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	<title>#unsereuni &#187; Halle</title>
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		<title>Forderungskatalog der Studierenden der  Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 19:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Halle]]></category>

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		<description><![CDATA[Präambel Wir, die streikenden Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, haben uns selbstorganisiert, da die Misere der Bildungspolitik nicht länger hinnehmbar ist. Der Bologna Prozess ist gescheitert, alle Bildungsinstitutionen sind chronisch unterfinanziert und die neue Qualität der Ökonomisierung verschärft nicht nur die Studienbedingungen, sondern greift massiv in die Lebenswirklichkeit ein! Wir, die streikenden Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Präambel</strong><br />
<em>Wir, die streikenden Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, haben uns selbstorganisiert, da die Misere der Bildungspolitik nicht länger hinnehmbar ist. Der Bologna Prozess ist gescheitert, alle Bildungsinstitutionen sind chronisch unterfinanziert und die neue Qualität der Ökonomisierung verschärft nicht nur die Studienbedingungen, sondern greift massiv in die Lebenswirklichkeit ein!<br />
Wir, die streikenden Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, haben die von uns geschaffenen Freiräume an der Universität genutzt, um Kritik zu formulieren und Forderungen zu entwickeln, um auf Mängelverwaltung, Missstände und Ungerechtigkeiten im Bildungssektor und unsere Gesellschaft hinzuweisen und diese schließlich zu beseitigen. Das wir dafür Konventionen und Normen ignorieren müssen ist eine direkte Folge der einengenden und ausschließenden Bedingungen unter denen wir leben und gegen welche wir angehen. Jetzt ist die Zeit schweren Schaden von unserer Gesellschaft und unseren Lebensbedingungen abzuwenden. Die hier veröffentlichten Forderungen sind das Ergebnis unserer gemeinsamen Anstrengungen frei von parteipolitischer Einflussnahme, taktischem Kalkül und korrumpierender Hierarchie. Mit diesen Forderungen wollen wir nicht unsere studentischen Privilegien verteidigen, sondern das Ende des Privilegs der Bildung für wenige wahr werden lassen.</em></p>
<p style="text-align: right"><strong>AN DIE BUNDESEBENE:</strong></p>
<p style="text-align: left"><strong>•Rahmenschaffende und finanzielle Verantwortungsübernahme</strong><br />
- Kompetenzverschiebung in der Hochschulbildung zugunsten des Bundes oder zumindest im Rahmen der konkurrierenden Gesetzgebung und so die Möglichkeit eines einheitlichen Standards überArt. 72 Abs. 2 des Grundgesetzes</p>
<p style="text-align: left">- Damit einhergehend eine finanzielle Zahlungen an die Länder</p>
<p style="text-align: left"><strong>•Grundlegende Reform des Bachelor-/Mastersystems</strong><br />
- Reformierungsforderungen: (siehe „Ba/Ma – das aller Letzte – Forderungen zur Reform der Studierdenen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg“)</p>
<p style="text-align: left"><strong>•Mitbestimmungsrecht</strong><br />
- Partizipation der Zusammenschlüsse der Studierenden der Bundesländer an jeglichen bildungspolitischen Entscheidungsprozessen<br />
- Teilverfasste Studierendenschaften bundesweit</p>
<p style="text-align: left"><strong><br />
•Verbesserung der Studiensituation</strong></p>
<p>- Möglichkeit für selbstbestimmte Schwerpunktsetzung im Studium<br />
- Für einen unkomplizierten Studierendenaustausch zwischen allen Universitäten<br />
- Abschaffung der Regelstudienzeit<br />
