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Die Unis brennen wieder – Der heiße Herbst hat begonnen!

Pressemitteilung aus Wien

Utl.: Studierende und Lehrende lassen sich von der Regierung nicht aussitzen!

Wien (OTS) – Gestern fanden österreichweit an den Universitaten
Vollversammlungen und Protestaktionen statt, um die dramatische
Situation an den österreichischen Hochschulen aufzuzeigen.
Studierende, Lehrende und Rektorate sind sich einig, dass die Politik
die Investitionen in die Hochschulen massiv erhöhen muss.

Alleine in Wien nahmen mehr als 20.000 Menschen an der gemeinsamen
Sterndemo und der Abschlusskundgebung auf dem Ballhausplatz teil.
Anschließend verdeutlichte eine alternative HörerInnenversammlung im
Audimax der Universität Wien mit mehreren hunderten TeilnehmerInnen
die anhaltende Unzufriedenheit der Studierenden. Ein Jahr nach Beginn
der Bildungsproteste ist das Mobilisierungspotential nach wie vor
groß und ungebrochen.

#unibrennt konzentriert sich jetzt auf die Zukunft. Wir werden uns
weiterhin konstruktiv und engagiert für eine Verbesserung der
Situation an den österreichischen Hochschulen einsetzen. Bereits
heute gibt es um 16:00 Uhr ein spontan einberufenes Plenum in der
Aula der Akademie der Bildenden Künste, bei dem weitere Aktionen
besprochen werden sollen.

Am Freitag, dem 22. Oktober, dem Jahrestag der Audimax-Besetzung,
lädt #unibrennt in die ARENA Wien ein, um bei Geburtstagstorte und
guter Musik über ein Jahr Bildungsprotest zu diskutieren. Bereits ab
18 Uhr gibt es Reflexionen mit FM4-Ombudsmann Hosea Ratschiller.
Am 27. Oktober findet ein großes #unibrennt-Plenum an der Technischen
Universität Wien statt. Studierende aller Wiener Universitäten werden
dort das weitere Vorgehen im Herbst planen.

Eines steht fest – im heißen Herbst ist mit der Protestbewegung
#unibrennt zu rechnen!

Rückfragehinweis:
AG Presse der #unsereuni Bewegung
eMail: presse.uniwien@unsereuni.at
Phone: 0680/1320834
http://www.unsereuni.at

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Audimax in Wien besetzt!

im Zuge der Bildungsdemos in Wien haben
die Studierenden das AudiMax besetzt.

Die Polizei wollte einschreiten, Rektor Winkler
verhinderte dies jedoch.

Der Livestream ist up:
www.ustream.tv/channel/unsereuni2010
Please join in …

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update:

(1) Audimax heute um 8 in der Früh geräumt, 16 Uhr heute Plenum in der Bildenden:

(2) “um 16h findet heute ein plenum der protestierenden an der akademie der bildenden künste statt – alle sind eingeladen! ps: an der akademie feiern wir heute unser 1jähriges!” mn

(3) “gerade wurde eine kleine demo (die von der uni weg richtung innenstadt unterwegs war) von der polizei aufgelöst! ein teil wurde eingekesselt, und die personalien aufgenommen! ein anderer teil konnte flüchten!” (CB)

(4) 8.30 ringblockade vorm besetzten audimax der uni wien. erst freie bildung dann freie straße! (_w)

(5) Heute (Mittwoch) findet eine gemeinsame Protestaktion für eine bessere Bildungspolitik statt. Treffpunkt um 8:30 auf der Rampe der Universität Wien.

