Hochschulleitungen zeigten sich in einigen Städten kompromissbereit und dulden die Besetzungen. Allerdings gibt es auch Andeutungen, dass dieses Verständnis heute 18 Uhr enden könnte. Es geht bei den Besetzungen aber nicht darum ein Strohfeuer zu entfachen und dann zum Normalbetrieb überzugehen. Der Normalbetrieb ist genau das, wogegen sich so viele wehren. Die Veränderungen kommen auch nicht von oben sondern von unten. Es reicht nicht zu hoffen, dass eine KMK oder eine Bildungsministerin andeuten möglicherweise bald etwas konkretes zu machen.
An vielen Unis fordern die Studierenden mehr als eine Anpassung, mehr als leichte Modifizierung der Regeln, an die sie sich halten müssen. Es geht auch darum eine Idee von Uni zu leben. Daher sind die Besetzungen wichtig und daher dürfen sie nicht von der Polizei aufgelöst werden. Kritik und die gemeinsame Entwicklung von neuen Ideen sind viel weitreichendere Prozesse, als das sie in ein paar Tagen abgeschlossen sein könnten.
Geht in die besetzten Hochschulen, macht mit! Nehmt euch den Raum und die Zeit, die ihr braucht!
Solidarität und Willen zu Veränderung!

#1 by sympatex on November 13, 2009 - 4:39 pm
reicht das nicht?:
Annette Schavan: “Die Studentinnen und Studenten erwarten, dass das, was jetzt in der Kultusministerkonferenz vereinbart wurde, auch umgesetzt wird. Sie brauchen klare Signale, dass es Korrekturen bei der neuen Studienstruktur gibt; also Entschlackung der Studiengänge, Verbesserung von Mobilität. Es ist einfach der Hinweis, dass jetzt klar werden muss: Das, was beschlossen wurde, wird auch umgesetzt.”
#2 by sympatex on November 13, 2009 - 4:40 pm
quelle vergessen:
deutschlandfunk
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1068686/
#3 by Pedant on November 13, 2009 - 4:46 pm
Bitte bei einer seriösen und oft angeklickten page: Auf Rechtschreibung achten (Beisp. “konkretes”)
#4 by Heiko Herberg (Pirat) on November 13, 2009 - 4:49 pm
Das Problem an der Sache: Das wurde auch schon beim letzten Bildungsstreik von den Politikern behauptet, getan hat sich bis jetzt aber wenig. Bis auf einige Uni’s die die Anwesenheitspflichten weggenommen haben ist von allen anderen Punkten nicht viel passiert.
Die Studiengänge an unserer Hochschule enthalten noch immer viel zu viel Stoff auf nur 6 Semester mit Praktikum und Bachelorarbeit…
Die sollten nicht nur was sagen sondern es auch machen. Bevor es nicht Gesetze und FESTE Zusagen gibt, müssen wir einfach weitermachen. Sonst hört uns beim nächsten mal wirklich keiner mehr zu.
Von meinem Kommillitonen höre ich sehr oft:
“Warum streiken DIE denn schon wieder?”, wir müssen auch mal das Bewusstsein schaffen das wir das hier für alle machen, uns geht es im Vergleich zu anderen Unis in Deutschland SEHR gut…
#5 by nosferatu on November 13, 2009 - 5:37 pm
Stellt sich allerdings die Frage, warum sich eine CDU-Politikerin zumindest in Teilen hinter den Bildungsstreik stellen kann. Ich dachte bisher immer, dass es um mehr geht als eine Optimierung des Bologna-Prozesses und um Unterstützung der Durchsetzung ebendieser Reformen bzw. Deformationen.
Wenn es nicht nur um die Verbesserung der eigenen individuellen Chancen auf dem Arbeitsmarkt gehen soll, sollte aus meiner Sicht die Forderung nach einer tatsächlich Demokratisierung der Hochschule in den Mittelpunkt gestellt werden. Dabei geht es dann nicht nur um eine wichtige und überfällige Verbesserung der Arbeits- und Lernbedingungen in den Unis, Schulen und Ausbildungsbetrieben, sondern um eine gleichberchtigte und demokratische Teilhabe aller in den jeweiligen Institutionen arbeitenden und lernenden Menschen. Darüber hinaus um eine gesellschaftliche Verankerung der Unis und Schulen.
