Sachen Finanzierung.Du hast schon Recht,dass die meisten akademischen Berufe höher entlohnt werden.Aber wer in diesem Land mehr verdient,zahlt auch höhere Steuern als die Niedrigverdiener.Ich kenn jetzt nicht die genauen Zahlen,aber das,was man an Steuern später zahlt,dürfte wohl dennoch ein fairer Gegenwert für die in der Ausbildung in dich als Einzelperson investierte Summe sein.Im Prinzip zahlen wir alle später das Geld zurück,das uns jetzt “geschenkt” wird..in meinen Augen kommt das also eher einer Leihe gleich.Deshalb ist eine öffentliche Finanzierung in meinen Augen die fairste aller Varianten.
    Problem,das du auch ansprichst:In den öffentlichen Töpfen ist nicht so viel Geld für Bildung übrig.Ob das aber daran liegt,dass allgemein kein Geld da ist,fällt mir angesichts der Steuersenkungspläne der aktuellen Regierung,die zusätzlich auch noch ein zu 50% aus Steuern finanziertes Stipendiensystem verabschieden und das BAföG erhöhen wollen,schwer.Ich sehe das Problem eher darin,dass viele unserer Steuergelder an anderen Stellen relativ verschwendet werden.Der skandierte Slogan “Rauf mit der Bildung,nieder mit der Rüstung” bezieht sich z.B. auf einen solchen Sachverhalt.

    2: Studiengebühren
    Studiengebühren sind meines Erachtens zwar eine Möglichkeit,in meinen Augen allerdings eine illegitime.Sogar Ruprecht Polenz,CDU,hat Bildung als ein Menschenrecht bezeichnet.Wenn man für seine basalen Menschenrechte nun pro Halbjahr einen bestimmten Betrag zahlen muss,untaminiert man meines Erachtens den Begriff und das Prinzip des Menschenrechts.Ich befürchte,dass dies eher auf eine Grundsatzdebatte hinauslaufen würde,daher versuch ich noch einen anderen Zugang:
    Du nimmst praktisch Geld von Leuten,die kein eigenes Einkommen haben,dennoch aber ihr Leben finanzieren müssen.Eine Möglichkeit ist es natürlich,neben dem Studium arbeiten zu gehen.Aber das zieht das Studium uU in die Länge,die Qualität der eigenen Leistungen sinkt potentiell ab,da man nicht mehr die eigentlich dafür angedachte Zeit investieren kann.Kleine Rechnung am Rande:30Std pro Creditpoint,ein BA-Studium hat 180 CP,also 5400 Stunden,verteilt auf 6 Semester sind das 37.5 _volle_ Tage Arbeit am Stück,Standartarbeitstag hat 8 Stunden,also kannst du da fast 120 normale Arbeitstage draus basteln.Wenn du DAZU noch einen Teilzeitberuf ausüben sollst,bist du stärker ausgelastet als ein normaler Arbeitnehmer,nur eben mit einem substanziell geringerem Einkommen.Das ist in meinen Augen nicht menschenwürdig.
    Zweite Möglichkeit:Studienkredite,die deines Erachtens ja faire Konditionen anbieten.Da lief aber vor kurzem noch ein Beitrag bei Monitor,in dem die Schuldenfalle Studienkredit thematisiert wurde.Die Zinsen passen sich bei vielen Anbietern dem normalen Kapitalmarkt an,liegen also bei knapp 10%.Ob das fair ist,ist wohl wieder Ansichtssache.
    Dann muss man sehen,dass in Münster gut 3/4 der Studiengebühren den alleinigen Verwaltungsaufwand der Studiengebühren ausgleichen,man müsste mindestens 225 Euro Studiengebühren nehmen,damit sich das überhaupt rentiert,hieß es einmal.Und das perverse:Es bleibt immer noch Geld über,wie ich im Sommer mal hören durfte.Das Geld wird dann entweder von der Uni gehortet oder aber in Hutständer investiert.
    Ich hoffe,dass sich diese Position zu Studiengebühren nicht unter deiner Aussage “ICH WILL, ICH WILL [...]” vereinfachen lässt und das ersichtlich wird,wieso man vor diesem Hintergrund Studiengebühren als nicht gerechtfertigt ansehen kann.