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mehr: http://unibrennt.at # http://www.ustream.tv/channel/unsereuni2010 # http://www.facebook.com/unsereuni # http://twitter.com/search?q=unsereuni

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Bolognagipfel in Wien

Am 11./12. März 2010 wollen die BildungsministerInnen der EU-Staaten das zehnjährige Bologna-Prozess-Jubiläum in Wien und Budapest feiern. Anlässlich dieses Termins haben die AktivistInnen in Wien angefangen einen Gegengipfel auf die Beine zu stellen. Es wurden bereits dutzende Bündnisse in ganz Europa angeschrieben und eingeladen. Zusätzlich zu den Blockaden, Aktionen, Demos etc. sollen auch Veranstaltungen in der Uni stattfinden. Thematisch ist dieser Teil völlig offen ausgelegt. Ausdrücklich wurde betont, dass jeder/jede die Möglichkeit hat sich einzubringen. Sei es mit einem Workshop, einem Vortrag oder Sonstigem. Vergangenen Samstag, 19.12, fand bereits das erste Planungstreffen statt, zu dem auch drei Berliner Studenten(FU,HU,KHSB) anreisten. Dort wurden die ersten Schritte v.a. zur europaweiten Mobilisierung gemacht.
Am 9.Januar wird es in Wien das nächste Vorbereitungstreffen geben, bei dem jede/jeder willkommen ist.
Für Februar haben die Sorbonne in Paris und die Uni Bologna zu Treffen eingeladen, die
sich auch mit dem Bologna-Gegen-Gipfel auseinandersetzen werden.
Ausdrücklich ist zu betonen, dass eine gemeinsame europäische Planung und Durchführung erwünscht ist. Das Treffen soll ein deutliches Zeichen gegen die Feierlichkeiten zum Bologna-Prozess setzen.

Es gibt nichts zu feiern und das werden die Damen und Herren MinisterInnen in Form von Demos, Blockaden und anderen Formen des Widerstands zu spüren bekommen.

Lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die europäische Bildungspolitik setzen! Lasst uns gemeinsam die Bolognaprozess-Feierlichkeiten im März in Wien stören! Lasst uns gemeinsam nehmen was uns gehört!

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Auch in Berlin hat sich bereits eine AG Bolognagipfel gegründet, die sich am 04.01.10 um 19 Uhr im Audimax der HU trifft. Der Bologna-Gegen-Gipfel wird auch Thema beim berlinweiten Aktiventreffen am 07.01.10 ebenfalls in der HU sein.

weitere Informationen:

für bundes- und berlinweite Mobilisierung: ag.bologna.berlin@googlemail.com

KHSB: bildungsoffensive.khsb@yahoo.de

Uni Wien: www.unsereuni.at

und wie immer: www.unsereunis.de, www.bildungsstreik2009.de

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Audimax Wien geräumt – Bildungsproteste gehen weiter

Wien 21. Dezember: Während andere Universitäten politische Lösungen finden, lässt das Rektorat der Universität Wien räumen. Versorgung der Obdachlosen nicht sichergestellt.

Obwohl eine politische Lösung in Reichweite war, ließ das Rektorat das Audimax heute Morgen von der Polizei räumen. Etwa 150 Personen verließen auf Aufforderung friedlich das Gebäude. Die BesetzerInnen sind enttäuscht von der Vorgehensweise des Rektorats, sie verurteilen Räumungen als Ersatz für das Finden einer politischen Lösung.

Heute Abend hätten im Plenum die Bedingungen für eine Einigung mit der Universität beschlossen werden sollen. Von Seiten der BesetzerInnen herrschte eine große Bereitschaft noch vor Weihnachten eine Lösung zu finden.

Auch die Wiener Obdachlosenorganisationen fühlen sich übergangen. Die Vorbereitungen für die Versorgung der Obdachlosen waren noch nicht ganz abgeschlossen. Rund 100 Obdachlose stehen nun ein paar Tage vor Weihnachten auf der Straße. “Diese Menschen wurden heute mutwillig in die Kälte geschickt”, kritisiert Markus Reiter, Geschäftsführer des Neunerhauses.

Besonders unverständlich ist der Zeitpunkt der Räumung. Verglichen mit den letzten Wochen hat sich die Sicherheitslage nicht wesentlich verändert. Es gab keine akute Verschlechterung, die die heutige Räumung rechtfertigen würde.

