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Pressemitteilung zur Demonstration Magdeburg vom 10.12.09
Am Donnerstag den 10.12.2009 ha ben 1800 Studierende aller Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg ihren Unmut über die derzeit in unserem Bundesland herrschende Bildungspolitik zum Ausdruck gebracht. Hierzu hatte ein breites Bündnis von Studierenden mit Unterstützung der Gewerkschaften aufgerufen. Im Vorfeld kam es zu weit gestreuten Protestaktionen, wie unter anderem der Besetzung des Hörsaal XXII des Auditorium Maximums der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Anlass der Demonstration war die Landtagsdebatte über den Doppelhaushalt für das Jahr 2010/11. Der aktuelle Finanzzustand der Universitäten ist unhaltbar, trotz dessen sieht der Doppelhaushalt weitere Kürzungen vor. Die bisherigen Proteste haben zu einem überarbeiteten Haushaltsplan geführt, in dem aber weiterhin 7 Millionen Euro fehlen. An dringend benötigte Verbesserungen ist nicht zu denken.
Um den Forderungen nach mehr Geld noch einmal Nachdruck zu verleihen sind die Studierenden der Otto-von-Guericke-Universität, der Martin-Luther-Universität und weiteren Hochschulen zum Landtag des Landes Sachsen-Anhalt gezogen. Vor dem Landtag kam es zu einer Kundgebung bei der VertreterInnen verschiedener Landtagsfraktionen sowie universitärer Gruppen sprachen. Hierbei zeigten die PolitikerInnen von SPD, Die Linke und Bündnis90/Die Grünen Verständnis für die Forderungen der Studierenden. Sie schlossen sich den Forderungen größtenteils an und unterstützen das Motto der Demonstration 100+X . Das meint den Erhalt der jetzigen Finanzierung plus den Betrag X für eine Verbesserung der Lehre und Forschung.
Die RednerInnen der CDU, welche die Forderungen der Studierenden nicht unterstützten, luden die Studierendenräte zu einem Gespräch an einen Runden Tisch ein. Dieses offene Gespräch findet am Dienstag, den 15.12.09, im Audimax der Otto-von-Guerike-Universität statt. Dieser Runde Tisch ist ein vorläufiger Erfolg unserer Proteste. Wir nehmen die Politiker beim Wort und erwarten eine schnelle Umsetzung der gegebenen Versprechen, denn es geht um unsere Bildung. Unsere Uni brennt weiter!


