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Stille Räumung der LMU
Heute morgen haben Leute versucht, in die Uni zu kommen, aber diese ist abgesperrt! Die Securitys haben die Anweisung, Leute rauszulassen, aber es darf niemand mehr rein!
Deswegen ist um 15 Uhr Treffpunkt vor der Uni! Mobilisiert alle, von denen ihr wisst, dass sie in München sind! Wer kommt, trägt sich bitte hier unten per Antwort ein!
Wir werden dann besprechen, was wir tun, am besten in Kontakt mit denen, die drin sind. Es schlafen wohl noch viele, wir wissen aber ungefähr, wer drin ist.
Und jetzt keinen sinnlosen Aktionismus vor der Uni bringen, die Security handelt auf Anweisung und kann nichts machen, und dank der Erfahrung wie es mit Polizei ist, wenn man hier etwas ankündigt, wie bei der Wien-Aktion, ist da sicherlich dann auch gleich jemand da. Also ruhig Blut und um 15 Uhr da sein!
Aktuelles (14:30) (von admin):
Laut Angaben der Securities soll Montag geraeumt werden! Bitte kommt alle die ihr Weihnachten bei euren Familien verbringt am Montag wieder und haltet mit uns die Stellung! Gemeinsam schaffen wir das!
Wir bitten auch alle die sich an nicht mehr besetzten Unis in Bayern engagiert haben, doch nach Muenchen zu kommen und uns zu unterstuetzen!
Vergesst nicht die Symbolkraft der LMU und des Lichthofs! Kann jemand weisse Rosen auftreiben?
Brief der KSFH Besetzer_Innen
München, den 23.12.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kommilitonen und Kommilitoninnen,
Liebe Dozenten und Dozentinnen,
Liebe Hochschulleitung,
heute verließen wir den Hörsaal J116 aus eigener Entscheidung. Wir kamen mit der Absicht, politischen Druck auszuüben, ein Positionspapier zu erstellen und Forderungen zu formulieren. Unsere Stimmen wurden wahrgenommen, wir konnten unseren Forderungen Ausdruck verleihen und halten diese in unserem Positionspapier fest.
Die weltweite Protestbewegung hält weiter an. Auch wir behalten uns selbstverständlich vor, den Protest in jedweder Form weiterzuführen und den Druck zu verstärken, falls sich kein deutlicher Wandel in der Gesellschaft erkennen lässt.
Da Bildung jeden Menschen betrifft, soll dieses Positionspapier als Denkanstoß verstanden werden und neue Diskussionen entfachen. Es soll den Menschen aufzeigen welche entscheidenden Rolle der sozialarbeiterische Auftrag in Bezug auf Bildung hat und sie zu einem hinterfragenden Handeln verleiten.
Unser Positionspapier und die darin enthaltenen Forderungen richten sich auch an die Bayerische Staatsregierung und die Deutsche Bundesregierung. Angesprochen sind der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die jeweiligen FachministerInnen. Vor allem jedoch an die Menschen überall in der Welt.
Den Hochschulbesetzerinnen und Hochschulbesetzern überall in der Welt gilt unsere uneingeschränkte Solidarität sowie all jenen Menschen, die sich in sozialen und ökonomischen Kämpfen befinden
Unzufriedene Studenten und Studentinnen der KSFH
Solidarität mit Wien
Heute morgen wurde das Wiener Audimax geraeumt. Soweit uns bekannt ist, ist alles ruhig und geordnet verlaufen. Dennoch moechten wir unsere Solidaritaet mit den Wienern zum Ausdruck bringen und planen fuer heute Nachmittag eine bzw. mehrere Aktionen! Kommt dafuer ab 14:00 ins Audimax und macht mit!
Eine Idee waere aehnlich wie die Wiener spontan vor dem oesterreichischen Konsulat eine Demo abzuhalten. Das oesterreichische Konsulat in Muenchen befindet sich in der Ismanninger Strasse 136.
Kommt vorbei, gerne auch spaeter, und plant mit uns das weitere Vorgehen!
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Soliaktionen:
- Spontanblockade: http://vimeo.com/8316065
- Wiener Walzer vorm Generalkonsulat: http://www.youtube.com/watch?v=aPk0MVTNhog
- http://www.youtube.com/watch?v=ZnjhZzt46kE
- http://www.youtube.com/watch?v=Uf8GRCHGviI
- http://www.youtube.com/watch?v=A36t3Pafh1E&feature=related
Internationaler Solidarpakt der Besetzenden
Internationaler Solidaritätspakt der Besetzenden
Offener Brief an die politischen Verantwortlichen in Landesregierungen und Hochschulleitungen
Die Besetzenden der Hochschulen geben hiermit den Solidaritätspakt der Besetzenden bekannt. Dieser Pakt stellt ein offenes solidarisches Bündnis dar, welches aktiv wird, wenn eine der beteiligten Hochschulen polizeilich geräumt wird.