    3: Externe Gelder
    Tja..da gibt’s ja derzeit schon diverse Ansätze,zu denen man wahrscheinlich auch stundenlang diskutieren kann,daher nur kurz.
    Die Exzellenzinitiative wäre wohl eine dieser Möglichkeiten..allerdings setzt die die Hochschulen in eine Wettbewerbssituation,unter der die Freiheit von Forschung und Lehre leidet.Man will ja schließlich den Bewertungskriterien entsprechen.Außerdem ist nicht garantiert,dass eine Uni als exzellent bewertet wird,insofern ist es keine sichere Finanzierung.
    Spendengelder wären eine schöne Methode,aber..sind wir mal realistisch:Wer würde denn völlig unverbindlich dem Bildungssystem so viel Geld zur Verfügung stellen?Zumal es sich auch hier um keine sichere Finanzierung handeln würde.
    Dann bliebe noch die Wirtschaft.Wenn man dieser allerdings einen zu großen Einfluss gewährt,läuft man Gefahr,von ihr vereinnahmt zu werden.
    Und jetzt mal ein kontroverser Vorschlag,den ich auch durchaus ernst meine und schon angesprochen habe,für den ich auch schon mehr als böse Blicke geerntet habe(in diesem Fall kann man wirklich von ideologischen Scheuklappen sprechen):Ein Teil des benötigten Geldes für den Haushalt kann man meines Erachtens dadurch einholen,dass man Namensrechte(und NUR NUR NUR die,NUR Namen von Hörsälen,also keine Beeinflussung der Lehre und keine Werbung aufhängen o.ä.)an die Wirtschaft verkauft,ähnlich wie es bei Fußballstadien der Fall ist,und pro Jahr eine bestimmte Summe bekommt.Es könnte auch ein paritätisch besetztes Gremium errichtet werden,dass die Bewerber auf die Namensrechte überprüft und z.B. Müller eine Absage erteilt,da inhumane Praktiken,sozusagen die Schlimmen raussortiert.
    Meines Erachtens besteht hier,sofern man die oben formulierte Grenze nicht aufweicht,keine Vereinnahmungsgefahr,denn:
    1)Es ist nur ein Name.Dann heißt der PC7 halt evtl. Neckermann-Hörsaal.Dadurch steigt der Einfluss der Wirtschaft auf die Lehre nicht im geringsten.Man sitzt halt einfach nur im Neckermann-Hörsaal.
    2)Namen sind eh Konvention,Konventionen müssen sich durchsetzen.Mal ehrlich:Wer benutzt die neuen Bezeichnungen der Hörsäle,Seminar- und Übungsräume?Ich weiß ehrlich gesagt nichtmal,wie die neuen Bezeichnungen der Räume lauten,da z.B. der F1 für mich immer der F1 bleiben wird.
    Und wenn ihr mal drüber nachdenkt:Der Großteil der Leser ist ob dieses Vorschlags wohl eh ziemlich empört..ihr würdet doch rein aus Protest den F1 schon weiterhin als F1 bezeichnen,oder nicht?Es wäre also nur die offizielle Bezeichnung..aber wer hält sich schon an offizielle Bezeichnungen?Unsere Uni heißt ja auch offiziell meines Wissens Uni Münster,bezeichnet sich selber aber als WWU..bestes Beispiel.Wenn jemand so gerne Unmengen an Geld für einen Namen bezahlt,den eh kaum jemand aussprechen wird,ist diese Person in meinen Augen schön blöd/besonders nett.

    Hoffe,dass dir das jetzt ein kleinbisschen differenzierteres Bild der Leute,die am Bildungsstreik arbeiten vermitteln konnte.
    Und noch was generelles:Engagier dich doch einfach im Bildunggstreik,wenn der dir zu unfundiert ist..bring dich und deine Perspektive ein.

  16. #16 by S on November 18, 2009 - 12:52 am

    Äh..was elementares bei der Rechnung vergessen..das sind volle 37.5 Tage Arbeit/120 normale Arbeitstage PRO SEMESTER.Auf 3 Jahre Verteilt wäre das lächerlich wenig..aber auf ein Semester,ca. 175 Tage lang,sieht das als alleiniger Aufwand für ein Studium schon ganz anders aus.Rechne da mal noch einen Job im Umfang von 10-20 Stunden die Woche oben drauf und sag mir,ob du das,v.a. angesichts des sehr geringen Einkommens,als human empfindest.

  17. #17 by Berliner Besetzer on November 18, 2009 - 2:30 am

    Super! Tolle Signale sind das heute gewesen! Immer weiter so!