Schavan hat gut Reden, denn zum Einen ist sie nicht (nicht mehr) zuständig rein rechtlich gesehen, auf der anderen Seite will sie ja auch eine Verbesserung der Lehre, aber wahrscheinlich aus anderen Gründen. Eine Demokratisierung, die es wert ist, so genannt zu werden, will sie sicherlich nicht.
für Solidarität und Freie Bildung!
#6 by Trademark on November 13, 2009 - 5:50 pm
Frau Schavan ist davon überrascht, dass sie noch Bildungsministerin ist. Deswegen zeigt jetzt auf einmal Verständnis. Dann kann hinterher sagen:
“Ich habe doch alles getan, damit etwas besser wird.”
Sie schiebt den schwarzen Peter zu jemand anders, damit eben niemand zuständig ist. Abgesehen davon, dass die Dame wohl wirklich relativ überflüssig ist. Was könnte sie denn überhaupt aktiv tun?
#7 by beta on November 13, 2009 - 8:15 pm
Habt Ihr Studenten endlich den Arsch hochgekriegt ! Ich muß mich schon wundern, was Ihr euch alles gefallen laßt: erst dämliche Studienbeschränkungen, dann Studiengebühren, stinkfaules, völlig überschätzes und überbezahltes Professorenpack, das sich das halbe Jahr ausruht und im Semester ab und zu mal vorbei schaut, wenn überhaupt, jedoch mit einer unübertrefflichen Arroganz und Ignoranz total bekloppte Ideologien, Theorien und Fantasien verkündet und abfragt, nicht in der Lage ist relevante Fragestellungen zu formulieren, die Miseren im Land zu analysieren, zu feige, das Maul mal aufzumachen usw. usw. “DIE ELITE” – haha ! Und davon wollt ihr noch mehr ? Noch mehr Dozenten-Schmarotzer – in digitalen Zeiten wie diesen, wo man JEDE Vorlesung übers Internet zugänglich machen könnte … Statt dass Ihr die Abschaffung des Bologna-Prozesses fordert, die ökonomisierte Verschulungsverblödung im Auftrag der Finanzeliten, fällt euch nur ein, nach kleinen Verbesserungen und Behübschungen zu rufen. Aber wahrscheinlich bin ich zu streng mit Euch, denn Ihr seid ja bereits viele Jahre Versklavungstechniken und Verblödungsattacken der Schule und der Medien ausgeliefert gewesen. Von Nichts kommt halt Nichts. WAS WOLLT IHR EIGENTLICH ? VIELLEICHT SOLLTET IHR MAL EURE VOM SYSTEM VERPASSTEN SCHEUKLAPPEN ABLEGEN !
#8 by Trademark on November 13, 2009 - 9:28 pm
Warscheinlich hast du irgendwann schlechte Erfahrungen mit Professoren gemacht. Die Professoren, die ich etwas näher kenne arbeiten eher 7 Tage die Woche und schaffen es nicht mehr ansatzweise zu forschen, weil auf Grund von Dozentenmangel die Seminare nicht ansatzweise in ausreichender Form angeboten werden. Dein Bild der Dozenten mag für Einzelne gelten, meiner Erfahrung nach sind ca. 10% der Dozenten so wie du sie beschreibst.
Vorlesungen über das Internet halte ich für relativ schlecht. Ich mag es nicht einfach vor einem Bildschirm zu hocken und mich beriseln zu lassen. Ich diskutiere gerne mit und mag es, wenn es mehr ist als ein reines “vorlesen”.
#9 by Tim on November 13, 2009 - 11:47 pm
Nehmt euch nicht zuviel Zeit! Stellt Forderungen auf! Lasst euch nicht einschläfern von den ersten Erfolgen! (Wenn man den Besuch von “hohen Herrschaften” als Erfolge deuten will…)