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KMK nachsitzen

Wer sind die „Kultusminister“ und was machen sie?

Am 10. Dezember 2009 treffen sich in Bonn die Kultusminister und Kultusministerinnen der Bundesländer im Rahmen der sogenannten „Kultusminister/innen-Konferenz“ (KMK) in der ehemaligen deutschen Hauptstadt Bonn, um sich über die aktuellen Abläufe in der landes- und bundesweiten Bildungspolitik bzw. über die Gegenwart und die Zukunft des Bildungswesen zu beraten.
Als Kultusminister/innen werden die 16 Politiker/innen bezeichnet, welche am 10.12. in Bonn zusammenkommen, Hauptverantwortliche für die aktuellen Abläufe und die damit verbundenen zahllosen Probleme im gegenwärtigen Bildungssystem. Die besagten Minister sind in ihrem Aufgabenbereich für Bildung und Erziehung, für die Abläufe an Schulen und Hochschulen (und damit verbunden für die Finanzierung, Organisation und Struktur der Selbigen) sowie für diverse kulturelle Angelegenheiten, welche im öffentlichen Raum stattfinden, verantwortlich.
In der gegenwärtigen Situation sind die Kultusminister/innen daher auch verantwortlich für den Abbau von demokratischer Mitbestimmung in Schule und Hochschule, für die Einführung der Studiengebühren, für den Leistungsdruck durch zentrale Prüfungen bzw. für den Leistungsdruck, der durch die Einführung des Bachelor/Master-Systems und durch das Turbo-Abitur („G8“), sowie für weitere diverse Prozesse (Sparmaßnahmen, Privatisierungsprozesse etc.), welche tagtäglich das Leben und Lernen sowie Arbeiten von Schülern, Studenten, Auszubildenden aber auch von Lehrern und Professoren beeinträchtigen.

Warum wollen wir gegen das Handeln der KultusministerInnen demonstrieren?

Der Protest gegen die 16 KultusministerInnen ist oftmals über das ganze Land verstreut. Viele Demonstrationen in den letzten Jahren richteten sich gezielt gegen die Politik bzw. die Reformen, die die verschiedenen KultusministerInnen in den letzten Jahren durchgesetzt und eingeführt haben.
Jetzt kommen sie alle in Bonn zusammen – die Kultusministerinnen und die Gegner der Politik der Selbigen, um vereint gegen ihre vergangene, gegenwärtige und zukünftige Politik zu demonstrieren und den Menschen zu zeigen, dass es mit der bisherigen Bildungspolitik nicht weitergehen kann!
Um bei der dringend notwendigen Bildung und Erziehung, welche die KultusministerInnen anscheinend selber benötigen, etwas nachzuhelfen, sind vielleicht ein paar Stunden ‚Nachsitzen‘ bei ihrer Konferenz notwendig– z.B. durch eine Blockade! Unterstützt uns dabei, die MinisterInnen ‚nachsitzen‘ zu lassen!

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Unsere Forderungen an die KultusministerInnen

Wir wollen ja nicht nur nach Bonn, um laut rumzuschreien, sondern auch, um den KultusministerInnen und der Welt zu sagen, was wir fordern.

Die konkreten Forderungen, die wir an die 16 Damen und Herren in Bonn richten werden, werden noch genau festgelegt. Im Moment stehen folgende Vorschläge zur Diskussion:

Gegen die katastrophalen Lehr- und Lernbedingungen – für selbstbestimmtes Leben und Lernen

  • Weg mit dem Schulstress durch Schulzeitverkürzung, zentralen Prüfungen, starren Lehrplänen, Kopfnoten und zu großen Klassen!
  • Weg mit dem Leistungsdruck u.a. in Form des Bachelor-Master-Systems!
  • Eine Schule für alle – statt Aussortieren in Haupt-, Real-, Gesamt- und Sonderschüler!
  • Fachlich und pädagogisch gut ausgebildete ErzieherInnen, LehrerInnen, SozialpädagogInnen und DozentInnen! Und davon viel mehr!


