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RÄUMUNGEN IN BERLIN VERHINDERN!
von Beuth-Hochschule Berlin:
liebe Kommiliton_innen, liebe Mitstreikende,
gerade kam von den Streikenden Studierenden der Freien Universität die Information, dass absehbar ist, dass das Präsidium morgen (heute) am 23.12. den Hörsaal HS1a räumen lassen will, um das ganze noch vor Weihnachten beendet zu haben.
Es ist auch davon die Rede, dass sich die Hochschueitungen abgesprochen haben und morgen mehrere besetze Hörsääle in Berlin auch mit Hifle von zivilen Polizisten etc. räumen lassen wollen.
Es wäre ärgerlich, wenn auch in den HS, wo noch was los ist und auch über Weihnachten noch was los sein könnte, auf Grund mangelnder Unterstützung die Besetzungen beendet werden würden.
Also, bitte, an alle, die noch in Berlin sind: Kommt morgen um 11:30Uhr zur FU in den HS 1a in der Silberlaube in der Hittorfstr.45!!
Dort ist die Gefahr einer Räumung am akutesten und vorallem wäre es dort besonders ärgerlich, da an der FU noch relativ viel los war.
Also, bitte, rafft euch nochmal auf. Die streikenden Studierdenden haben sich in den letzten Wochen für euch/uns alle wahnsinnig eingesetzt. Also kommen wir vor Weihnachten nochmal zusammen und verteidigen den geschaffenen Freiraum an der FU, damit dort weiter alternative Veranstaltungen und Diskussionen stattfinden können!
Auch die Uni Potsdam und die HU sind akut räumungsbedroht!
Haltet die Augen und Ohren offen!
–> MORGEN, 23.12.2009, 11:30, HS 1a in der Silberaube an der FU!!!! <–
–> MORGEN, 23.12.2009, 11:30, HS 1a in der Silberaube an der FU!!!! <–
–> MORGEN, 23.12.2009, 11:30, HS 1a in der Silberaube an der FU!!!! <–
Sabotage: sogenanntes “Internationales Vernetzungstreffen
Liebe Streikende,
In letzter Zeit hat Ferhat Ataman, der bereits aus mehreren Besetzungskollektiven aufgrund seines Verhaltens ausgeschlossen wurde, auch von dem bundesweiten Verletzungstreffen am letzten Wochenende in Potsdam, zahlreiche Pressemitteilungen in unserem Namen oder im Namen der “Bildungsstreik Berlin Presse AG” veröffentlicht, zum Beispiel unter: http://bildungsstreik.org/ferhatataman, die in keinster Weise von uns vertreten werden. Auf eine Anfrage unsererseits diese Tätigkeiten zu unterbinden, antwortete er destruktiv und kündete die weitere Verbreitung an.
Diese Schriften beinhalten Aussagen über unwahre Begebenheiten, Dinge, die mit niemanden abgesprochen sind sowie die Inszenierung eines ‘internationalen Bildungsstreik-Vernetzungstreffens’ oder Ablehnung sämtlicher Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem Treffen in Potsdam stehen, dem er auch verwiesen wurde.
Er wurde nun auch von der Humboldt-Universität ausgeschlossen!
Ferhat agiert mit folgenden Mailadressen: info (bei) united-sign.com, berlin (bei) united-sign.com
Da dies aus unserer Sicht charakterlich an Sabotage erinnert, bitte ich Euch, dies und ähnliche Einträge/Einsendungen von Ferhat Ataman zu ignorieren und zu löschen, die Auslöser für diesen Eintrag sind.
Vielen Dank und frohe Weihnachten,
Das Besetzungskollektiv/Presse-AG der Humboldt Universität zu Berlin
Unsere richtige Mailadresse: unsere.hu :_bei_: googlemail.com
Web: www.unserehu.de
FU-Besetzer_innen und Wiener Gäste verurteilen Räumung in Wien
Die Besetzer_innen des Hörsaals 1A der Freien Universität Berlin verurteilen die Räumung des Wiener AudiMax am gestrigen Montag , den 21.12. um 06:30. Obwohl eine politische Lösung in Reichweite war, schreckte das Rektorat vor dieser unnötigen Eskalation nicht zurück. Die Verhältnismäßigkeit dieses Vorgehens kurz vor den Feiertagen war zu keinem Zeitpunkt gewährleistet.