- Akkreditierung durch vom bundesbeschäftigte Akkrediteure<br />
- Abschaffung jeglicher Gebühren<br />
- Abschaffung der Modularisierung</p>
<p><strong>•Einführung eines Studienhonorars</strong></p>
<p><strong>•Abschaffung der Exzellenzinitiativen</strong></p>
<p><strong>•Integrative Hochschule (u.a. Barrierefreiheit)</strong></p>
<p><strong>•Inklusive Hochschule – Reform des Bildungssystems -&gt; Bildung für alle</strong></p>
<p><strong>•Abschaffung von NC und anderen Zulassungsbeschränkungen</strong></p>
<p><strong>•Keine Zwangsexmatrikulation</strong></p>
<p style="text-align: right">
<p style="text-align: right"><strong>AN DIE LANDESEBENE:</strong></p>
<p style="text-align: left"><strong><br />
•Demokratiestärkung an der Hochschule</strong><br />
- Erhalt des hochschulpolitischen Mandats der StuRä<br />
- Viertelparität im Senat<br />
- Mitbestimmung im Rektorat (studentischeR ProrektorIn)<br />
- Etablierung von Runden Tischen an allen Hochschulen<br />
- Keine Entmachtung des Senats durch Präsidentialuniversität</p>
<p><strong>•Ein aufgabenausfinanziertes Hochschulbudget</strong><br />
- Anpassung der Hochschulfinanzierung an gestiegenen Betreuungsaufwand durch Ba/Ma-Einführung<br />
- Bemessung an realen Studierendenzahlen (51000 in LSA)<br />
- Focus bei der Bemessung des Haushalts auf die Aufgaben der Hochschulen, nicht auf die Ausgaben</p>
<p><strong>•Keine Einführung eines Ordnungsparagraphen – keine Kriminalisierung von Studierenden</strong><br />
<strong><br />
•Kein hochschulinterner NC über neues Hochschulgesetz•Keine Privatisierung der Unikliniken</p>
<p></strong></p>
<p><strong>•Bessere Lehre</strong> – keine Trennung von Forschung- und Lehre durch UniversitätsdozentInnen</p>
<p style="text-align: left">
<p style="text-align: right"><strong>AN DIE HOCHSCHULEBENE:</strong></p>
<p style="text-align: left"><strong><br />
•Verbesserung der Studiensituation</strong><br />
- Möglichkeit für selbstbestimmte Schwerpunktsetzung im Studium<br />
- Abschaffung der Pflichtmodulle -&gt; Ausweitung des Modulangebotes<br />
- Für mehr Ausweichmöglichkeiten in den Modulen, um Überschneidungen zu vermeiden<br />
- Schaffung einer Qualitätsprüfung in allen Studiengängen – hinsichtlich der Studierbarkeit<br />
&#8211;&gt; Aus den Ergebnissen müssen gemeinsam mit den Betroffenen Verbesserungen geschaffen werden</p>
<p>- Entlassung der Studierenden durch weniger Prüfungen<br />
- Wiedereinführung von finanzierten, studentisch geleiteten Projekttutorien   lnahme an den<br />
-  die wöchentliche Abgabe von Exzerpten (o.ä.) darf keine Voraussetzung für die Teilnahme an den Klausuren sein<br />
- Kein uniinterner NC<br />
- Masterplätze für alle</p>
<p><strong>•Familienfreundliche Universität</strong><br />
- Abschaffung von Anwesenheitszwang<br />
- Schaffung einer Kinderbetreuung</p>
<p><strong>•Solidarität</strong><br />
- keine prekären Beschäftigungsverhältnisse an der Hochschule<br />
- aktiver Einsatz aller gegen Rassismus, Sexismus und jedwede andere Art von Diskriminierung</p>
<p>BesetzerInnen des Audimax der MLU Halle</p>
<p><strong>mehr infos: <a href="http://bildungspolitik.bplaced.net/" target="_blank">http://bildungspolitik.bplaced.net/</a></strong></p>
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		<title>Resolution der StudentInnen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg   Zweite Vollversammlung 03. Dezember 2009</title>
		<link>http://www.unsereunis.de/halle/resolution-der-studentinnen-der-martin-luther-universitat-halle-wittenberg/</link>