Freier Zugang zu allen Bildungs- und Kultureinrichtungen und Abschaffung sämtlicher Bildungsgebühren

  • Abschaffung von Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kitagebühren!
  • Ausbildung mit anschließender Übernahme im erlernten Beruf!
  • elternunabhängiges BAFöG, ohne Zurückzahlen für jede_n!
  • Weg mit jeglicher Begrenzung des Hochschulzugangs durch Abitur, „NC“ usw.!

Öffentliche Finanzierung des Bildungssystems – ohne Einfluss der Wirtschaft

  • Mehr Gehalt für ErzieherInnen, LehrerInnen, SozialpädagogInnen und DozentInnen!
  • Keinen Einfluss der Wirtschaft auf die Bildung!

Demokratisierung durch Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen

  • Verfasste Studierendenschaften mit Finanzhoheit und politischem Mandat in allen Bundesländern! Auch für die Schülervertretungen!
  • Weg mit Hochschulrat und Stiftungsrat als höchste Entscheidungsebene an Hochschulen!
  • Drittelparität in den Schulkonferenzen und an den Hochschulen!

Abschaffung der Leih- und Zeitarbeit sowie prekärer Arbeits/Ausbildungsverhältnisse, 500 Grundsicherung damit alle sich bilden können

Alles schön und gut soweit! Aber wie kommt mensch nach Bonn? Was geht genau da ab? Wie wird es dort aussehen?

In Bonn werden die KultusministerInnen ihre Konferenz nicht in der Innenstadt sondern in einem „Wissenschaftszentrum“ etwas „ab vom Schuss“ durchführen. Dieser Gebäudekomplex ist verkehrstechnisch sehr gut angebunden und besitzt viele Zufahrtsstraßen.
Unsere Demo wird in Bonn in den Mittagsstunden beginnen. Vorher müssen wir aber noch ein wenig den Dienst des Bahnverkehrs in Anspruch nehmen um in die Stadt am Rhein zu gelangen.

Daher kommt ALLE am 10. Dezember um 9 Uhr zum Münsteraner Hauptbahnhof! Lasst uns viele sein und gemeinsam nach Bonn fahren und den KultusminsterInnen zeigen, dass wir Schüler, Studis, Azubis und generell ALLE die katastrophale Bildungspolitik der KultusministerInnen nicht mehr länger hinnehmen und gegen die Politik der Bildungsblockaden, des Leistungsdrucks und der Kommerzialisierung der Bildung demonstrieren und den Kultusministern durch eine Blockade mal einen kräftigen Anstoß zum Nachdenken geben!

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Münster: nach der Räumung Schloss gestürmt …

Gegen die unnötigen Repressionen durch das Rektorat und für ein weiteres Engagement für grundlegende Reformen in allen Bildungseinrichtungen demonstrierten heute in Münster trotz Dauerregens und einer Unwetterwarnung über 100 Menschen.

Startpunkt war das Fürstenberghaus am Domplatz. Dorthin wurde heute früh gegen 6 Uhr auf geheißen des Rektorats erneut die Polizei geschickt um die friedliche und konstruktive Arbeit der Besetzenden zu beenden. “Es ist ein Armutszeugnis, das unser Rektorat nicht in der Lage ist mit Kritik konstruktiv umzugehen” sagte ein Besetzer, “und es ist nicht hinnehmbar, dass es die Polizei einsetzt um legitimen Protest zu kriminalisieren”.

Um diesem Gedanken gehört zu verschaffen zogen die Teilnehmenden lautstark durch Münsters Innenstadt und sorgten am Ludgeri-Kreisel und in den Arkaden für großes Aufsehen.

Zum Abschluß gelang sogar die Erstürmung des Schlosses, dem Hauptgebäude der Universität. Die Polizei raste zwar mit 5 Fahrzeugen über die Wiesen zum Schlossplatz, rechnete aber offensichtlich nicht damit, dass das Haus auch mehrere Nebeneingänge besitzt. So konnten die DemonstrantionsteilnehmerInnen unter großem Beifall in einen Hörsaal einziehen, in dem gerade das Studierendenparlament tagte.