Die zur Zeit in Berlin anwesende Wiener Streikaktivistin Iris Krainer findet hierzu offene Worte: “Ich bin fassungslos, daß rund 100 Obdachlose nun ein paar Tage vor Weihnachten auf der Straße stehen. Ein derart drastischer Schritt wie die Räumung des AudiMax war völlig ungerechtfertigt. Für leiwand, gegen oasch.” Sie schließt sich damit dem Geschäftsführer des Wiener Neunerhauses, einer Anlaufstelle für Obdachlose, Markus Reiter, an, der hierzu fest stellte, daß diese Menschen mutwillig in die Kälte geschickt worden sind.
Trotz eisiger Kälte und vorweihnachtlichem Ferienbeginn fanden sich Montag Abend ca. 600 Studierende zu einer spontan organisierten Demonstration gegen die Räumung des Audimax der Uni Wien ein. FU-Besetzer Pierre erklärt abschließend: “Auch in Berlin hat es heute eine kurzfristig organisierte Spontandemo von 30 Personen gegeben, die mit einer Kundgebung am Potsdamer Platz endete. Wir erklären uns solidarisch mit dem weiterhin besetzten Hörsaal C1 der Uni Wien. Die Bildungsproteste gehen weiter!”
Am Montag war auch bei den Besetzer_innen im Hörsaal 1 A ein Mitglied des Präsidiums und legte auf verklausulierte Weise die Räumung nahel. Formuliert klang das so, dass bis Mittwoch Bedenkzeit für eine Hörsaalfreigabe angeboten würde. Von den Besetzer_innen aus Potsdam haben wir erfahren, dass ihnen ein Angebot in der gleichen Weise gemacht wurde. Es ist davon auszugehen, dass sich zumindest die Präsidien der Freien Universität Berlin und der Universität Potsdam in ihrem Vorgehen abgesprochen haben.
Auf die Ankündigung des Präsidiums haben die Besetzer_innen der FU einen Kompromissvorschlag unterbreitet, der beinhaltet, dass mehr Türen als bisher über die Feiertage geschlossen werden sollen. Bis jetzt war es so, dass die Türen zum Hörsaal unbeobachtet offen standen und somit auch Unbefugte die Uni betreten konnten. Unser Vorschlag besagt, dass diese Türen geschlossen werden und wir den Umweg über das ständig besetzte Pförtnerhäuschen nehmen. Sollte dieser für alle verträgliche Vorschlag nicht angenommen werden, kann von einer politischen Erwägung des Präsidiums ausgegegangen werden, welche die Absichten offenbar werden ließe.
Wir laden alle Unterstützer_innen der Besetzung des Hörsaals 1A zu einem Besuch ein, mit der die breite Solidarität demonstriert werden soll.
Kontakt:
Presse-Kontakt: 0157-825 577 843
Info-Kontakt: 0175-642 14 28
E-Mail: fuberlinbrennt@gmail.com
Lenzen verlässt die FU
++ Lenzen nimmt seine Wahl in Hamburg an ++ Die Kultusminister_innen mussten nachsitzen ++ Zweiter runder Tisch an der Freien Universität Berlin++
Der “Hochschulmanager des Jahres 2008″, Professor Dieter Lenzen, hat seine Berufung zum Präsidenten der Universität der Freien und Hansestadt Hamburg angenommen. Am Freitag morgen, den 11.12.09, haben die Lehrenden und Mitarbeiter_innen der Freien Universität Berlin eine Mail mit dieser Nachricht erhalten, die der AG Öffentlichkeitsarbeit vorliegt. Auch das Präsidium Hamburg hat in einer Veröffentlichung die Meldung bereits bestätigt.
Damit ist Lenzen einer Urabstimmung zu seiner Absetzung als Präsident der Freien Universität zuvor gekommen. Die Gelegenheit ist günstig, den Erweiterten Akademischen Senat, dem Wahlgremium für dieses Amt an der Universität, viertelparitätisch zu besetzen, d. h. das jede Statusgruppe gleiches Stimmrecht besitzt.