    Solidarität aus der (gestrichen.: “freien”) – BESETZTEN Universität Berlin!!

    Lieben Gruß!

  18. #18 by Es_nervt on November 18, 2009 - 2:38 am

    Hi blub,
    deinen ersten Punkt, stelle ich mal als Fraglich im Raum. Es gibt keinen Studiengang, der einen 24/7 in Anspruch nimmt. Ich behaupte mal, dass ich mir einen Studiengang ausgesucht habe, der auch recht Lernintensiv ist. Aber auch hier habe ich ausreichend Zeit für meine privat Aktivitäten etc.

    Engagement muss sich nicht unbedingt mit mehreren Stunden die Woche niederschlagen. Auch kleine Gesten am oder im UNI Alltag würden schon erheblich was bringen. Wenn Sie denn jeder berücksichtigen würde. Eine Fülle von Beispielen gibt es hier: „Das ordentliche Verlassen der Sanitär anlagen, den Müll und die Kippen ordnungsgemäß entsorgen, sein Tablett in der Mensa vernüftig wegstellen, kein Kaugummi in den Hörsälen an der Einrichtung schmieren, die Einrichtung nicht beschädigen oder beschmieren und vieles, vieles vieles mehr. Damit meine ich nicht, dass Du diese Dinge tust, aber machst Du auch was wenn Du siehst dass Sie ein anderer macht? Alleine damit kann man schon einen kleinen aber beachtlichen Beitrag leisten.

    Was Die Schulden mit dem Start ins Berufsleben angeht, gebe ich Dir völlig Recht dem ist so. Jedoch hat man ja durch aus die Wahl und man weis vorher dass dieses so ist. Und man sollte diesen Sachverhalt bei seiner entsprechenden Berufswahl berücksichtigen und dieses im vor hinein Abwegen, ob man das in Kauf nimmt oder nicht. Das Gleiche betrifft die Vergütung in dem späteren Berufsleben, sowie auch die Chance einen Job überhaupt hinterher zu bekommen. Da spielen aber auch noch ganz andere Qualifikationen eine erhebliche Rolle und nicht nur die Ausbildung. Jeder der sich die Frage nicht vorher gestellt hat, bevor er sich für seine Ausbildung entschieden hat, dem ist an der Stelle auch nicht mehr zu helfen. Jeder muss für sich unter allen Pro & Kontra Gesichtspunkten für seinen Weg entscheiden, auch wenn der eine oder andere halt mehr Abstriche machen muss. Aber wie schon erwähnt, dass weis man halt schon vor Beginn.

