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	<title>#unsereuni &#187; Mainz</title>
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		<title>Uni Mainz von Studierenden besetzt</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 07:55:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Uni Mainz von Studierenden besetzt Am Abend des 10.11. haben Studierende der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz das Atrium Maximum am Forum besetzt. Die Besetzer/innen wollen damit den Forderungen des Bildungsstreiks Nachdruck verleihen und einen freien und öffentlichen Raum schaffen zur inhaltlichen Diskussion über die aktuellen Veränderungen im Bildungssystem und zur Ausarbeitung von Gegenentwürfen für eine frei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;"><span style="font-size: medium;"><strong>Uni Mainz von Studierenden besetzt</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;"><span style="font-size: medium;"><strong><br />
</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;">
<p>Am Abend des 10.11. haben Studierende der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz das Atrium Maximum am Forum besetzt. Die Besetzer/innen wollen damit den Forderungen des Bildungsstreiks Nachdruck verleihen und einen freien und öffentlichen Raum schaffen zur inhaltlichen Diskussion über die aktuellen Veränderungen im Bildungssystem und zur Ausarbeitung von Gegenentwürfen für eine frei zugängliche, kritische, allgemeine, soziale Bildung und Gesellschaft.</p>
<h3>Unsere Kritikpunkte sind:</h3>
<p><strong>Die Entdemokratisierung und Ökonomisierung der Hochschulen</strong><br />
Die geplanten Änderungen im Hochschulgesetz von RLP sehen weniger Mitbestimmungsrecht der (studentischen) Gremien und mehr Macht für die Präsidien vor. Dies bedeutet noch weniger Mitspracherecht für Studierende. Mit der Entmachtung der Gremien geht eine Ermächtigung des Hochschulrats einher. In diesem ist nach wie vor keine Vertretung der Studierenden verbindlich vorgesehen! Zudem setzt sich der Hochschulrat zu einem größeren Teil aus Vertreter/innen der Wirtschaft zusammen. Dies bedeutet zugleich mehr Einfluss aus der Wirtschaft auf die Universitäten.</p>
<p><strong>Chronische Unterfinanzierung der Hochschulen</strong><br />
Der prozentuale Anteil für Bildungsausgaben sinkt jährlich. (Wäre der prozentuale Anteil der Bildungsausgaben am BIP 2008 so hoch gewesen wie 2005, hätten 13 Mrd. Euro mehr für die Bildung zur Verfügung gestanden.)<br />
Durch die derzeitige Exzellenzinitiative konkurrieren die Hochschulen gegenseitig um Fördergelder. Dies führt letztendlich zur Herausbildung von wenigen Elite-Unis, auf welchen die zukünftigen Führungskräfte ausgebildet werden. Dies verstärkt die sozial Ungleichheit.</p>
<p><strong>Schlechte Betreuungsverhältnisse</strong><br />
Seit den 70er Jahren haben sich die Betreuungsverhältnisse an den Hochschulen kontinuierlich verschlechtert. Die Anzahl der Studierenden pro Professor/in hat sich bis heute nahezu verdoppelt. Dies führt für viele Studierende entweder dazu, dass sie an einem völlig überfüllten Kurs teilnehmen müssen oder von Seminaren ausgeschlossen werden. Betroffen davon sind nicht nur Studierende, die ihr Studium möglichst zügig hinter sich bringen wollen, sondern auch BAföG-Empfänger/innen: Können sie nicht rechtzeitig ihre Scheine nachweisen droht ihnen die Kürzung ihrer finanziellen Mittel.</p>
<p><strong>Überfrachtung der neuen Bachelor-Studiengänge / beschränkter Zugang zum Master</strong><br />
Die neuen Studiengänge sind teils nach wie vor überfrachtet. Für Studierende, die darauf angewiesen sind, neben dem Studium Geld zu verdienen, bedeutet das Dauerstress. Dies wirkt sich nicht zuletzt auf ihr Studium aus. Der Zugang zum Master ist größtenteils immer noch beschränkt.</p>
<p><strong>Mangel an kostengünstigem Wohnraum</strong><br />
Das Studierendenwerk in Mainz plant für die nächsten Jahre die Schließung der letzten „günstigen“ Wohnheime. An ihre Stelle treten zwar Neubauten mit größeren Zimmern, jedoch liegen die Mietpreise etwa so hoch wie für eine Wohnung in der Stadt. Dies beutet, dass finanziell schlechter gestellten Menschen die Chance auf ein Studium verwehrt bleibt.</p>
<h3><strong>Internationale Besetzungswelle</strong></h3>
<p>Zur Zeit sind international etwa 20 Universitäten besetzt. Die sich ausbreitende Besetzungswelle von Hochschuleinrichtungen und Ministerien geht auf gravierende Probleme im Bildungsbereich zurück, welche sich international ähneln. Die Mainzer Studierenden erklären sich solidarisch mit den Besetzungen an den anderen Universitäten im Inland und der ganzen Welt.</p>
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