Die Bildungsproteste gehen jedenfalls weiter! Die Wiener “unsereuni”-Bewegung hat ihr Zentrum in den noch immer besetzten zweitgrößten Hörsaal der Universität Wien (C1, AAKH) verlagert und die Arbeit sofort fortgesetzt. Um 13 Uhr und 19 Uhr finden dort Plena statt.

Die Audimax-Besetzung hat eine Bildungsbewegung losgetreten, die weit über die Besetzung hinausgeht. Über 30.000 Studierende sind über das Internet vernetzt, über 100 Arbeitsgruppen engagieren sich weiterhin, kreative Straßenaktionen, Proteste und Besetzungen an über 80 Universitäten in Europa gehen weiter.

Das Audimax Wien ist überall!
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www.unsereuni.at

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Aufruf zum internationalen Aktionstag 5.12.2009 Weltweite Aktionen – Großdemonstration in Wien

Aufruf zum internationalen Aktionstag 5.12.2009

Weltweite Aktionen – Großdemonstration in Wien


Weltweit kämpfen Menschen gegen ein sich ständig verschlechterndes Bildungssystem. Ausgehend von Österreich und Deutschland hat sich seit 23. Oktober ein Flächenbrand an Universitätsbesetzungen, Demonstrationen, Streiks, Generalversammlungen und weiteren Aktionen entzündet. Trotzdem erhält diese internationale Bewegung noch nicht die ihr zustehende Aufmerksamkeit bei Medien und Politik. Dem wollen wir Abhilfe schaffen!



Kommenden Samstag, den 5. Dezember 2009 soll der nächste internationale Aktionstag stattfinden. In Wien ist eine Großdemonstration geplant, zu der diesmal Studierende aus ganz Österreich anreisen werden. Auch in den übrigen Unistädten Österreichs werden wir wieder mit kleineren kreativen Aktionen auf uns aufmerksam machen!

Dieser Aufruf geht uns an alle! Studierende, Schüler_innen, Lehrende, Forschende! Gemeinsam sind wir stark! Bildung ist keine Ware!

Jede und jeder kann zu unserem gemeinsamen Kampf beitragen! Öffentlichen Diskussionen, Demonstrationen, Straßentheater, Protestsongs, Streiks, Besetzung von öffentlichen Gebäuden, Informationskampagnen, Leserbriefen, Flash-mobs, Fensterfahnen, Sit-ins…

Wie wäre es, wenn wir einen gemeinsamen Flash-Mob veranstalten würden, zur gleichen Zeit, die gleiche Aktion, in allen Ländern? So eine gemeinsame Aktion könnte wir über Skype oder Facebook koordinieren und die Ideen und Kontakte dazu über die internationale Mailingliste verbreiten: international_students_movement@lists.riseup.net

Die Videos und Fotos von den Aktionen möchten wir allen zugänglich machen. Videos bitte auf Youtube stelle und den Link und sonstige Beiträge an die folgende Mailadresse senden: international_students_movement@lists.riseup.net



Wir freuen uns auf eine starke internationale Kampagne!



http://unsereuni.at/ Österreich

http://unsereunis.de/ Deutschland

http://www.unsereuni.ch/ Schweiz

http://emancipating-education-for-all.org/ International

http://occupyca.wordpress.com/ Kalifornien

http://www.free-education.org.uk/ UK

http://www.frontdeluttepourleducation.fr/ Frankreich

http://www.uniriot.org/uniriotII/ Italien

http://www.slobodnifilozofski.com/ Kroatien


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“Wir sind hier und wir sind laut, weil man in Deutschland Studis haut”

Spontane Protestkundgebung vor der deutschen Botschaft in Wien

Solidarität für deutsche Proteste

Heute Nacht (14.11) fand vor der deutschen Botschaft in Wien zwischen Mitternacht und 1:30 eine spontane Protestkundgebung statt. Der Protest formierte sich aufgrund der Räumungen fünf deutscher Universitäten. Nach der exekutionellen Auflösung der Proteste der Studierenden in Münster, Marburg, Darmstadt, Tübingen und der gestern geräumten Universität Bielefeld, wo auch BesetzerInnen durch die Exekutive verletzt wurden, setzen die österreichischen Protestierenden damit ein Zeichen der Solidarität.

