Prof. Huber hat heute um 12 Uhr zu einer Pressekonferenz geladen und uns darüber nicht informiert. Durch wohlgesonnene Medienvertreter haben wir erfahren, dass er unseren offenen Brief als inakzeptabel bezeichnet hat und dass nur die Hochschulleitung Angebote mache und Forderungen stelle. Hubers Primärziel sei die Räumung des Audimax “mit allen Mitteln”, jedoch zunächst nicht nach dem “Frankfurter Modell” (brutal mit Polizei, siehe Medienberichte), sondern durch Dialog.
Eine Räumung sowie ein weiteres Ultimatum sind nur Gerüchte. Wir wurden bisher nicht geräumt und Huber hatte schon am Mittwoch klar gesagt, dass er das Audimax keinesfalls durch die Polizei räumen lassen wolle. Wir hoffen, auch für das Ansehen der Hochschulleitung, dass er sein Wort hält.
Ergänzung (16:02): Hier einer der ersten Berichte aus der SZ. Wir möchten in diesem Zusammenhang nochmal eindringlichst darauf hinweisen, dass die Beschädigungen nicht von den BesetzerInnen ausgehen sondern von Personen von ausserhalb die unsere Aktion sabotieren wollen!
In diesem Zusammanhang gab es gestern Nacht einen Vorfall mit offensichtlichen Neonazis die Transparente anzünden wollten. Sie wurden durch den Haussicherheitsdienst unter Protest und Forderungen nach einem “Nationalstaat” entfernt und der Polizei übergeben. Es wurde u.a. Anzeige wegen versuchter Brandstiftung gestellt.
Ergänzung (16:15): Prof. Bry kommentiert das Angebot und das Ultimatum der Hochschulleitung sehr treffend in seinem Blog-Post:
Die Ankündigung des LMU-Präsidenten, die Verbesserungsvorschläge der Universitätsleitung gelten nur, wenn das Audimax heute verlassen wird, war zudem eine Ermunterung, sein Schreiben nicht ganz ernst zu nehmen.
Ergänzung (16:50): Laut dem BR-online fordert uns Prof. Huber auf am Montag das Audimax zu räumen, wohl ohne weitere Verhandlungen. Wir wurden darüber von offizieller Seite nicht in Kenntnis gesetzt. Deswegen bleibt das Audimax auch besetzt!