In diesem Fall werden in allen Städten beteiligter Hochschulen koordinierte Aktionen stattfinden, um gegen diese Räumung zu protestieren.
Dieses Bündnis soll den Verantwortlichen verdeutlichen, dass sie es nicht mit getrennten Besetzungen von wenigen, vereinzelten Gruppen zu tun haben. Vielmehr ist hier eine gut vernetzte, koordiniert operierende Gemeinschaft entstanden, welche sich weder mit einseitigen Kompromissen zufrieden geben wird, noch von polizeilichen Maßnahmen einschüchtern lässt.
Die Besetzenden und Aktiven der Hochschulen in:
Bamberg, Bayreuth, Berlin, Bonn, Coburg, Chemnitz, Erlangen, Freiberg, Hamburg, Passau, Karlsruhe, Landau, München, Nürnberg, Oldenburg, Osnabrück, Regensburg, Rostock, Trier, Tübingen, Weihenstephan, Weimar, Wien, Würzburg.
Von mehreren teilnehmenden Hochschulen eingeladene Partner:
Potsdam, Bremen, Halle, Köln (Bestätigung durch Plena/ Organisationen wird abgewartet)
Anmerkung: Die Leistungsfähigkeit des gesamtbayrischen Bundes, der hiermit erweitert wird, wurde bei der Verhinderung der angedrohten Räumung der LMU München bereits unter Beweis gestellt.
Pressestimmen zu diesem Ereignis:
„Besetzte LMU – Polizei rät von Räumung ab“, Süddeutsche Zeitung, 09.12.2009
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/678/496988/text/
„Bildung in Bayern – Der Protest wird weitergehen“, Süddeutsche Zeitung, 18.12.2009
http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/666/497966/text/
Stille Demo, 18.12.2009
Bildung bildet Gemeinschaft …für Familien, für Studierende, für Schüler_Innen… für alle!
Besetzung an der KSFH München
Uns ist zu Ohren gekommen, dass am 15. Dezember um 11:45 ein spontanes “Treffen” vor der Katholischen Stifungshochschule (KSFH) geplant ist. Ihr findet sie in der Preysingstrasse 83, zwischen Max-Weber-Platz und Ostbahnhof.
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Nach einem Plenum an der KSFH beschlossen die Studierenden der Hochschule, einen Hörsaal bis zum 23.12.2009 zu besetzen und an einem Positionspapier zu arbeiten, das hier einsehbar ist: http://ul.to/t37rf2
Website der Besetzung der KSFH: http://www.ksfhbrennt.de.vu/
Solidarpakt der Besetzenden
Regensburg, 05.12.2009
Reaktion der Hochschulleitung auf unseren offenen Brief
Prof. Huber hat heute um 12 Uhr zu einer Pressekonferenz geladen und uns darüber nicht informiert. Durch wohlgesonnene Medienvertreter haben wir erfahren, dass er unseren offenen Brief als inakzeptabel bezeichnet hat und dass nur die Hochschulleitung Angebote mache und Forderungen stelle. Hubers Primärziel sei die Räumung des Audimax “mit allen Mitteln”, jedoch zunächst nicht nach dem “Frankfurter Modell” (brutal mit Polizei, siehe Medienberichte), sondern durch Dialog.
Eine Räumung sowie ein weiteres Ultimatum sind nur Gerüchte. Wir wurden bisher nicht geräumt und Huber hatte schon am Mittwoch klar gesagt, dass er das Audimax keinesfalls durch die Polizei räumen lassen wolle. Wir hoffen, auch für das Ansehen der Hochschulleitung, dass er sein Wort hält.
Ergänzung (16:02): Hier einer der ersten Berichte aus der SZ. Wir möchten in diesem Zusammenhang nochmal eindringlichst darauf hinweisen, dass die Beschädigungen nicht von den BesetzerInnen ausgehen sondern von Personen von ausserhalb die unsere Aktion sabotieren wollen!
In diesem Zusammanhang gab es gestern Nacht einen Vorfall mit offensichtlichen Neonazis die Transparente anzünden wollten. Sie wurden durch den Haussicherheitsdienst unter Protest und Forderungen nach einem “Nationalstaat” entfernt und der Polizei übergeben. Es wurde u.a. Anzeige wegen versuchter Brandstiftung gestellt.
Ergänzung (16:15): Prof. Bry kommentiert das Angebot und das Ultimatum der Hochschulleitung sehr treffend in seinem Blog-Post:
Die Ankündigung des LMU-Präsidenten, die Verbesserungsvorschläge der Universitätsleitung gelten nur, wenn das Audimax heute verlassen wird, war zudem eine Ermunterung, sein Schreiben nicht ganz ernst zu nehmen.
Ergänzung (16:50): Laut dem BR-online fordert uns Prof. Huber auf am Montag das Audimax zu räumen, wohl ohne weitere Verhandlungen. Wir wurden darüber von offizieller Seite nicht in Kenntnis gesetzt. Deswegen bleibt das Audimax auch besetzt!