    Was Deinen letzten Punkt angeht. So finde ich dies als zu Allgemein dahingestellt. Zum Beispiel das erwähnte Mitbestimmungsrecht, es gibt hier auch eine sehr starkes für und wider zu den einzelnen Punkten, von daher sollte man konkretisieren was man meint. Sicherlich gibt es durch aus Sachen wo Mitbestimmungsrecht sehr von Vorteil ist, aber auch manchmal ein ganz klarer Nachteil ist. Zu viele Köche verderben manchmal wirklich den Brei.
    Die von Dir erwähnten Bildungsblockaden die den Zugang zur Hochschule erschweren, sollten mal auf den Hinblick der jetzigen Situation und Lage analysiert werden, vielleicht sieht man dann ja mal woher diese Rühren und man erkennt den Teufelskreis. Ich schätze mal dass hier in 95% aller Fällen die Sparmaßnahmen in Vordergrund stehen.
    Das so tolle (derzeitige) Bachelor System, stößt wohl bei vielen auf ein dickes Nasenrümpfen. Nicht nur bei Studierenden, sondern auch bei Lehrenden und späteren Arbeitgebern. Viele haben sich aber auch dafür ausgesprochen. In meinen Augen halte ich das derzeitige System auch für Fragwürdig. Aber dennoch sehe ich dort drin wenigstens auch noch ein paar kleine Vorteile. Zu einem ist es der schnellere Einstieg in das Berufsleben, für Studierende die keine Lust haben auf einen langen Studienweg. Und zu anderem ist es für Arbeitgeber auch gut, wenn Sie Qualifiziertes Personal bekommen (bis Bachelor) die schon einen gewissen Kenntnisstand haben. Auch die internationale Anerkennung ist ein kleiner Vorteil. Auch wenn die Praxis manchmal ein wenig anders aussieht. Die vordergründliche Idee zum Bachelor / Master System halte ich auf jeden Fall für sehr gut, die Umsetzung dafür eher sehr mangelhaft bis ungenügend.
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    Hi S,
    ich hoffe dass die Leute die streiken sich nicht durch meinen vorangegangenen Artikel (letzer Satz) beleidigt fühlen. Sicherlich sollte der Satz nicht so gemeint sein, dass ich Euch für Kritik ungeeignet halte. Ich finde halt nur, dass es wahrscheinlich bessere Plattformen gibt, wo man über dieses Thema diskutieren kann, als wie unter einer Ankündigung von einer Besetzung. Im weiterem wüsste ich nicht, wie produktiv man in einem Arbeitskreis ist, dessen Ansicht man nicht unbedingt teilt.
    Ich finde es durchaus gut, wenn Leute für ihre Überzeugung eintreten. Wenn sie denn damit was erreichen. Dass ein Streik durchaus was bewirkt, kann man ja immer wieder beobachten.
    Was die Finanzierungsmöglichkeiten angeht, so sehe ich das mit den öffentlichen Geldern eher zweigespalten. Das unser Steuersystem eher unüberschaubar und evtl. auch ungerecht erscheinen mag, sei erst einmal dahin gestellt. Das mit der Leihe stimmt so leider nicht ganz. Denn nach dieser Regelung, müsste jeder der Studiert hat, sich der BRD dazu verpflichten eine gewisse Zeit in Deutschland zu Arbeiten und den Betrag X an Steuern gezahlt haben. Und da ist noch nicht die Problematik inbegriffen, was ist mit den Studenten die nach ihrem Studium überhaupt keinen Job ihrer Qualifikation entsprechend finden? [Sicherlich könnte man die Problematik auch auf alle H4 Empfänger beziehen, auch da vertrete ich die Meinung, kein Geld ohne Gegenleistung.] Von daher ist dieses System meiner Meinung nach nicht wirklich tragfähig. Eine andere Möglichkeit wäre, um denen die in Ihrer Bildung investiert haben entgegen zu kommen und auch hier in der BRD arbeiten, dass sie in ihren ersten Berufsjahren einen geringfügigeren Steuersatz haben oder einen erhöhten Freibetrag.