Das Rektorat reagierte erneut vollkommen verunsichert auf den Aufenthalt von Studierenden, Schülern und Auszubildenden im Schloss. Es dürfte aber deutlich geworden sein, dass sich mit einem Polizeieinsatz an der Uni keine Probleme lösen lassen. Das Engagement geht weiter – auf allen Ebenen und es dürfte auch klar geworden sein, dass sich die Protestierenden nicht spalten lassen in solche die in den Gremien arbeiten und solche, die den Protest auf die Straße tragen. Es sind ganz einfach die gleichen Probleme, die auf allen Ebenen angegangen werden.

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Polizei statt Verhandlung – Münster geräumt – Wir kommen wieder

Zum wiederholten Mal sieht das Rektorat der Uni Münster keinen anderen Weg mit seinen Studierenden zu kommunizieren, als ihnen die Polizei auf den Hals zu hetzen. Gegen 6 Uhr am Morgen rückte eine Hundertschaft der Polizei an, um den besetzten F1 zu räumen. Die BesetzerInnen waren diesmal vorgewarnt worden und schafften es, den F1 vor dem Eintreffen der Polizei zu verlassen.

“Wir kämpfen zwar mit aller Kraft für unsere Sache, lassen uns aber deshalb nicht jede Woche wegen einer sturen Rektorin von der Polizei mitnehmen,” ist die einhellige Meinung der BesetzerInnen.

Aber trotz allem machen wir weiter: am Donnerstag um 20 Uhr ist ein Treffen zur Planung weiterer Aktionen im AStA angesetzt.

Heute ist für 18 Uhr ein Treffen am Fürstenberghaus angekündigt, um gegen die Räumung zu protestieren.

Außerdem rufen wir alle Menschen auf, am Mittwoch nach Duisburg zu fahren, um sich dort an der Demo gegen Polizeieinsätze an Schulen und Hochschulen zu beteiligen.

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Münster: Besetzung im F1 dauert trotz Täuschungsmanöver des Rektorats an

Die Besetzung des F1 geht in die zweit Woche. Mit viel Programm und inhaltlichen Diskussionen soll auf die vielschichtigen Probleme im Bildungsbereich aufmerksam gemacht werden.

Uni-Leitung versuchte DFG und Ausstellung über Vertreibung zu instrumentalisieren

In einer Pressemitteilung vom 20. November verbreitete die Leitung der Uni Münster, die Meldung, dass die Ausstellung  “WISSENSCHAFT, PLANUNG, VERTREIBUNG – Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten” von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) wegen der Besetzung des F1 wahrscheinlich nicht stattfinden könne. Wörtlich hieß es dort: “Diese Einschätzung teilen auch das Rektorat der Westfälischen Wilhelms-Universität und der Kurator der Ausstellung” So sollte die bisher positive Stimmung der Öffentlichkeit gegenüber der Besetzung ins Gegenteil verkehrt werden. Die Uni instrumentalisiert die DFG und die wichtige Ausstellung um die Besetzenden zur Aufgabe zu bringen. Dazu passt, dass die Uni auf ihrer website die falschen Aussagen weiter verbreitet.

Die Anwesenden ließen und lassen sich allerdings nicht unter Druck setzen und suchten das direkte Gespräch mit der DFG als Veranstalterin der Ausstellung. In allen wichtigen Punkten widersprach diese der Darstellung der Uni. Für die Ausstellung wird lediglich das Foyer im 1. Obergeschoss – nicht das gesamte Gebäude – benötigt, der Aufbau soll am kommenden Dienstag – nicht schon am vergangenen Freitag – beginnen, die Türen des Hauses müssen nicht verschlossen werden und von einer Gefährdung der Ausstellung durch die Besetzung könne keine Rede sein.
Der Kurator der Ausstellung lud nach der gefundenen Übereinkunft die BesetzerInnen zudem zur Eröffnungsveranstaltung am kommenden Donnerstag ein.

“Es ist ein unglaublicher Skandal, dass das Rektorat mit dreisten Unwahrheiten versucht, die wichtigste deutsche Forschungsinstitution für seine Zwecke zu missbrauchen,” empört sich Lara Teichmann, Studentin im F1, “zum Glück haben wir uns dadurch nicht einschüchtern lassen und selbst eine Einigung mit der DFG gefunden”.