Offener Brief an die Hochschulleitung
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Huber,
sehr geehrte Hochschulleitung der LMU,
das Plenum im besetzten Auditorium Maximum hat sich an nunmehr zwei Abenden ausführlich mit Ihrem Angebot auseinandergesetzt. Wir begrüßen Ihren Entschluss, mit uns in persönlichen Dialog zu treten, wie Sie es bei Ihrem gemeinsamen Besuch im Plenum am Mittwoch verdeutlicht haben.
Das Plenum begreift dies als einen wichtigen Schritt, den landes- und bundesweiten Protest geschlossen als Lernende und Lehrende voranzutreiben. Entscheidungsfindungen an einen engen zeitlichen Rahmen zu binden, ist für den politischen Handlungsspielraum beider Seiten kontraproduktiv, da basisdemokratische Abstimmungsprozesse und inhaltlich-kompetente Ausarbeitung Zeit erfordern. Wir sehen dringend Erklärungs-, Diskussions- und Verhandlungsbedarf, was Präzisierung und Fristsetzung des Inhalts einiger Angebotspunkte betrifft. In der kommenden Woche würden wir gerne mit Ihnen diesbezüglich einen inhaltlichen Abgleich beider Seiten erzielen.
Wir stimmen alle überein, wie auch von Ihnen in den Punkten 2, 4 und 5 berücksichtigt, dass sich der Protest auf einer höheren Ebene als allein hochschulinternen Veränderungen an der LMU bewegt. Aufgrund des Symbolcharakters für den landesweiten Protest kann die Besetzung nicht endgültig aufgegeben werden und wird geschlossen mit den anderen deutschen Besetzungen andauern, bis eindeutige Zugeständnisse von Seiten der Politik erfolgen. Natürlich freuen wir uns über die Bereitschaft der Hochschulleitung, über Lösungsvorschläge zu sprechen. Das Entgegenkommen einzelner Hochschulen gegenüber ausschließlich ihr zugehörigen Studierenden kann allerdings nicht Grund der Aufhebung der jeweiligen Besetzung sein, da es sich bei diesen um einen integralen Bestandteil des bundesweiten Protests aller Beteiligten am Bildungssystem handelt.
Das Plenum versteht jedoch, dass der Besetzungszustand erhöhten Verwaltungsaufwand mit sich bringt und vor allem das Studium von MitstudentInnen belastet. Zur Entspannung der Studiensituation für und aus Solidarität mit unseren MitstudentInnen sowie zur Erleichterung des Hochschulbetriebs ist das Plenum deshalb bereit, die sieben wichtigsten Vorlesungen, für die es bisher keine adäquaten Ausweichmöglichkeiten gibt, im Audimax zuzulassen. Wir alle sind daran interessiert, möglichst schnell Lösungen und Veränderungen zu bewirken.
Das Entgegenkommen der Hochschulleitung gegenüber den BesetzerInnen des Audimax der LMU sehen wir als wertvollen Schritt des Dialogs, den wir nun in Anlehnung an Angebotspunkt 6 auf eine intensivere Ebene bringen möchten.
Wir schlagen deshalb vor, gemeinsame Forderungen der BesetzerInnen und der Hochschulleitung der LMU, sowie aller anderen bayerischen Plena und Hochschulleitungen, an die Öffentlichkeit und die Staatsregierung unumgänglich wahrnehmbar zu kommunizieren. Dadurch können wir einen weiteren Schritt aufeinander zu und miteinander als Lernende und Lehrende nach vorne gehen.
Mit freundlichen Grüßen,
die BesetzerInnen des Audimax der Ludwig-Maximilians-Universität München
i. A. AG Strategie
Befristung des Angebots der Hochschulleitung
An die Vertreterinnen und Vertreter der Studierenden der LMU, 3. Dezember 2009
Proteste der Studierenden – Befristung des Angebots der Hochschulleitung
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Hochschulleitung der LMU hat den Studierenden gestern ein Angebot unterbreitet, das die berechtigten Anliegen der protestierenden Studentinnen und Studenten aufnimmt. Im Gegenzug erwartet die Hochschulleitung ein sofortiges und dauerhaftes Ende der Besetzung.
Unser Angebot ist sehr weitreichend und daher aus Sicht der Hochschulleitung nicht weiter verhandelbar.
Um zu einer zügigen und klaren Lösung zu gelangen, die allen Mitgliedern der Universität dient, befristet die Hochschulleitung der LMU dieses Angebot auf Freitag, 4. Dezember 2009, 12.00 Uhr.
Bis zu diesem Zeitpunkt muss eine verbindliche Aussage über die Annahme des Angebots erfolgen. Zugleich bedeutet eine Annahme des Angebots, dass die Studierenden die Besetzung unverzüglich und auf Dauer beenden.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Bernd Huber