    Die Studiengebühren, auch ich möchte nicht näher an der Stelle in der Grundsatzdebatte hier eingehen, dieses würde einfach jetzt zu weit führen. Das mit dem Arbeiten ist durch aus verständlich, dass das Studium hierdurch in die Länge gezogen wird und auch die Leistungen im Keller gehen. Nun möchte ich dazu aber noch eines loswerden. Wenn jemand mit den Fördermitteln nicht auskommt und auch keine weitere Unterstützung hat oder diese auch nicht in Anspruch nehmen will, der muss dann wohl arbeiten. Nur wenn ich manche Leute stöhnen höre, das Sie so viel arbeiten müssen, da Sie mit den Geld sonst nicht hinkommen würden. Sind meist genau die Leute, die auch Gleichzeitig das Geld in Saus und Braus raushauen. Vielleicht sollten sich genau diese Leute auch mal Gedanken darüber machen, ob Sie ihren Lebensstil ein wenig ihres „eigentlich möglichen Verhältnissen“ nicht mal anpassen sollten. Damit will ich nicht jeden hier über einen Kamm scheren, sicherlich gibt es auch Ausnahmen. Auch mir bekannte, jedoch konnte man ihnen aufgrund nicht ausgeschöpfter Mittel dann doch noch helfen. Meist ist das Problem dass die Leute nicht ausreichend Informiert sind.
    Die Studiengebühren in Münster sind im Vergleich zu anderen Universitäten wohl eher noch gering. Jedoch das Hauptproblem bei öffentlichen Einrichtungen ist und bleibt die Verwaltung. Leider kann man es (muss man es) so pauschal sagen. Das große Problem was da aber noch hinzu kommt ist, wer sägt denn schon gerne an seinen eigenen Stuhl. Das der Verwaltungsapparat meist viel zu aufgebläht ist und dass in unserer heutigen Zeit die ganze Geschichte viel effektiver möglich wäre, steht völlig außer Frage. Jedoch kommen dann wieder die Aspekte mit der drohenden Jobgefahr und so weiter, das ist aber ein anderes Thema. Leider fehlen mir grade die Informationen, wie genau die Verteilung der Stimmrechte und die einzelnen Gremien in Münster aussehen, die für die Ausgaben und Verteilung der Studienbeiträge verantwortlich sind. Auf meiner alten UNI konnte ein Teil der Studenten (die gewählten Vertreter) ganz klar sagen: „Dafür nicht!“ Und glaubt mir, teilweise ging es dort zu wie auf einen Basar und man sieht auch mal die Leitenden Personen sich wie kleinen Kinder verhalten, wenn nicht ich dann der auch nicht.
    Das Geld nicht verschwendet werden sollen, das steht völlig außer Frage. Aber viele halten evtl. die Anschaffung für X als Verschwendung und die anderen für notwendig. In Hinsicht darauf, dass man auch mal schnell agieren muss, stellt sich die Frage wie kleinlich das Mitbestimmungsrecht sein muss. Man kann auch manchmal wichtige Sachen tot verwalten und genau das darf auch nicht passieren. Ansätze für so ein System gibt es viele und auch welche die gut funktionieren, aus Sicht beider Parteien (Verwaltung – Studierende).
    Ein anderes Thema ist die Studienfinanzierung über Kredite angeht, so sollte man auch hier nicht blind gleich zur nächst besten Bank rennen. Es gibt durchaus solide Modelle, die einen nicht gleich auffressen. Viele Banken, wenn nicht sogar die meisten, bieten Studienkredite an, die den Namen noch nicht einmal verdient haben.
    Was die Förderung über Gelder aus Spenden angeht, so kenne ich auch hier viele Ansätze und Gedanken, die sowohl das Pro und das Kontra aus Sicht der Uni, der Studiereden und der Spendengeber wiederspiegelt. Doch in allen was ich bisher so mitbekommen habe, wurden Blockaden aufgebaut, wo meines Erachtens überhaupt keine seien müssten. Ich habe das Gefühl, das ist oft die Angst vor was neuen. Dieses hast Du anhand Deiner Beschreibung mit den Namen den Hörsälen ja nun schon selber beschrieben. Bei und ging es sogar noch ein Schritt weiter, es kam der Gedanke auf, die Namen der einzelnen Institute bzw. den der UNI zu verkaufen. Es gab auch Ideen, wie die Logo Ausstrahlung im Standby Betrieb der Beamer von Werbepartnern und und und.
    Sicherlich verschenkt kein Privat Unternehmen sinnlos Geld, sonder Sie erhoffen sich was davon. Aber es steckt durchaus eine Menge Potential drin, wenn man die Sache durchaus richtig angeht. Und man soll es kaum glauben, wie viele Studenten bei meiner alten UNI dazu bereit waren, mit Werbung konfrontiert zu werden, wenn im Gegenzug die Qualität der Ausbildungseinrichtung erhöht werden würde. Ein Richtiges Gremium, ein Richtiges Konzept und gute Partner, könnten an der Stelle eine Menge reißen.
    Eine Ausschöpfung dieser Geldquelle, ist in meinen Augen die gerechteste von allen.

    Zitat: „Hoffe,dass dir das jetzt ein kleinbisschen differenzierteres Bild der Leute,die am Bildungsstreik arbeiten vermitteln konnte.
    Und noch was generelles:Engagier dich doch einfach im Bildunggstreik,wenn der dir zu unfundiert ist..bring dich und deine Perspektive ein.“
    Ich kann mir durchaus auch Eure Meinung vorstellen, jedoch spiegelt diese halt nicht unbedingt meine wieder. Was nicht heißen soll, dass es schlecht ist was ihr macht. Naja und ob meine Perspektive bzw. meine Einstellung förderlich für das ist, ist wohl eher fraglich. Wie ich es auch schon zu Beginn erwähnt habe.

    Viele Grüße

  19. #19 by edda on November 18, 2009 - 7:55 am

    Ist F1 immer noch besetzt?

  20. #20 by thumbsup on November 18, 2009 - 11:23 am

    es wäre schön, wenn mehr informationen aus dem F1 nach außen dringen würden!

  21. #21 by S on November 18, 2009 - 12:16 pm

    @es_nervt:Morgen..naja,da du das ja jetzt erklärt hast,wird das wohl nicht der Fall sein.