“Über Bildung diskutieren”

Dass die Uni-Leitung unkooperativ ist, zeigt sich auch weiterhin an kindischen Machspielen um den Strom: Das Rektorat erteilte dem Sicherheitsdienst im Haus die Anweisung alle Stecker von Handys, Notebooks und sonstigen Verbrauchern aus den Steckdosen zu ziehen – oder die Polizei zu rufen.
“Wir wollen über Bildung diskutieren und nicht darüber, wer wo sein Handy laden darf” sagt Marko Seeberger aus dem Presseteam. Heizung und Hauptbeleuchtung im F1 sind schon seit Dienstag ausgeschaltet.

Unterstützung von allen Seiten

Das alternative Bildungsprogramm im F1 erfährt derweil von Politikern vieler Parteien, Gewerkschaften und der Münsteraner Bevölkerung eine breite Zustimmung. Am Sonntag brachten Bürger Essen und Getränke vorbei um die BesetzerInnen zu unterstützen.
In diesem Sinne sind auch für die nächste Woche alle aufgerufen sich den Studierenden, Schülern und Auszubildenden im F1 anzuschließen.

Außerdem braucht niemand zu befürchten, dass die Veranstaltungen, die eigentlich im F1 stattfinden sollen, ausfallen werden. “In der letzen Woche konnten für alle Veranstaltungen Ausweichhörsäle gefunden werden und wir gehen davon aus, dass dies auch in der kommenden Woche der Fall sein wird”, so Marko Seeberger.

Hinweis zu den verlegten Veranstaltungen: http://www.uni-muenster.de/de/raumverlegungen.html

Pressemitteilung der WWU: http://www.uni-muenster.de/Rektorat/exec/upm.php?rubrik=Alle&neu=1&monat=200911&nummer=12276

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Pressepiegel:

Westfälische Nachrichten: http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/nachrichten/1221015_Tauziehen_um_den_Hoersaal.html

Münstersche Zeitung: http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Muenster-Besetzung-dauert-trotz-Taeuschungsmanoever-des-Rektorats-an;art993,739447

echo Münster: http://echo-muenster.de/node/57699

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F1-Besetzung geht in die zweite Woche

Wir sind noch da und wir machen weiter. So sieht das vorläufige Programm für Montag aus:

10 Uhr Einführung in PHP, HTML, CSS und MySQL

11 Uhr AK Forderungen

12 Uhr Orgaplenum

14 Uhr “Nicht für das Leben, sondern für das Geld lernen wir” – Diskussionsrunde

16 Uhr Entspannung für gestresste Studis – Eine Traumreise

18 Uhr Plenum

20 Uhr Workshop Unsichtbares Theater

22 Uhr “Kick it like Frankreich” – Film über die Studierendenproteste in Hessen

Kommt vorbei, bringt euch ein!

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NRW weite Antirepressions Demo

Zur Zeit wird eine NRW weite Bildungsstreik Demo gegen Repression organisiert.

Besprecht in eurem Streik-Plenum ob ihr den Aufruf unterstützen wollt und setzt euch hier auf die UnterstützerInnen Liste. Gruppennamen sind besser als Einzelpersonen. Verbreitet den Aufruf weiter und organisiert eine gemeinsame Anfahrt.

Treffpunkt: Mi. 25.11  – 14h Campus Duisburg vor dem Audimax

Unser Innovationsminister Pinkwart wird zur selben Zeit am Campus sein

ab 16h beginnt die Demo

Info und Koordination läuft über die AG Bildungsstreik Duisburg/Essen.

Vorraussichtlich zum Dienstagabend werden wir ein letztes Vorbereitungstreffen abhalten zu dem wir auch noch einmal einladen werden.

