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Köln: erneut besetzt!

ERNEUTE BESETZUNG EINES HÖRSAALS DER UNIVERSITÄT ZU KÖLN

Am Dienstag, den 24. November 2009 um 16.30Uhr haben sich etwa 1000 Studierende,
SchülerInnen und Auszubildende in einer Vollversammlung in der Aula der
Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln zusammengefunden.
Es wurde mehrheitlich beschlossen, selbige auf unbestimmte Zeit zu besetzen.
Hier möchten wir unsere Positionen diskutieren, unsere Forderungen an die
Universitätsleitung und an die politisch Verantwortlichen ausarbeiten und Alternativen für
ein gerechteres Bildungssystem entwickeln.

Ursprünglich sollte die Vollversammlung in der Aula 1 im Hauptgebäude der Universität
stattfinden, in dem Raum also, den die Bildungsstreikenden von Dienstag letzter Woche an
besetzt hatten und am Freitag Morgen hatten räumen müssen.
Zu unserem Ärgernis verwehrte uns die Universitätsleitung heute Nachmittag allerdings den
Zugang zum nachweislich verfügbaren Raum.
Wir sind überzeugt davon, dass das Rektorat sich nicht anders zu helfen weiß, als die
Studierenden, Auszubildenden und die SchülerInnen im Kern daran hindern zu wollen, sich
zu versammeln und ihren Anliegen Ausdruck zu verleihen, bzw. einen Freiraum für
konstruktiven Diskurs zu schaffen.
Dieser Freiraum ist für uns jedoch Grundvoraussetzung dafür, um gemeinsam gegen die
Missstände im Bildungssystem vorgehen zu können.

Neben der bereits besetzten Fachhochschule und nun auch wieder der Universität Köln sind
derzeit allein in Deutschland 68 Bildungseinrichtungen besetzt.
Angesichts dieser Situation wünschen wir uns von der Hochschulleitung der Universität sowie
der Fachhochschule Köln, dass unsere Bewegung ernst genommen wird.
Wir fordern den Rektor auf, Stellung zu unseren Forderungen zu beziehen und sich
persönlich dem Plenum und den Studierenden zu stellen.
Bisher verwehrt sich das Rektorat jedoch sowohl schriftlich als auch persönlich der
Stellungsnahme zu den von uns vorgetragenen Forderungen.

Wir laden Sie, die Vertreter der Presse ,herzlich dazu ein, unsere Anliegen zu hören und in
die Öffentlichkeit zu tragen.

Außerdem laden wir alle Auszubildenden, SchülerInnen, Studierenden und Befürworter
unserer Bewegung dazu ein, sich mit uns über unsere Ziele zu unterhalten und sich uns
anzuschließen.

Der Bildungsstreik Köln

http://bildungsstreik-koeln.de/

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NRW weite Antirepressions Demo

Zur Zeit wird eine NRW weite Bildungsstreik Demo gegen Repression organisiert.

Besprecht in eurem Streik-Plenum ob ihr den Aufruf unterstützen wollt und setzt euch hier auf die UnterstützerInnen Liste. Gruppennamen sind besser als Einzelpersonen. Verbreitet den Aufruf weiter und organisiert eine gemeinsame Anfahrt.

Treffpunkt: Mi. 25.11  – 14h Campus Duisburg vor dem Audimax

Unser Innovationsminister Pinkwart wird zur selben Zeit am Campus sein

ab 16h beginnt die Demo

Info und Koordination läuft über die AG Bildungsstreik Duisburg/Essen.

Vorraussichtlich zum Dienstagabend werden wir ein letztes Vorbereitungstreffen abhalten zu dem wir auch noch einmal einladen werden.