    Naja,was die öffentlichen Gelder anbelangt,stehe ich der Angelegenheit auch zwiegespalten gegenüber..ich kann jeden verstehen,der hier keine Steuern zahlen will,wenn man sich überlegt,dass das hiesige Bildungs- und Gesundheitssystem unterfinanziert ist.Im bevölkerungsreichsten Land Europas kann das nicht wirklich daran liegen,dass so wenig Geld vorhanden ist,sondern eher daran,worein dieses Geld investiert wird.Andererseits ist genau das der Knackpunkt:Wenn alle verschwinden,wer soll dann die Politiker zur Raison rufen?
    Ist die Akademikerflucht eigentlich wirklich so hoch?Da hab ich leider grad keine Zahlen im Kopf,aber ich bin überzeugt davon,dass die,die hier bleiben und Steuern zahlen,nicht nur ihre eigenen “Bildungsschulden” egalisieren..bei einen Einkommen von 2000 Euro im Monat gehen ja rund 50% für Steuern drauf..wenn du nun 40 Jahre arbeitest,sind das bei gleichbleibendem Gehalt 480000 Euro Steuern.Klar,die werden für mehr als bloß Bildung benutzt,aber denke ich,dass man damit wesentlich mehr zurückzahlt,als man selber an Zuwendungen während der Zeit an der Uni erhalten hat.
    Einen Anreiz für die hiesigen Akademiker zu schaffen,tatsächlich hier zu bleiben,halte ich für eine gute Idee..vielleicht kann man die vergünstigten Steuersätze ja irgendwie so berechnen,dass der während der Ausbildung erhaltene Betrag nach Aussetzen der Vergünstigungen egalisiert wurde.Dann dürfte das,da der Vorschlag von dir kommt,in deinen Augen fair sein,nehme ich an.
    Bliebe nur noch das geringfügige Problem,unsere Politiker dazu zu bringen,das auch umzusetzen.Vielleicht wird die Debatte ja angestoßen,wer weiß.

    In puncto Studiengebühren,Arbeit und Geldknappheit:Ok,bei vielen Leuten frage ich mich das auch manchmal..das Geld ist sehr knapp,aber sie sind z.B. Raucher oder fahren im Jahr auf 5 Konzerte oder kaufen sich zig Paar Schuhe.Wenn man hier und da ein wenig kürzer treten würde,hätte man diese Probleme sicherlich nicht.
    Allerdings gibt es auch Leute,die einen durchaus sparsamen Lebensstil haben und sich dennoch selbst damit verschulden müssen.Denen gegenüber ist so ein System enorm unfair,finde ich.Es sind Leute,die z.B. einen Studienkredit haben und gleichzeitig arbeiten,Leute die keinen Minijob finden konnten und und und..also Leute,die sich alle erdenkliche und human aufbürdbare Mühe neben dem Studium machen,um sich alleine ihr Leben finanzieren zu können.Denen gegenüber kommen Studiengebühren einem Genickbruch gleich.
    Und auch beim persönlichen Luxus sollte man vorsichtig sein,finde ich.Klar,man sollte schon ein wenig seinen Verhältnissen entsprechend leben,aber wir wurden alle so sozialisiert,dass ein Minimum an persönlichem Luxus und “sich was gönnen-Können” zu unserem Lebensstil gehört.Solche Gewohnheiten kann man nicht einfach ablegen.Den eigenen Lebensstil aufzugeben,heißt partiell seine eigene Persönlichkeit aufzugeben.Man kann also meines Erachtens nicht von den Leuten fordern,dass sie nur noch für rein funktionale Güter wie Grundnahrungsmittel und Unibedarf ihr Geld ausgeben..das ist an und für sich,in unserem Sozialisationskreis,kein Leben mehr.
    In diesem Zusammenhang,eher zu diesem Thema,hab ich auch mal eine Feldforschung zum Umgang mit Geld unter Obdachlosen durchgeführt(jaja,ich oute mich grad als angehender Geistes- und Kulturwissenschaftler)und selbst dort wird ein gewisser persönlicher Luxus als integraler Bestandteil der eigenen Person und des Lebens aufgefasst,auf den man nicht verzichten will nud,im Rahmen dieser Diskussion vielleicht das gewichtigere,kann.Und dem Klischee nach würden ja die meisten Menschen denken,dass Obdachlose eher Wert auf funktionale Kaufgüter legen würden,um zu überleben.
    Das Problem beim Verwaltungsaufwand der Studiengebühren ist,dass man die wohl kaum abblähen kann und selbst wenn..die Studiengebühren würden in der Höhe wohl eher bestehen bleiben,da das Land sich ja schließlich immer weiter aus der Bildungsfinanzierung zurückzieht.Leider ist auch die Mitbestimmung über die Verwendung der Gebühren,was ja wohl das MINDESTE ist,was man den Studierenden,die ja ohnehin als größte Statusgruppe an der Universität sträflich ignoriert werden,zugestehen sollte,alles andere als angemessen,finde ich.Aus genau diesem Grund sehe ich auch die eminente Gefahr,dass die Gelder verschwendet oder unfair verwendet werden.
    Allein der Verteilschlüssel,der besagt dass Naturwissenschaften 60% der für diesen Bestandteil vorgesehenen Gebühren bekommen,die anderen nur 40%,spricht hier Bände.Wenn man die Grundsatzfrage mal außer Acht lässt,würden Studiengebühren vielleicht als “fairer” wahrgenommen,wenn man wenigstens selber entscheiden dürfte,wohin das Geld geht.Leider fehlt diese Perspektive vielen Leuten,also dass man,selbst wenn man gegen Studiengebühren ist,sich zum gegebenen Zeitpunkt damit abfinden muss(und dagegen angehen kann),es also bis zur Abschaffung(das ist jetzt meine Perspektive)gilt,die so fair wie eben möglich zu gestalten.
    Was die Kredite angeht..naja,die Banken geben die Kredite nicht,weil die so nett sind.Meines Erachtens geht es da schon um den reinen Profit und irgendwo ist es eine Ausnutzung der Situation vieler Leute.Es ist eine Möglichkeit,aber irgendwo auch traurig,dass viele,unabhängig von den Prozentsätzen der Zinsen,Leute darauf angewiesen sind und ohne einen Studienkredit ein Studium garnicht erst aufnehmen können.Insbesondere weil viele sich darüber nicht nur die Studiengebühren,sondern ihr ganzes Leben finanzieren müssen..und das sind,meines Wissens,eben die teuren Kredite(7% Zinsen und aufwärts).