Aufruf:

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Aufruf zur NRW weiten Bildungsstreik Demonstration gegen Repression, am Mi. 25.11 in Duisburg.  Treffpunkt: 14h Campus Uni-Duisburg

Von allen Seiten erhält der Bildungsstreik Zuspruch. Kaum ein Politiker traut sich noch die Probleme im Bildungssystem zu bestreiten. Doch weisen alle die Verantwortung von sich und leisten lediglich Lippenbekenntnisse. Hinter dieser freundlichen Maske für die Öffentlichkeit wird allerdings mit gröbster Gewalt versucht den Protest nieder zuschlagen. An vielen Orten die gleichen Bilder:
In Essen wurden aus einer friedlichen Spontandemonstration zum Bildungsstreik heraus Leute von Polizisten verprügelt und festgenommen. Es gab einen Kessel mit über 150 Menschen zum Teil unter 14 Jahre alt, die Gewaltausbrüche der Polizisten vor Ort waren für viele traumatisch.
In Düsseldorf ruft der Schulleiter der Hulda-Pankok Gesamtschule, Heinz Gniostko, eine Einsatzhundertschaft, um seine SchülerInnen mit Gewalt aus der Schule entfernen zulassen. Diese hatten symbolisch ihre Aula besetzt und wollten dort Diskussionsveranstaltungen organisieren.
Die Liste der gewalttätigen Übergriffe ließe sich lange fortsetzen. An vielen besetzten Unis setzt die Hochschulleitung auf Polizeigewalt und Strafanzeigen, statt auf Argumente.

Zum einen kann dies als ein völliges Versagen von (Hoch-)Schulleitungen und der Polizei verstanden werden. Allerdings wiederholen sich die Fälle zu oft. Das Vorgehen hat Methode. Es ist Aufgabe der Verantwortlichen in Bildungsinstitutionen und Polizei den Status Quo zu schützen. Öffentlich spricht man sein Verständnis aus, hinter den Kulissen aber versucht man die Protestierenden zu spalten und zu Kriminellen zu erklären. Jene, die sich nicht einschüchtern lassen werden mit Polizeieinheiten konfrontiert, die dazu ausgebildet wurden, Aufstände nieder zuschlagen. Die traumatischen Gewalterfahrungen sollen jungen Menschen, die es mit der Meinungsfreiheit zu Ernst nahmen, den Mut nehmen.
Hier offenbart sich, dass unsere Demokratie dort endet, wo der Protest einen Punkt erreicht, an dem er in der Lage ist die bestehende Situation tatsächlich nachhaltig zu verändern. Diese Erfahrung ist erschreckend und wir können diesen Zustand nicht länger hinnehmen!
Der Bildungsstreik Forderungskatalog zielt im Kern darauf ab die Selbstbestimmungs- und Demokratiefähigkeit jedes Menschen zu entwickeln. Diese müssen nun auch gegen Kriminalisierung und Polizeigewalt geschützt werden.

Daher demonstrieren wir:

-für eine Aufklärung des von der Presse so genannten “Essener Kinderkessel”
-für eine strafrechtliche Amnestie aller im  Zuge des friedlichen Bildungsstreiks angeklagten in NRW und bundesweit, sowie unserer Komilitoninnen und Komilitonen international
-wir fordern ein Kennzeichnungsnummer für Polizisten, gut sichtbar auf ihrer Dienstuniform, damit Polizisten, die im Dienst gewalttätige Übergriffe begehen, im Nachhinein auch belangt werden können.

-von der Politik und Hochschulleitungen fordern wir weiterhin ein Eingehen auf unsere Hauptforderung: Eine freies ausfinanziertes Bildungssystem für Alle!
Bildung ist ein Menschenrecht – Wir geben uns nicht mit kleinen Retouchierungen zufrieden!

Daher kommt alle zur NRW landesweiten Bildungsstreik Demonstration gegen Repression nach Duisburg!

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UnterstützerInnen des Aufrufs:

Audimaxbestzer_innen Bochum / AG Bildungsstreik Bochum

AG Bildungsstreik Duisburg/Essen

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Münster bleibt aktiv – das Rektorat lenkt ein

Das Rektorat hat es mit den in einer Pressemitteilung veröffentlichten, offensichtliche Unwahrheiten nicht geschafft, die Besetzung zu beenden. Das unfassbare darn: die Uni-Leitung versuchte die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) und eine Ausstellung über den Beitrag von Wissenschaft bei den Vertreibungen im Nationalsozialismus  für ihre Zwecke zu Instrumentalisieren.