Aufruf:

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Aufruf zur NRW weiten Bildungsstreik Demonstration gegen Repression, am Mi. 25.11 in Duisburg.  Treffpunkt: 14h Campus Uni-Duisburg

Von allen Seiten erhält der Bildungsstreik Zuspruch. Kaum ein Politiker traut sich noch die Probleme im Bildungssystem zu bestreiten. Doch weisen alle die Verantwortung von sich und leisten lediglich Lippenbekenntnisse. Hinter dieser freundlichen Maske für die Öffentlichkeit wird allerdings mit gröbster Gewalt versucht den Protest nieder zuschlagen. An vielen Orten die gleichen Bilder:
In Essen wurden aus einer friedlichen Spontandemonstration zum Bildungsstreik heraus Leute von Polizisten verprügelt und festgenommen. Es gab einen Kessel mit über 150 Menschen zum Teil unter 14 Jahre alt, die Gewaltausbrüche der Polizisten vor Ort waren für viele traumatisch.
In Düsseldorf ruft der Schulleiter der Hulda-Pankok Gesamtschule, Heinz Gniostko, eine Einsatzhundertschaft, um seine SchülerInnen mit Gewalt aus der Schule entfernen zulassen. Diese hatten symbolisch ihre Aula besetzt und wollten dort Diskussionsveranstaltungen organisieren.
Die Liste der gewalttätigen Übergriffe ließe sich lange fortsetzen. An vielen besetzten Unis setzt die Hochschulleitung auf Polizeigewalt und Strafanzeigen, statt auf Argumente.

Zum einen kann dies als ein völliges Versagen von (Hoch-)Schulleitungen und der Polizei verstanden werden. Allerdings wiederholen sich die Fälle zu oft. Das Vorgehen hat Methode. Es ist Aufgabe der Verantwortlichen in Bildungsinstitutionen und Polizei den Status Quo zu schützen. Öffentlich spricht man sein Verständnis aus, hinter den Kulissen aber versucht man die Protestierenden zu spalten und zu Kriminellen zu erklären. Jene, die sich nicht einschüchtern lassen werden mit Polizeieinheiten konfrontiert, die dazu ausgebildet wurden, Aufstände nieder zuschlagen. Die traumatischen Gewalterfahrungen sollen jungen Menschen, die es mit der Meinungsfreiheit zu Ernst nahmen, den Mut nehmen.
Hier offenbart sich, dass unsere Demokratie dort endet, wo der Protest einen Punkt erreicht, an dem er in der Lage ist die bestehende Situation tatsächlich nachhaltig zu verändern. Diese Erfahrung ist erschreckend und wir können diesen Zustand nicht länger hinnehmen!
Der Bildungsstreik Forderungskatalog zielt im Kern darauf ab die Selbstbestimmungs- und Demokratiefähigkeit jedes Menschen zu entwickeln. Diese müssen nun auch gegen Kriminalisierung und Polizeigewalt geschützt werden.

Daher demonstrieren wir:

-für eine Aufklärung des von der Presse so genannten “Essener Kinderkessel”
-für eine strafrechtliche Amnestie aller im  Zuge des friedlichen Bildungsstreiks angeklagten in NRW und bundesweit, sowie unserer Komilitoninnen und Komilitonen international
-wir fordern ein Kennzeichnungsnummer für Polizisten, gut sichtbar auf ihrer Dienstuniform, damit Polizisten, die im Dienst gewalttätige Übergriffe begehen, im Nachhinein auch belangt werden können.

-von der Politik und Hochschulleitungen fordern wir weiterhin ein Eingehen auf unsere Hauptforderung: Eine freies ausfinanziertes Bildungssystem für Alle!
Bildung ist ein Menschenrecht – Wir geben uns nicht mit kleinen Retouchierungen zufrieden!

Daher kommt alle zur NRW landesweiten Bildungsstreik Demonstration gegen Repression nach Duisburg!

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UnterstützerInnen des Aufrufs:

Audimaxbestzer_innen Bochum / AG Bildungsstreik Bochum

AG Bildungsstreik Duisburg/Essen

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Köln: Sieht Demokratie so aus? – Rektorat greift zur Staatsgewalt