		<comments>http://www.unsereunis.de/halle/resolution-der-studentinnen-der-martin-luther-universitat-halle-wittenberg/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 16:51:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Halle]]></category>

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		<description><![CDATA[..in der Anlehnung an die Resolution der Frankfurter BesetzerInnen 1) Freie und unbedingte Bildung Wir protestieren gegen die gegenwärtige Bildungspolitik. Es geht uns nicht um minimale Nachbesserungen, die uns nur beruhigen sollen. Selbst eine Erweiterung des Bachelor auf vier Jahre oder die Abschaffung von Anwesenheitslisten, löst nicht unsere gegenwärtigen Probleme – all dies wäre nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>..in der Anlehnung an die Resolution der Frankfurter BesetzerInnen</p>
<p><strong></strong><br />
<strong>1) Freie und unbedingte Bildung</strong><br />
Wir protestieren gegen die gegenwärtige Bildungspolitik. Es geht uns nicht um minimale Nachbesserungen, die uns nur beruhigen sollen. Selbst eine Erweiterung des Bachelor auf vier Jahre oder die Abschaffung von Anwesenheitslisten, löst nicht unsere gegenwärtigen Probleme – all dies wäre nur ein Anfang.<br />
Es geht uns nicht um die Verteidigung von gewachsenen Privilegien, sondern wir wollen statt dessen Bildung für alle. Daher treten wir für eine Hochschule ohne Zäune, Gebühren, Rassismus, Sexismus und Leistungsdruck sowie für den freien Zugang zu Hochschulbildung für alle, unabhängig von der jeweiligen Biographie, ein.<br />
Eine Logik entlang einer so genannten Normbiographie lehnen wir ab.</p>
<p><strong>2) Emanzipation</strong><br />
Bildung heißt für uns nicht, als fremdbestimmtes Objekt, uns Zwecken jenseits unserer Einflusssphäre unterzuordnen. Wir sind Subjekte und nicht Objekte, daher kann Bildung nur eigenständige Reflexion und Kritik bedeuten. Es geht um Bildung nicht um Ausbildung. Scheinheilige Solidaritätsbekundungen und falsche Flickschustereien von Annette Schavan und Co richten sich nicht an uns und ignorieren unsere Forderungen. Sie haben ein verkürztes Verständnis von uns, als nicht richtig funktionierende Objekte der Reform, deshalb scheitern ihre Versuche uns Rückzustellen und vermeidlich Nachzuschustern auch. Ihre Gründe sind nicht unsere und helfen niemandem.</p>
<p><strong>3) Solidarität:</strong><br />
Bildungspolitik heißt für uns nicht Standortpolitik, es ist uns egal wie Deutschland in der internationalen Konkurrenz dasteht. Die miserable Bildungssituation ist ein internationaler Skandal, deshalb kann unser Protest nur international und solidarisch sei.<br />
Nicht egal ist uns jedoch unsere gemeinsame Zukunft. Wir sind nicht hier um unsere eigenen Karrierechancen zu verbessern. Wir wollen keinen Eliteprotest, wir sind solidarisch mit Studierenden an Fachhochschulen und mit den Auszubildenden statt mit ihnen zu konkurrieren!<br />
<strong>4) Selbstbestimmung und Teilhabe</strong><br />
An der Hochschule des 21. Jahrhunderts muss wieder Raum und Zeit für ein selbständiges studieren und für ein politisches wie kulturelles studentisches Engagement sein. Wir sind erwachsene Menschen. Diese Infantilisierung unserer ganzen Generation befördert autoritäre Handlungs- und Denkmuster in der Gesellschaft. Wir lehnen daher die gegenwärtige vormundschaftliche und normierende Praxis im Bildungswesen, die sich z.B. in den Anwesenheitslisten manifestiert, ab und fordern statt dessen Selbstbestimmung und die demokratische Teilhabe an Entscheidungen über unsere Zukunft.<br />
Wir werden uns daher beides nehmen müssen!</p>
<p>BesetzerInnen des Audimax der MLU Halle</p>
