Presseerklärung Räumung
Alles muss raus! – Räumungsparty! Rektorat läd ein. Besetzter liefern die Show
Besetzter erwarten Polizei mit Partygag
Etwa 50 der Besetzter der Uni Düsseldorf wurden heute früh um 9.10 Uhr polizeilich geräumt. Die Besetzer bereiteten den Polizisten, die auch aus Köln angerückt waren, eine Begrüßung nach guter, alter rheinischer Tradition. Der Hörsaal war, symbolisch für die Studenten, deren Studium diese intensive Art des Protestes nicht zulässt, gefüllt mit über 1500 bunten Luftballons. Hörsaal 3D bekam so das Flair eines Kindergeburtstags, mit den Polizisten als „Überraschungsgästen“. Die Besetzer warfen Konfetti und Luftschlangen. Zauberhafte Seifenblasen schwebten durch den Raum und, passend zum Einmarsch, der Polizisten lief der Imperial March aus dem Film Star Wars über die Boxen. Die Studierenden begegneten der gewaltsamen Räumung wie es sich für Rheinländer zu dieser Jahreszeit gehört mit guter Laune. Sie ließen ihre Wut gegenüber dem Rektorat nicht an den Polizisten aus. Die Räumung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle. Die Studierenden ließen sich von den
Polizisten wegtragen „Dies ist UNSERE Uni. Dies ist UNSER Hörsaal. Wir werden ihn nicht freiwillig aufgeben.“ Die Studierenden betonen, dass der Protest mit der Räumung nicht beendet ist und äußern ihr Unverständis für die Entscheidung des Rektors, zumal man sich in vielen Punkten des Forderungenkatalogs einig sei und die Mehrheit der Studierenden der HHU hinter den Besetzern steht und ihre Solidarität klar bekundet hat. Auf Anfragen, welche Probleme die Besetzung bereite, wurden die Studenten lediglich darauf hingewiesen, dass der Lehrbetrieb gestört werde. Fakt ist jedoch, dass bisher noch jede Veranstaltung verlegt werden konnte und dass dieser Verlegungsplan auch weiterhin funktionieren kann. Auf Lösungsvorschläge dieses fiktive Problem dennoch real zu umgehen, wurde von Seiten des Rektorats nicht reagiert. Bei dem Gespräch mit Rektor Piper sagte dieser klar, dass er eine andere Vorstellung von Demokratie habe, als die Studierenden. Wie diese aussieht hat er heute
Morgen eindrucksvoll demonstriert, als er die Kritiker seiner Entscheidung mit Polizeigewalt aus dem Hörsaal entfernen ließ. Für die Studierenden steht fest: „Dieser Protest fängt jetzt erst richtig an. Wenn der Rektor glaubt diese Bewegung ließe sich durch die Gewalt der Obrigkeit niederknüppeln, dann werden wir ihn eines besseren belehren. Wenn auch er nicht mehr für die Demokratie einstehen mag, wir tun es dafür umso mehr.“