Auf einer Demonstration in Bonn mit dem Motto “Kultusminister nachsitzen!” protestierten 8.000 Schüler_innen und Studierende gegen die Zusammenkunft der Kultusminister_innen. Obwohl die Proteste friedlich verliefen, ging die Polizei mit überzogener Gewalt gegen Schüler_innen und Studierende vor. Willkürlich kesselten Polizist_innen Demonstrierende ein oder setzten Pfefferspray wahllos gegen Personen jeglichen Alters ein. Wir verurteilen die repressive Art mit der gegen Protestierende vorgegangen wurde.
Die Minister_innen glaubten, 10 % vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) für Bildung zu fordern, würde die Protestierenden zufriedenstellen. “Die Hälfte des zusätzlichen Geldes wird vermutlich in der Verwaltung versickern”, kommentierte André die Ergebnisse. Die Minister_innen wollen hauptsächlich Missstände überprüfen oder Änderungen anregen, aber Schuld seien andere und ändern könnten es auch nur die Politiker_innen.
Aus der Pressemitteilung der KMK wird außerdem ersichtlich, dass hauptsächlich Themen der Studierenden aufgegriffen wurden und die Schüler_innen mit ihren Punkten unberücksichtigt blieben. So soll das dreigliedrige Schulsystem unangetastet bleiben und weitergehend die Projekte zur Begabtenförderung ausgebaut werden. Die Schüler_innen stellen auf den Demonstrationen immer noch die Masse aller Beteiligten. Auch die aufgegriffenen Themen der Studierendenproteste konzentrierten sich lediglich auf die BA/MA-Reform. Die Zugeständnisse der KMK erscheinen jedoch als Scheinzugeständnisse. Obwohl das Bachelor-Studium auf acht Semester erweitert werden kann, soll am fünfjährigen Studium festgehalten werden. “Ein einjähriger Master ist allerdings keine Option”, meint Jenny aus dem besetzten Hörsaal der FU. Auch die Beschränkungen für Master-Studienplätze werden weiterhin aufrecht erhalten. Andere essentielle Anliegen wie beispielsweise die Demokratisierung der Hochschulen wurden ignoriert. “Ein weiteres Mal übergehen die Verantwortlichen einen Großteil der Forderungen der Protestierenden”, sagt Pierre. In diesem Zusammenhang ist auch auf den offenen Brief der Besetzer_innen der HU Berlin zu verweisen.
Aus Berlin fuhren drei Busse nach Bonn und zusätzlich demonstrierten an die 100 Personen in Berlin gegen die Kultusminister_innen-Konferenz. Die Demonstration verlief bei strömendem Regen vomRosenthaler Platz zur Humboldt Universität.
Des Weiteren wurde der runde Tisch an der Freien Universität Berlin am Freitag Nachmittag fortgesetzt. Nach einer Klärung des Abstimmungsverfahrens und ging es in die inhaltliche Debatte. Das erste Thema war die Anwesenheitspflicht, deren Notwendigkeit von keinem oder keiner der Anwesenden richtig ersichtlich war. Nach einer eingehenden Prüfung der rechtlichen Lage, soll der Gegenstand am Montag, den 14.12.09, um acht Uhr nochmals thematisiert werden.
AG Öffentlichkeitsarbeit der FU Berlin
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ASH Berlin: Rektorat zeigt sich gesprächsbereit – Termin mit Pro-Rektor am Montag
Am kommenden Montag, dem 14.12.2009, wird ein Treffen zwischen Protestierenden und dem Pro-Rektor der Alice-Salomon-Hochschule (ASH), Herr Cornel, stattfinden. Bei diesem Treffen sollen die Möglichkeiten der Umsetzung der Forderungen der Studierenden besprochen werden. “Wir begrüßen die generelle Gesprächsbereitschaft der Hochschulleitung und hoffen, dass dem auch Taten folgen.”, so Christian Svendson, Zweitsemester-Student an der ASH.
Die Fortführung von Austausch und Arbeit an der Umsetzung wird auch vom im Januar 2010 neu zu wählenden Rektorat erwartet.