<p><strong>mehr infos:</strong> <strong><a href="http://bildungspolitik.bplaced.net/" target="_blank"> http://bildungspolitik.bplaced.net/</a></strong></p>
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		<title>Solidaritätserklärung der VV der MLU Halle-Wittenberg zur Räumung von Frankfurt am Main</title>
		<link>http://www.unsereunis.de/halle/solidaritatserklarung-der-vv-der-mlu-halle-wittenberg-zur-raumung-von-frankfurt-am-main/</link>
		<comments>http://www.unsereunis.de/halle/solidaritatserklarung-der-vv-der-mlu-halle-wittenberg-zur-raumung-von-frankfurt-am-main/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 16:38:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Halle]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vollversammlung der Studierenden der Martin-Luther-Universität hat folgenden Text bezüglich der gewaltsamen Räumung in Frankfurt am Main verabschiedet: Wir verurteilen aufs Entschiedenste diese antidemokratischen Übergriffe in Frankfurt/M. und sprechen uns in Solidarität mit unseren dortigen KommilitonInen für den sofortigen Rücktritt des Präsidenten aus. Räumungen sind Teil des Problems, nicht der Lösung! BesetzerInnen des Audimax der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vollversammlung der Studierenden der Martin-Luther-Universität hat folgenden Text bezüglich der gewaltsamen Räumung in Frankfurt am Main verabschiedet:</p>
<p><em>Wir verurteilen aufs Entschiedenste diese antidemokratischen Übergriffe in Frankfurt/M. und sprechen uns in Solidarität mit unseren dortigen KommilitonInen für den sofortigen Rücktritt des Präsidenten aus. Räumungen sind Teil des Problems, nicht der Lösung!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>BesetzerInnen des Audimax der MLU Halle</p>
<p><strong>mehr infos:</strong> <a href="http://bildungspolitik.bplaced.net/" target="_blank">http://bildungspolitik.bplaced.net/</a><em><br />
</em></p>
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		<title>Halle lebt weiter!</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 16:36:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Halle]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Hörsaal XXII im Audimax bleibt seit 17 Tagen besetzt. In dieser Zeit haben die BesetzerInnen für die HRK Demo in Leipzig am 24.11 fleißig mobilisiert, sich um die Aufklärung der Massen mittels Lesekreise und Vorträge gekümmert. Am Donnerstag dem 3 Dezember fand die zweite Vollversammlung statt, mit mehr als 400 Anwesenden. Durch eine Mehrheitsabstimmung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hörsaal XXII im Audimax bleibt seit 17 Tagen besetzt. In dieser Zeit haben die BesetzerInnen für die HRK Demo in Leipzig am 24.11 fleißig mobilisiert, sich um die Aufklärung der Massen mittels Lesekreise und Vorträge gekümmert.</p>
<p>Am Donnerstag dem 3 Dezember fand die zweite Vollversammlung statt, mit mehr als 400 Anwesenden.</p>
<p>Durch eine Mehrheitsabstimmung hat sich die Vollversammlung der Studierenden der MLU mit den gewaltsam geräumten BesetzerInnen der Universität Frankfurt M solidarisiert.</p>
<p>Darüber hinaus hat die Vollversammlung über den Forderungskatalog und eine Resolution abgestimmt.</p>
<p><strong>Termine:</strong></p>
<p>Am Montag dem 07 Dezember, <strong>9:00-11:00 </strong>Uhr findet in dem Besetzten Hörsaal  ein Gespräch mit dem Rektorat statt.</p>
<p>AM Donnerstag  den <strong>10.12</strong> &#8211; Demonstration in Magdeburg – Studierende des Landes Sachsen-Anhalts wollen ihren Protest vor dem Landtag zeigen. An diesem Tag findet die Landtagssitzung über den Haushalt des Landes und somit die Finanzielle Zukunft der Studierenden statt.</p>