    Mit den Blockaden,finde ich,hast du Recht.Viele,Studierende sowie Dozierende,fürchten,meines Erachtens allerdings berechtigter Weise,um die Souveränität&Objektivität der Wissenschaft,Forschung und Lehre,wenn man der Wirtschaft ein zu großes Mitspracherecht gewährt.
    Viele machen aber meiner Meinung nach den Fehler,dass sie aus dieser Angst riesige Abwehrmechanismen aufbauen,evtl. Chancen übersehen..Scheuklappen eben.
    Anhand meines Beispiels:Man tut der Wirtschaft ja keinen Gefallen..man erkennt die Profitsucht und den Werbezwang in der Branche und nutzt diesen für die eigenen Zwecke aus,ähnlich wie die Studienkreditinstitute.Vielleicht ist das jetzt stark vereinfacht und unterschlägt 1-2 kritische Punkte die dennoch an diesem Vorschlag bestehen(z.B. sublime Beeinflussung),aber ich finde einen Potts-Hörsaal,von der Seriosität mal ganz abgesehen,wesentlich leichter zu ertragen als Studiengebühren.Auch weil der wohl eher immer noch als F1/SCH5/Audimax/H1 bezeichnet werden würde,oder PB,weil..ich hab noch nie jemanden den vollen Namen eines Hörsaals sagen hören(Physikalische Chemie 7 anstatt PC7 hat noch nie wer gesgagt,jedenfalls nicht,dass ich wüsste..stand/steht ja sogar als PC7 im Vorlesungsverzeichnis).
    Man müsste der Wirtschaft nur eine klare,unumstößliche Grenze aufzeigen..ein “Bis hierhin und nicht weiter!” und den Rest einem,und da leg ich jetzt Wert drauf,wirklich demokratisch gewählten,wirklich paritätisch besetzten Gremium,das zudem im Konsens entscheidet,übertragen.
    Was Institutsnamen angeht,sehe ich das allerdings kritischer..Institutsnamen sind ja meistens richtungsweisend und drücken auch etwas aus,wie z.B. Institut für Geschichte..da wird eben Geschichte gelehrt.Würde das nun Persil-Institut heißen,geht mir das einen Schritt zu weit,da dadurch die Orientierung und evtl. eben auch Werte verloren gehen.