Inzwischen Widersprach die DFG der Darstellung der Uni Münster in allen wichtigen Punkten (siehe auch hier:  http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/nachrichten/1221015_Tauziehen_um_den_Hoersaal.html). Die Ausstellung wird durch die Uni-Aneignung nicht behindert. Rektorin Nelles stand schon wegen ihres undurchdachten Handelns bei der AudiMax-Räumung europaweit in der Kritik. Nach diesem neuerlichen Skandal lenkte das Rektorat ein. Wir sind erstmal geduldet und gehen mit neuer Frische in das Wochenendprogramm.

Für den heutigen Samstag sieht dieses u.a. vor:

  • 12 Uhr: LehrerInnenbildung
  • 14 Uhr: Bildungswünsche über Münster
  • 15 Uhr: Bedingungsloses Grundeinkommen
  • 16 Uhr: “der feinen Unterschiede und wo sie herkommen” – anschliessend Diskussion
  • 19 Uhr: Plenum
  • 22 Uhr: Abendprogramm mit Musik

die AK-Programme werden fortgesetzt.

kommt zahlreich! wir freuen uns immer auch über neue Gesichter!

es gibt immer Kaffee, Tee und Brot!
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Nachtrag: eine ausführliche Darstellung über das Gebaren der Uni-Leitung folgt in Kürze – warum das Rektorat weiterhin an der kindischen Machtdemonstration festhält, die Beleuchtung im F1 ausgeschaltet zu lassen bleibt allerdings ungeklärt. Wir haben inzwischen einen Generator.

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Münster: Pressemitteilung zur Lage im F1

Presseaussendung

Unileitung versucht Besetzer_innen zu täuschen

Seit Dienstag abend ist der Hörsaal F1 im Fürstenberghaus von Studierenden, Schüler_innen und Auszubildenden besetzt. Sie arbeiten dort konstruktiv an Verbesserungsvorschlägen zum Bildungssystem. Heute jedoch versuchten der Dekan des Fachbereichs Geschichte, Prof. Dr. Kintzinger und der Pressesprecher der Universität die Besetzer_innen unter Vortäuschung falscher Tatsachen zu einem Abzug aus dem Hörsaal zu bewegen.

Ab nächster Woche Donnerstag soll im Fürstenberghaus eine Ausstellung der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unter dem Titel “Wissenschaft Planung Vertreibung – Der Generalplan Ost  der Nationalsozialisten” stattfinden. Diese Ausstellung beleuchtet die Rolle der Wissenschaft bei der Ausarbeitung von Vertreibungs- und Besiedlungsplänen der Nationalsozialisten. Die Besetzer_innen unterstützen diese historische Aufarbeitung und eröffneten die Möglichkeit einer Koexistenz im Gebäude. “Wir freuen uns, dass die Wissenschaft sich mit ihrer Vergangenheit endlich auseinandersetzt.”, so Klaus Reinecke, Student und Besetzer.

Der Dekan behauptete jedoch, dass ganze Gebäude werde für die Ausstellung benötigt und er sei nicht befugt, über Kompromissvorschläge zu verhandeln. Der Aufbau der Ausstellung solle ab sofort beginnen. Die Besetzer_innen sahen sich also vor die Alternative gestellt, eine sinnvolle Ausstellung zu blockieren oder ihre friedliche Besetzung aufgeben zu müssen. Um Näheres zu erfahren, kontaktierten sie die DFG, welche die Auskunft erteilte, dass ein Aufbau erst ab Dienstag geplant sei und zudem nur das Foyer im 1.Obergeschoss sowie einen Hörsaal geeigneter Größe für die Eröffnung benötigt würden.

“Die Unileitung traut sich nicht uns direkt ins Gesicht zu sagen, dass wir gehen sollen und versucht uns mit falschen Tatsachen unter Druck zu setzen.”, so Sophie Block, Besetzerin. Nach dem angekündigten Gespräch mit den Dekanen wurde den Besetzer_innen von dem Rektorat zudem kein Ergebnis mitgeteilt, nur Strom und Heizung sind abgestellt. “Das ist eine kindische Machtdemonstration.”, so Klaus Reinecke.

Die Besetzer_innen geben nicht auf und das Programm geht weiter. So gibt es auch am Wochenende ein tägliches Infocafé vormittags, mittags und nachmittags sind Arbeitskreise und Vorträge zu einem breiten Spektrum geplant und um 19 Uhr gibt es ein offenes Plenum, auf welchem über Forderungen, aktuelle Entwicklungen und die Besetzung diskutiert wird.  Abends im Anschluss findet ein Kulturprogramm statt, so ist Samstag beispielsweise ein Konzert geplant.