Eva Wolle, Studierende an der ASH: “Wir erwarten erste konkrete Zugeständnisse aus dem Gespräch”, welches im neuen selbstgewählten Aufenthaltsraum 115 stattfinden wird, nachdem die Audimax-BesetzerInnen am Mittwoch (9.12.09) vorerst umzogen.
In Bezug auf die Perspektive der Proteste erklärte sie: “Auch nach der Weihnachtszeit ist mit uns zu rechnen! Diese Protestbewegung wird sich nicht mit einer kleinen Befriedungs-Bescherung abwickeln lassen!”.
Nach dem Umzug wurde eine Bildungsblockade eingerissen. Bei dieser symbolischen Aktion vor dem Eingangsbereich der ASH, rannten diverse Studierende eine Wand aus Pappkartons und damit auch einige der im Rahmen des Bildungsstreiks 09 thematisierten Probleme ein. Dazu gehörten Credit-Points, Anwesenheitsplicht, Regelstudienzeit…
Die Protestierenden unterstützen die Einschätzung, wonach sich eine Verbesserung der Lage im Zuge des Zuständigkeits- und Kompetenzgerangels zwischen Bundes-, Länder- und Hochschul-Ebenen ergäbe, je schneller Lernenden, Lehrenden und dem Rest der Hochschuleinrichtungen die nötigen Handlungsfreiräume zur Verfügung stehen, die gemeinsamen Forderungen umzusetzen.
Die während der gestrigen Kultusminister-Konferenz in Bonn geplanten Zugeständnisse, welche wesentlich durch die bundesweiten studentischen Proteste provoziert wurden, könnten sich ebenso wie viele der bisherigen Solidarisierungsbekundungen als Mogelpackung herausstellen. Auf diverse Vorhaben hat die KMK tatsächlich wenig Einfluss. Nötig erscheint zumindest eine Strukturreform, welche die Kompetenzen zwischen Hochschulen, Akkreditierungsagenturen und Politik neu ordnet.
Bologna den Prozess machen!
*Bologna den Prozess machen!*
Vom 11. bis 12. März werden die Bildungsminister*innen 46 europäischer
Staaten, zur 10-Jahre-Jubiläumskonferenz des Bologna-Prozesses nach Wien und
Budapest geladen . Angesichts der Zustände an den Universitäten und den
breiten Protesten für freie Bildung, sind die geplanten Feierlichkeiten eine
Verhöhnung der Uni-Angehörigen.
Bologna den Prozess machen! Vorbereitungstreffen 19.12 im C1
Der Bologna-Prozess hat, die Vereinheitlichung des europäischen
Hochschulraumes für mehr Dynamik und Mobilität, klar verfehlt. Die stark
verschulten Studienpläne und der Druck diese in Mindeststudienzeit zu
absolvieren erschweren es Auslandssemester zu machen. Das neue dreistufige
Studiensystem führte zu erhöhter sozialer Selektion. Während der Bachelor
einer größeren Zahl zugänglich sein sollte, verdünnen sich Master und PhD zu
einem Eliteprogramm, das vor allem Frauen ausschließt. Zudem kommt die
chronische Unterfinanzierung der Hochschulen sowie die Einführung von
Studiengebühren und vermehrter Demokratieabbau an den Universitäten. Die
schwere finanzielle Lage zwingt mehr und mehr Hochschulen, Konzerne als
Investoren für Forschung an die Universität zu locken, unabhängige und freie
Forschung wird dabei unmöglich. Die Ausrichtung der Lehrinhalte auf
Arbeitsmarkt-Interessen im Zuge der Lissabonstrategie betrifft nicht nur
Universitäten sondern soll zur Leitlinie des gesamten Bildungswesens werden,
dies schränkt die Möglichkeit selbstbestimmt und kritisch zu Lernen ein.
Angesichts dieser desaströsen Lage sehen wir keinen Grund das 10- jährige
Bestehen der Bolognareform zu feiern. Die europaweiten Proteste unter
Studierenden, Lehrenden und Schüler*innen zeigen, dass die Politiker*innen
nicht mehr über unsere Köpfe entscheiden können.