Pressemitteilung der streikenden in Köln

Sieht Demokratie so aus? – Rektorat greift zur Staatsgewalt

Entgegen aller vom Rektorat herausgegebenen Informationen zeigt sich das Rektorat der Uni Köln nicht gesprächsbereit. In den frühen Morgenstunden des 20. November wird der von uns – Studierenden, SchülerInnen und Auszubildenden – in Anspruch genommene Hörsaal Aula 1 von der Polizei geräumt.
Das Rektorat hatte vorher verkünden lassen, dass wir Forderungen speziell zur Situation an der Uni Köln aufstellen sollen, dann aber weder auf vorläufige Forderungen reagiert, noch uns die Möglichkeit gelassen, diese genauer auszuarbeiten. Das Rektorat sollte wissen, dass Demokratie, wenn sie ernst genommen wird, Zeit erfordert, und hätte uns diese geben müssen.
Auch können wir, in Anbetracht der Tatsache, dass die Räumung nur kurze Zeit nach der Übergabe der vorläufigen Forderungen stattgefunden hat, davon ausgehen, dass niemand sich ernsthaft mit unseren Forderungen auseinandergesetzt hat. Der Rektor verweilt momentan in China. Anstatt vor Ort Probleme aus der Welt zu schaffen, wie es seine Kernaufgabe ist, tut er andere Dinge. Dies zeigt deutlich, was für eine Ausrichtung die Universität für ihn haben soll.
Wir bedauern die Tatsache, dass das Rektorat der Uni Köln noch nicht bereit ist für Demokratie, sondern in autoritären Strukturen stecken geblieben ist. Dies verdeutlicht für uns, wie wichtig unser Kampf ist und bestärkt uns darin, weiter zu machen.

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Pressemitteilung aus Aula 1 / Uni Köln

Wir lassen uns nicht einlullen

Das Rektorat der Uni Köln hat sich in den Auseinandersetzungen der letzten Jahre als rechte Hand der neoliberalen Landesregierung begriffen und zum Beispiel Studiengebühren und Demokratieabbau vorangetrieben. Heute Morgen um 8 Uhr bestätigte sich wieder einmal dieses Bild. Unsere Forderungen wurden ignoriert, eine konstruktive Diskussion auf Augenhöhe war leider unmöglich, da  Prorektor Krieg den Raum sofort wieder verließ. Stattdessen wird uns mit einer Räumung durch die Polizei noch an diesem Tage gedroht. Daher besetzen wir – Studierende, SchülerInnen und Auszubildende – weiterhin die Aula 1 und lassen uns nicht in einen kleinen Hörsaal im Keller abschieben. Wir stehen mit unseren Forderungen nicht allein: bundesweit sind zurzeit in über 50 Städten Bildungseinrichtungen besetzt, mittlerweile auch an der FH Köln.  Auch Dozierende solidarisieren sich mit uns und verlegen ihre Veranstaltungen in die besetzte Aula.

Wir ermutigen alle, sich am Kampf für ein gerechtes Bildungssystem zu beteiligen. Bildung ist ein Menschenrecht – auch in der BRD!

Damit Sie sich ein realistisches Bild von unserer Besetzung und unserem Engagement machen können, laden wir Sie herzlich in die Aula 1 ein. Um 16 Uhr findet ein offenes Plenum statt.

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Köln: Aula 1 des Hauptgebäudes besetzt

Die Universität zu Köln wurde besetzt. Studierende, SchülerInnen und Auszubildende beschlossen nach der Bildungsstreik-Demonstration am 17. November auf einer Vollversammlung, die Aula 1 des Hauptgebäudes zu okkupieren. Zunächst verfolgten ca. 500 Menschen die Vollversammlung. Als ein Votum zur Besetzung der Universität stattfand, stimmten die Anwesenden unter tosendem Applaus dafür.

Mit der Besetzung wollen die TeilnehmerInnen ihren Forderungen nach einem gerechten Bildungssystem zusätzlichen Nachdruck verleihen. Die besetzte Aula soll als Freiraum zur Diskussion und zur Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen für das Bildungssystem dienen.

Unterstützt wurde der Protest von Bonner Studierenden, deren  besetzte Hochschule von der Polizei kurz zuvor geräumt worden war.

Um die Besetzung der Aula 1 gründlich zu organisieren, gründeten die Streikenden Arbeitsgruppen, wie z.B. „Essensversorgung“, „Programm und Maßnahmen“, und „Maßnahmen gegen eventuelle Repression“. Über das aktuelle Geschehen informieren die BesetzerInnen auch online mit einem Livestream, Twitter, StudiVZ und SchülerVZ, Facebook, sowie auf der Website des Bildungsstreikbündnisses Köln www.bildungsstreik-koeln.de.

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