    So..was die Förderlichkeit angeht:Der Bildungsstreik versteht sich selber als gesamtgesellschaftliche Bewegung,insofern ist an und für sich jeder Input zunächst mal berechtigt und wichtig,und sei es nur um die eigenen Forderungen zu präzisieren.Jede (konstruktive) nicht schon vorhandene Perspektive bringt den Bildungsstreik meines Erachtens eher voran,als dass er dadurch aufgehalten wird.Insbesondere da dadurch der drohende Schwerpunkt auf links immer mehr ausbalanciert wird.Konstruktive Diskussionen können nur eines:Bereichern.
    Grüße an alle!

  22. #22 by wildschwein on November 18, 2009 - 12:21 pm

    Lokalzeitungen zum Thema: http://www.westfaelische-nachrichten.de/aktuelles/top_thema_1/1219023_Besetzter_Hoersaal_in_Muenster_wird_vorerst_nicht_geraeumt.html
    http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Muenster-Uni-Leitung-beraet-Vorgehen-Zunaechst-keine-Raeumung;art993,734927

    PM der Universität:
    http://www.uni-muenster.de/Rektorat/exec/upm.php?rubrik=Alle&neu=1&monat=200911&nummer=12252

    Wäre aber wirklich wünschenswert, wenn es aus dem F1 mal eine Pressemeldung, ein kleines Update und im Idealfall wieder einen Livestream geben würde. Offensichtlich ist die Zahl der Besetzer seit gestern Abend ja erheblich gesunken – die Angaben der Zeitungen schwanken zwischen 20 und 60 Leuten (gestern Abend 450). Die Frage ist z.B., ob man mit so wenigen Leuten eine Besetzung eines so großen Hörsaals überhaupt durchführen bzw. halten kann. Wenn ich jetzt lese, dass darüber beraten wird, reguläre Veranstaltungen dort durchzuführen und die Besetzung nur zu dulden, wenn diese nicht gestört werden, dann kann man die Besetzung auch gleich bleiben lassen, denn dann ist sie keine.

    Die Aktion gestern abend war richtig, ich war auch dabei. Die (zunächst) großte Teilnehmerzahl hat gezeigt, dass in Münster was geht und weite Teile der Studentenschaft unzufrieden sind. Ich denke, die Botschaft ist beim Rektorat und auch bei Herrn Pinkwart, auch wenn er z.Zt. in China ist, angekommen.

  23. #23 by Lotta on November 18, 2009 - 1:11 pm

    Ich kann leider nicht an der Besetzung teilnehmen, da ich mit fiesem Schnupfen ans Bett gefesselt bin.

    WEITER SO!!!!

  24. #24 by b. on November 18, 2009 - 2:46 pm

    Besetzung besteht noch.

  25. #25 by Münsteraner on November 18, 2009 - 3:38 pm

    Komme eben vom F1. Stimmung heute nacht war gut, wenn auch gegen Morgen etwas angespannt, da wir nicht wußten, ob geräumt wird, oder nicht.
    Die EW-Vorlesung, die heute morgen regulär im F1 gewesen wäre, wurde ins Schloß verlegt. Einige Studis sind allerdings direkt vor Ort geblieben, und haben sich an einer offenen Diskussionsrunde beteiligt.
    Generell nochmal die Einladung an alle: Kommt und beteiligt euch, bringt eure Sicht der Dinge ein. Die Streikenden sind ziemlich bunt gemischt, entsprechend heterogen ist das Meinungsbild im Detail. Der gesamte Protest lebt vom Diskurs, wenn jemand Ideen hat, sollten diese auch eingebracht werden!

  26. #26 by Bam #2 on November 18, 2009 - 6:32 pm

    Boah da muss ein Mock drin sein.

    Was ein Quatsch ey !

  27. #27 by bücker on November 18, 2009 - 6:34 pm

    gerade leute die dort streiken sind doch die freizeitstudenten die gar keinen schimmer vom stress “richtiger” fächer haben…

  28. #28 by S on November 19, 2009 - 2:00 am

    @bücker:Kennst du die alle,dass du dir zutraust,dich entsprechend weit aus dem Fenster lehnst,oder rätst du einfach mal so in’s Blaue?
    In beiden Fällen erweckt es jedenfalls einen ziemlich ignoranten Eindruck,weswegen es mir ziemlich schwer fällt,dich ernst zu nehmen..

  29. #29 by sdinbf on February 18, 2010 - 4:32 pm

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