Erste Angriffe – Beschneidung der externen Kommunikation – in Jena braucht es jetzt viele Leute


Bis spät in die Nacht wurde über den gesamten gestrigen Abend hinweg die
Streikwoche vorbereitet. Transparente, Aufrufe, Plakate sind entstanden, um
u.a. auf den scheinfreien Streiktag am Mittwoch hinzuweisen. Zudem wurde noch
sehr spät eine Übersicht mit allen bislang besetzten, geräumten und
hergegebenen Hörsälen weltweit angefertigt und an die Wand hinter den Statuen
gegenüber vom Hörsaal 4 gehängt. Was schon imposant war mit über 100
Hochschulen.

Vielleicht zu imposant…

Am Abend bereits wurden alle gehangenen Plakate entfernt.

Zwischen 5 und 8 Uhr morgens muss es gewesen sein, dass alle, alle Transparente,
Plakate, Schilder und eben auch die Städtenamen der besetzten Hochschulen
abgehangen wurden.

Eine Suche nach dem Material ergab Folgendes: Der Hausmeisterassistent hatte uns
zu dem im Keller gelagerten Material geführt und gab dies teilweise uns zurück.
Seine Erklärung war, es hätte eine “Anweisung” gegeben, alles abzuhängen.

Das Material ist zum Teil zurück, aber nicht die Blätter mit den Städtenamen,
die sind im Müll. Die äußere Raumgestaltung war von Bedeutung für die weitere
Mobilisierung. Scheinbar hat die Unileitung Angst bekommen, dass noch viel mehr
Studierende erkennen würden, dass Jena bei weitem nicht allein ist. Das Abhängen
ist als ein erster Angriff zu verstehen.

Umso wichtiger: Leute, kommt hier her, mit einer Räumung oder gar einem Aufgeben
aufgrund des Abschneidens unserer Kommunikation nach außen, wäre alles umsonst
gewesen.

Kommt so schnell ihr könnt, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

  1. #1 by Jonas on November 30, 2009 - 1:47 pm

    Haltet durch – und zeigt ihnen, dass ihr euch nicht so einfach rauswerfen lasst. Der Zurückgewinn der entfernten Materialien ist ein erstes Zeichen von euch.
    Und die entfernten Städte … Einfach schnell wieder herstellen. Zeigt ihnen, dass ihr gewillt seid weiter zu machen.

    Solidarische Grüße aus Innsbruck.

  2. #2 by b. on November 30, 2009 - 5:23 pm

    Lasst euch nicht kleinkriegen. Wir führen gerade noch Kleinkrieg mit unserem Rektorat um die Sachen aus der zweiten Räumung. Haltet durch und macht weiter, gemeinsam sind wir stark.

    Habt ihr noch Fotos oder ähnliches von der Übersicht? Würde nämlich wahrscheinlich viele hier interessieren, ich habe gerade 67 deutsche Städte gezählt, aber Hochschulen sind es ja noch einige mehr.

    Solidarische Grüße aus Münster

    — Solidarität ist eine Waffe, lasst sie uns gebrauchen! —

  3. #3 by kirsten on November 30, 2009 - 7:07 pm

    Danke für die aufmunternden Worte. Die BEsetzung geht freilich weiter und wir haben heute nochmal bekräftigt, dass wir uns auch auf keine Diskussionen über unsere Forderungen einlassen werden, da die Strategie eh immer ist, über Diskussionen den Konflikt zu entschärfen und die Protestierenden zum Nachgeben zu bewegen.

    Es gibt Fotos, ich hoffe, dass wir sie morgen auf unserem Blog haben (jenabrennt.blogspot.com).

    Wir denken auch an euch alle da draußen. Macht weiter, es gibt viele Wege… Hoffe die Kommunikation untereinander bleibt aufrecht und verbessert sich noch, so dass wir bundes- vielleicht sogar europaweit eine wirklich gute Bildung für alle erreichen können.

  4. #4 by a. on December 1, 2009 - 10:40 am

    Ich komme selber aus Jena, kann aber für die Besetzer_innen der FU Berlin sagen, dass euer Beitrag wichtig für uns alle ist. Lasst euch von einer überspannten Unileitung und Polizei nicht einschüchtern. Das zeigt nur, dass ihr, wir, auf dem richtigen Weg sind.

    Haltet durch und stellt die Bilder der anderen Unis wieder her, damit sie wissen, dass die Bewegung zu groß ist, um sie in den Mülleimer der Geschichte zu schmeißen.

    Solidarität aus Berlin

  5. #5 by abcd on December 1, 2009 - 2:26 pm

    also leute, in halle gibt es ein ähnliches problem… wir haben hier schon hübsch überall geflyert, um leute zu der neuen vollversammlung zu werben. heute früh waren aber ale plakate weg.
    wir geben nicht auf und lassen uns erst recht nicht unterkriegen. so nicht!

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