Nach einem Plenum am gestrigen Abend um 23 Uhr konnte nun ein Forderungskatalog erstellt werden:
Wir fordern:
Soziale Öffnung der Hochschulen
Gebührenfreiheit in der Landesverfassung verankern
Mehr Wohnheimplätze
Freier und gleichberechtigter Zugang zu Bildung für jeden Menschen: Kinder, Jugendliche und benachteiligte Gruppen (Migranten, Behinderte)
Flächendeckende kostenlose Kita-Platzabdeckung
Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems
Betreuungsanspruch statt Erziehungsgeld
Qualität der Lehre
Vielfalt des Studienangebots erhalten (auch Sprachen/Sprachwissenschaften)
Lehrstühle erhalten (auch kurzzeitig unbesetzte)
Kleinere Lerngruppen und bessere Betreuung
Mindestlöhne und faire Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter
Reformierung der Lehramtsausbildung
Pädagogik, Psychologie, Praxiseinbindung schon in den ersten drei Jahren
Einheitliche Lehramtsabschlüsse
Einen intensiveren Praxisbezug in der pädagogischen Ausbildung
Stetige Weiterbildung des pädagogischen Personals als Selbstverständlichkeit etablieren.
Mehr Transparenz bei der Evaluation der Professoren
Klare Qualitätskriterien und vorgeschriebene Weiterbildungen für Dozenten
Finanzierung
LUBOM abschaffen oder grundlegend reformieren unter Einbeziehung von Studenten und Dozenten (weitere Erörterungen folgen)
Keine Lobbyismus in der Lehre (Staatliche Finanzierung der Bildung statt Marktorientierung um Fächer gerecht zu finanzieren)
Mehr Geld für Bildung bundesweit (keine Frage: Geld ist da, nur falsch verteilt, z.B. Banken retten)
Erhöhung der Personalkapazitäten im BAföG-Amt
Abschaffung des Verwaltungsbeitrags mit entsprechendem Gegenfinanzierungsplan auf Seiten des Landes
Demokratisierung des Bildungssystems
Breitenbildung statt Elitenbildung
Hochschulrat demokratisieren und transparenter machen (z.B. Rechenschaftsbericht, weniger Macht für Externe, Einbeziehung von mindestens 2 wechselnden StuRa-Vertretern mit Stimmrecht)
Studiengebühren bundesweit abschaffen
Ein reales/wirksames Stimmrecht demokratisch gewählter Interessenvertreter/innen (Schülervertretung, Studierendenräte etc.)
Verbesserung von Bachelor/Master
Bessere Umsetzung des Bolognaprozesses (z.B. bessere Anerkennung und Mobilität)
Master für alle (Bundesratsinitiative)
Regelstudienzeit auf 8 Semester erhöhen (Entzerrung)
Ein bundesweit einheitliches Bildungssystem
Keine Ausbeutung von Praktikanten
In einer Stunde beginnt der Demonstrationszug vom Willy-Brandt-Platz zum Thüringer Landtag.
Der Demonstrationszug der Fachhochschule trifft sich um 13.30 Uhr auf dem FH-Campus und zieht dann gemeinsam zum Willy-Brandt-Platz, um dort mit allen gemeinsam weiter zu maschieren.
Solidarische Grüße aus Erfurt

#1 by mini on November 19, 2009 - 1:45 pm
Toll, dass ihr so schnell einen Forderungskatalog zusammengebracht habt. Wir in München werden nächste Woche einen vorlegen. Weiter so! Ich finde die Forderungen gut, bei manchen ist Dikussionsbedarf, trotzdem lieber hoch ansetzen. Wir werden uns eh in der Mitte treffen müssen.
Liebste Grüße! Solidarität aus München