Die Studierenden skandieren: “Wir sind hier und wir sind laut, weil man in Deutschland Studis haut”. Aus Rücksichtnahme auf die Anwohner zogen die Studierenden nach mehreren Runden um die deutsche Botschaft zur TU Wien weiter. Die TeilnehmerInnenzahl wird auf 150 sich solidarisierende Studierende geschätzt. Lobend muss auch die beispielhafte Arbeit der Wiener Polizei erwähnt werden, welche die Sicherheit der Portestierenden zu jedem Zeitpunkt gewährleistete.

http://unsereuni.at/?p=9844

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brief aus wien

Liebe Studentinnen und Studenten in Deutschland,

in Österreich sind die Unis besetzt. Wir sehen die Notwendigkeit, euch persönlich darüber zu
informieren, was hier im Moment passiert, da in den Medien nicht vermittelt wurde, dass diese
Proteste etwas Neues, nie Dagewesenes sind.

Dieser Protest wurde in einer völlig spontanen Solidarisierungs-Demonstration begründet, keine
Studierendenvertretung oder Partei hat diese organisiert, rein aus dem Bewusstwerden der
Bildungsproblematik heraus ist er entstanden und gewachsen. Diesen reinen Kern, diesen Motor,
spüren wir hinter Allem, was hier geschieht. Die Studierenden aller Studienrichtungen haben sich
spontan – ohne übergeordnete Organisation – zusammengefunden, um gegen die
Studienbedingungen zu protestieren.

Das Ausmaß dieser Aktion ist der Beweis dafür, dass es sich um zentrale Anliegen handelt, die alle
europäischen Studierenden persönlich betreffen. Wir protestieren, anders als es die Medien
darstellen, zwar auch gegen die Entscheidungen der österreichischen Regierung, aber vor allem sind
wir grundsätzlich mit europaweiten Tendenzen wie der Ökonomisierung der Bildung und der
Entdemokratisierung der Bildungsinstitute nicht einverstanden. Dies sind länderübergreifende
Probleme, an deren Lösung wir als Studierende nur dann beteiligt sein werden, wenn auch
europaweit protestiert wird.

Der Wille zur Selbstbestimmung der Studierenden und der Lehrenden ist ein zentrales Element
dieser Bewegung in Österreich. Deshalb wurden Hörsaäle besetzt, in denen nun lebendige und
konstruktive Diskussionen stattfinden, an denen sich alle Studierenden jederzeit beteiligen können.
Es ist wichtig, dass nicht nur protestiert wird, sondern dass Diskussionsräume jenseits öffentlicher
Institutionen und etablierter Plattformen geschaffen werden. In Österreich ist das
bundesländerübergreifend bereits passiert. Die Diskussionen und Proteste hier werden anhalten und
die Studierenden in Österreich warten auf ihre deutschen KommilitonInnen, um gemeinsame
Probleme offenlegen zu können.

Am 05. November findet ein internationaler Protestag statt, als Warm-Up für eine Protestwoche
unter dem Motto “Education is not for Sale”. Die Studierenden und SchülerInnen in Österreich
unterstützen diesen Tag mit einer Großdemonstration.

Wir unterstützen jede/jeden einzelnen Studierenden, in Deutschland, in Europa und darüber hinaus,
der mit seinem Bildungsystem unzufrieden ist.

Plenum des besetzten Audimax Wien.

http://unsereuni.at/

http://www.emancipating-education-for-all.org/”

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