Am Freitag, dem 20.11.2009 war es so weit – die zweite Demonstration im Rahmen des “Heißen Herbstes” bahnte sich ihren Weg durch Erfurts Straßen. Schon am Donnerstag hatten SchülerInnen, StudentInnen, Auszubildende und Sympathisanten gegen die Missstände im Bildungssystem demonstriert. Ziel war es zur “Aktuellen Stunde” zum Thüringer Landtag zu maschieren, um dort mit PolitikerInnen der verschiedenen im Landtag vertretenden Partein zu sprechen. Nach kurzen Gesprächen mit verschiedenen PolitikerInnen wurde diese jedoch auf den folgenden Tag verschoben – Anlass genug für die BesetzerInnen des Erfurter Audimax’ eine zweite Demonstration zu organisieren, um doch an der “Aktuellen Stunde” teilnehmen zu können.
So trafen sich die Demonstrierenden am Freitag um 14 Uhr am Willy-Brandt-Platz, um wiederholt über den Juri-Gagarin-Ring zum Landtag zu ziehen.
In einer friedlichen Demonstration bewegten sich etwa 300 Streikende zum Thüringer Landtag, wo wir ohne lange Wartezeit von Kultusminister Christoph Matschie empfangen wurden. Wiederholt sprach dieser über die Abschaffung der Verwaltungsgebühren, über neue Lehrereinstellungen und die Verlängerung des gemeinsamen Lehrnens. Kritisch lauschten ihm die Anwesenden, immer im Hinterkopf, dass der hiesige vorläufige Forderungskatalog um Weiten mehr beinhaltet. So wurde das Thema LuBoM nur mit Phrasen bedient. Es gäbe einige gute Punkte an diesem System, so Matschie. Die Frage, welche diese seien, ignorierte er elegant.
Es bleibt also abzuwarten, wie es weitergeht in Thüringens Hauptstadt, in Deutschland, in Europa und in der Welt.
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