Pressemitteilung zur voraussichtlichen Unterbrechung der VG-Besetzung an der Universität Göttingen


Seit knapp 6 Wochen wird das Verfügungsgebäude der Universität Göttingen besetzt gehalten. Die Besetzung, getragen von Studierenden, Schüler_innen und Angestellten des Bildungssektors, stellte in den vergangenen Wochen eine zentrale Anlaufstelle rund um die aktuellen Bildungsproteste dar.


Die Besetzung reihte sich dabei in die über 70 Besetzungen bundesweit und knapp 240 Besetzungen an Bildungseinrichtungen weltweit ein. So wurde auch das Verfügungsgebäude intensiv zur Vorbereitung verschiedener Aktionen genutzt, die dazu dienten, die Kritik an der Bildungsmisere und an den damit zusammenhängenden Zuständen in die Öffentlichkeit zu tragen. Dies geschah

teilweise in enger Kooperation mit zahlreichen anderen besetzten Universitäten in ganz Europa, wie die „Global Week of Action“ Mitte November zeigte. Weitergehend diente das besetzte VG als Plattform für eine unabhängige, inhaltliche Auseinandersetzung mit den Problemen im Bildungssektor und weiterführenden gesellschaftlichen Themenfeldern. Wir haben hier auf diese Weise den Freiraum geschaffen, den wir für unser Studium einfordern, in dem frei und uneingeschränkt Inhalte gewählt und bearbeitet werden können.

Es lässt sich aber feststellen, dass die Probleme im Bildungssektor weiterhin bestehen und bisher kein ernsthaftes Entgegenkommen von Politik und Universitätsleitung zu erkennen war. Der Großteil der inhaltlichen Forderungen vom Bildungsstreik wurde bisher ignoriert. Von daher ist absehbar, dass die Proteste weiter fortgesetzt werden. Aufgrund der Abschaltung von Strom und Heizung in den Ferien halten es die Besetzer_Innen des Verfügungsgebäudes derzeit für technisch nicht möglich, die Besetzung aufrecht zu erhalten. So wird es während der vorlesungsfreien Zeit weiterhin Protestaktionen in der Göttinger Innenstadt geben, im größeren Rahmen werden die Proteste aber erst mit Ende der Winterferien fortgesetzt.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal den zahlreichen Unterstützer_Innen der Proteste, insbesondere verschiedenen Unternehmen des Einzelhandels, für ihre aktive Unterstützung durch zahlreiche Sachspenden danken.

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