<p>BesetzerInnen des Audimax der MLU Halle</p>
<p><strong>mehr infos:</strong> <strong><a href="http://bildungspolitik.bplaced.net/" target="_blank"> http://bildungspolitik.bplaced.net/</a></strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Audimax der MLU Halle besetzt!</title>
		<link>http://www.unsereunis.de/halle/audimax-der-mlu-halle-besetzt/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 22:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>c</dc:creator>
				<category><![CDATA[Halle]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir, Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, haben am Abend des 18. November 2009 das Audimax der MLU besetzt, um unseren Unmut über die Bildungsbedingungen Ausdruck zu verleihen und ein deutliches Zeichen zu setzen, dass wir unsere Hörsäle nicht kampflos der Ökonomisierung an deutschen Hochschulen überlassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Wir, Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, haben am Abend des 18. November 2009 das Audimax der MLU besetzt, um unseren Unmut über die Bildungsbedingungen Ausdruck zu verleihen und ein deutliches Zeichen zu setzen, dass wir unsere Hörsäle nicht kampflos der Ökonomisierung an deutschen Hochschulen überlassen werden. Die chronischen Unterfinanzierung der Hochschulen und die willkürlichen, andauernden Umstrukturierungen des Hochschulraumes unter dem Label „Bologna“ machen, uns Studierenden, ein lehrreiches und selbstbestimmtes Studium unmöglich.</p>
<p>Wir nehmen die Entmündigung nicht mehr hin, die mit der Immatrikulation einhergeht.</p>
<p>Wir wollen uns eigene Schwerpunkte setzen können, statt oberflächlichen Einheitsbrei präsentiert zu bekommen. Wir wollen uns unseren Studienplan thematisch nach unseren Interessen und Neigungen selbst zusammenstellen können und die Zeit haben uns intensiv mit den Thematiken auseinander zu setzen.</p>
<p>Zwölf bzw. dreizehn Jahre Disziplinierung im deutschen Schulsystem sind mehr als genug und müssen nicht an den Hochschulen fortgesetzt werden. Wissenschaftliche Bildung, egal in welchen Fachbereich, kann nicht nach dem fremdbestimmten schulischen System funktionieren und ebenso wenig nach betriebswirtschaftlichen Methoden. Eigenständiges kritisches Denken und Hinterfragen lässt sich nicht quantitativ bestimmen und auch nicht in €uro ausdrücken.</p>
<p>Bildung ist kein Produkt und wir sind keine Konsumenten. Genauso wenig wie unsere DozentInnen und ProfessorInnen VerkäuferInnen von Wissensständen sind. Bildung lässt sich nicht stumpfsinnig auswendig lernen, bei Bedarf abrufen und einsetzen. Bildung ist mehr, ein öffentliches, ein humanitäres Gut, welches jeden Menschen frei zu Verfügung stehen muss.</p>
<p>Wir verstehen und teilen den Unmut unserer KommilitonInnen an den anderen deutschen Universitäten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, England, Albanien und in allen anderen Ländern, in denen sich Protest regt. Wir schließen uns diesem Protest an. Wir sind kein Humankapital, welches mensch investieren kann und der Wirtschaft widerstandslos und gleichförmig zur Verfügung steht. Wir sind Menschen. Menschen, die für das Recht auf freie und unbedingte Bildung eintreten.</p>
<p><strong>Für eine unbedingte Universität an der nichts außer Frage steht! </strong></p>
<p>BesetzerInnen des Audimax der MLU Halle 18.11.2009</p>
<p><strong>mehr infos: <a href="http://bildungspolitik.bplaced.net/">http://bildungspolitik.bplaced.net/</a></strong></p>
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