Seit 09.11.2009 17:00 Uhr halten Studierende den Hörsaal 81 des Potthoff-Baus der TU Dresden besetzt. Die Studierenden versammelten sich spontan, um Forderungen auszuarbeiten und diesen durch die Besetzung Ausdruck zu verleihen. Konkret wird mehr studentische Mitbestimmung in allen universitären Organen gefordert. Zusätzlich fordern sie mehr Geld für Bildung, um eine bessere räumliche und personelle Ausstattung zu gewährleisten. Dazu erklärt eine Studentin “Wir wollen eine bessere Umsetzung des Bologna-Prozesses und seiner Grundideen!” Dabei sind die Professoren und Professorinnen auf der Seite der Studierenden und verlegen ihre Veranstaltungen, die im Hörsaal stattfänden.
Jeden Tag finden Veranstaltungen und am Abend ein Plenum statt. Heute um 19:00 Uhr wird es eine Debatte mit der Konferenz sächsischer Studierenden geben.
Die Bewegung ist international vernetzt. Seit ca. 3 Wochen wird die Uni Wien besetzt. In Deutschland gab es Besetzungen an der Uni Tübingen, der Uni Potsdam, der Uni Münster. Ingesamt sind in Österreich, Italien und Deutschland 17 Universitäten besetzt.
Die Studierenden rufen alle Menschen dazu auf, die Besetzung zu unterstützen.
mehr infos:
Twitter: bsdresden
Web: http://www.bildungsstreik-dresden.de



#1 by Twitgeridoo on November 11, 2009 - 11:35 am
Echt schön zu sehen, wie nach und nach immer mehr Unis “brennen”!
Ich hoffe, dass sich das Ganze ab dem 17.11. noch um einiges verstärken wird! Dann sollten ALLE müssen mitmachen!!! Vor allem müssen bis dahin genügend Leute informiert und überzeugt worden sein. Allzu viel Zeit bleibt uns dafür nicht mehr.
Bevor an deutschen Unis kein Ausnahmezustand herrscht, wird die Politik nicht aufwachen – lasst ihn uns herbeiführen!
#2 by #007 on November 20, 2009 - 10:05 am
Oh mein Gott! Geht lieber arbeiten und baut das Land auf. Die Gleichmacherei, jeder soll und kann solange studieren wie und was er will, hält man nicht aus. Wir sind alle verschieden das in unseren Begabungen, Neigungen und auch Lernkapazitäten. Also finde ich Hochschuleignungstest (bin dafür diese sogar auf die Fachrichtung auszuweiten) sehr sinnvoll, zum einem verschwendet man nicht Steuergelder für Studenten die im x-Semester erkennen “hmm falsches Studienfach, wechsele ich zu …” ,zum anderen schont man auch Nerven und Zeit der Betreffenden. Des weiteren fällt mir immer auf, dass die Leute von der Uni den wenigsten Praxisbezug haben und das liegt an fehlender nähe zur Materie die sich nun mal nicht in einem Hörsaal erlernen lässt. Zum Punkt Basisdemokratie nur soviel, welche Familie, welches Unternehmen kann sich so was leisten?
#3 by Groupy on November 22, 2009 - 6:24 pm
Hier geht es doch nicht um Eignungstest oder Neigungen. Und dass alle solange studieren können wie sie wollen ist ja mal totaler Humbuck! Es hat nun mal nicht jeder reiche Eltern …
Es geht darum, das studieren im Bachelor-/Mastersystem überhaupt funktioniert. Die Pläne stimmen vorne und hinten nicht, die Pflichtpraktika (für die man stellenweise sogar bezahlen muss) überschneiden sich und die Labore sind nicht mal mit dem nötigsten Zeug ausgerüstet oder haben alle naselang Rohrbrüche. Das sind keine Studienbedingungen!
Und dann wurdeja mit den neuen Hochschulgesetz auch noch die studentische Mitbestimmung auf ärgste beschnitten, so dass man alles Entscheidungen ohne uns treffen kann. Hauptsache das Geld aus der Wirtschaft kommt rein. Nein, danke!
#4 by icj on November 24, 2009 - 11:42 am
hingewiesen sei hiermit auf das pot81-wiki, zu erreiochen unter http://www.pot81.de