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Nachtrag: Des Rektorat navigiert sich mit seinen Lügengeschichten immer mehr ins Abseits, die Presse ist für Nelles und Co vernichtend: http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/nachrichten/1221015_Tauziehen_um_den_Hoersaal.html

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Dafür kämpfen wir in Münster … + Programm

Am zweiten Tag der Besetzung des F1 (Fürstenberghaus) standen die Arbeit in Kleingruppen und die Planung für eine länger angelegte Besetzung im Mittelpunkt. Zudem wurde im Plenum über die Ziele der Besetzung diskutiert. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Einstweilen stellt sich das Plenum hinter den Kampf:

  • für freie und chancengleiche Zugänge zu Bildung und gesellschaftlichen Resourcen
  • für Demokratisierung aller Bildungseinrichtungen und Gleichberechtigung aller Beteiligten
  • gegen Ökonomisierung von Bildung
  • für selbstbestimmtes Lernen

Die einzelnen Punkte werden in den nächsten Tagen auch zu Forderungen gegenüber verschiedenen Ebenen der Politik ausformuliert. Gleichwohl ist nicht alles, wofür wir kämpfen direkt innerhalb von Gremien umsetzbar. Wir sind also auch hier um für eine umfangreiche Neubewertung des Begriffes der Bildung hinzuwirken.

Für morgen ist bisher folgendes geplant (Treffpunkte jeweils am Infotisch erfragen):

  • 8 Uhr AK – Veranstaltungen (Vorbereitung des Programms)
  • 9 Uhr AK Forderungen
  • 11 Uhr AK Moderation – Wie lassen sich große Plena moderieren?
  • 12 Uhr AK Material (erstellen von Flyern, Plakaten usw.)
  • 13:30 Uhr Arbeiter_innen-Kinder im Bildungsstreik
  • 14 Uhr non vite sed pecuniae discimus (“nicht fürs Leben sondern fürs Geld lernen wir”)
  • 14 Uhr AK Lehramtsausbildung
  • 14 Uhr AK kreativer Widerstand
  • 16 Uhr  selbstbestimmt lernen
  • 16 Uhr Halbbildung im Kapitalismus
  • 17 Uhr AK Demokratie
  • 17 Uhr AK Bildungszugänge
  • 19 Uhr Plenum
  • Abend: VoKü und Abendprogramm

(AK = Arbeitskreis. Das ist eine Veranstaltung in einer kleineren Gruppe, in der eine intensive Auseinandersetzung mit speziellen Themen möglich ist.)

Alle Veranstaltungen sind offen für alle.

Dir fehlt noch ein Thema, das dir wichtig ist? Komm einfach her, stell es vor und finde weitere Leute, die sich damit beschäftigen wollen!

Kommt vorbei, bringt Kekse mit! Die Besetzung lebt vom mitmachen!

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Münster: F1 bleibt besetzt – kommt vorbei!

Nachdem gestern der Hörsaal F1 im Fürstenberghaus spontan von etwa 500 Menschen besetzt wurde, zeichnet sich nun eine längerfristige Aktion ab. Das Rektorat, welches gestern noch uneinsichtig schien und eine Räumung für heute 6 Uhr andeutete, rudert inzwischen zurück. Eine länger andauernde Duldung wird immer wahrscheinlicher, der Aufenthalt im F1 bleibt legal!

In verschiedenen Gruppen und Kreisen wurde heute den ganzen Tag über Probleme aber auch Ideen zur Verbesserung der Bildung diskutiert. Zudem wird nun auch langfristig das Programm geplant. Kommt also zahlreich, bringt Ideen ein! Wir haben einen Freiraum – darin können wir diskutieren und eine schöne Uni leben. Eine Uni, die nicht ausgrenzt, in der alle aktiv sein können und in der “sich bilden” persönlich ist und Spaß machen kann.

18 Uhr ist Plenum

kommt aber auch schon vorher!

abends gibt es lecker Essen gegen Spende und einen poetry slam!

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