Die Bolognastrategie ist fehlgeschlagen und bietet keinen Grund zu
internationalen Feierlichkeiten. Deshalb wollen wir die Konferenz mit
Demonstrationen, Streik und Blockaden “empfangen”, auf einem Gegengipfel die
europäische Hochschulpolitik kritisch hinterfragen und die Vernetzung der
internationalen Bildungsproteste vorantreiben.
Das nächste Vorbereitungstreffen findet am 19.12 ab 13 Uhr im C1 (Campus –
Hof 2) statt.
*Tagesordung:*
*Block 1 (13 – 15 Uhr) : *Bologna den Prozess machen – Zielsetzung und
inhaltliche Ausrichtung zum Gipfel
*Block 2 (15 – 16:30 Uhr)*: Planungsgruppen
*Block 3 (17 – 18 Uhr):* Berichte der Gruppen
bologna.uniwien@unsereuni.at
www.unsereuni.at
wer für den 19.12 aus Berlin nach Wien fahren will bitte melden: bildungsoffensive.khsb@yahoo.de
Runder Tisch von Studierenden, Lehrenden und Verwaltenden an der Freien Universität Berlin
Am Montag, den 7.12.09 um 8 Uhr, fand an der Freien Universität Berlin ein runder Tisch von Studierenden, Lehrenden und Verwaltenden statt. Die Initiative wurde von studentischer Seite auf den Weg gebracht und vom Akademischen Senat offiziell eingerichtet. Es waren 6 Professor_innen, 6 wissenschaftliche und 6 sonstige Mitarbeiter_innen sowie 12 Studierende eingeladen. Die Sitzung war komplett offen gestaltet und Redebeiträge aus dem Plenum sollten zugelassen werden. Die Besetzer_innen wollten sich die starre Vorgabe von Prof. Michael Bongardt nicht gefallen lassen und gestalteten den Runden Tisch kreativ nach ihren eigenen Vorstellungen.
Der Runde Tisch wurde von vornherein unter das Thema Studienreform gestellt, obwohl es um weit tiefgreifendere Probleme an der Universität geht. Zuerst wurde das Konzept des Runden Tisches und die Redekultur der Besetzer_innen des Hörsaals 1A vorgestellt. Danach sollten kurz wenige Gesprächsthemen zusammengetragen und die Diskussion begonnen werden. Nach einer Stunde waren zahlreiche Forderungen von allen Statusgruppen gesammelt, wobei erwähnt werden muss, dass auch von Lehrendenseite studentische Forderungen eingebracht wurden. Diese werden in den kommenden Sitzungen diskutiert. Von nun an wird der Runde Tisch jeden Montag von 8-10 Uhr und jeden Freitag von 16-19 Uhr stattfinden.
Leider war es der Zentralen Einrichtung für Datenverarbeitung (ZEDAT) nicht möglich alle Studierenden über einen uniweiten Verteiler zu informieren. Obwohl das Präsidium die Mail genehmigt hatte, wurde diese trotz mehrmaliger Nachfrage nicht verschickt, was die negative Einstellung den Besetzer_innen gegenüber hervorhebt.
Das Präsidium wurde durch Frau Monika Schäfer-Korting vertreten. Sie sprach einige einleitende Worte, doch für die Diskussion schien sie keine Zeit zu haben. “Wir sind an den Ergebnissen des Runden Tisches interessiert”, sagte sie und ging nach einer halben Stunde.
In der Verständigung über die wenigen Themen wurde bereits ersichtlich, dass es einige Übereinstimmungen, aber auch viele Differenzen bezüglich der Interessen der Studierenden und Nicht-Studierenden gibt. Auch die Einschätzungen der Student_innen zum Ergebnis wichen stark voneinander ab. “Wir haben heute einiges für künftige Verhandlungen vorbereitet”, meinte Michael von den Bildungsstreikern. Andreas Eindruck war viel eher: “Diese Sitzung war gegen Ende viel zu undurchsichtig”.
Prof. Peter-André Alt, als Mitglied des Akademischen Senats ebenfalls zum runden Tisch anwesend, spricht sich in einem Zeitungsartikel für einen achtsemestrigen Bachelor mit einem anschließenden zweisemestrigen Forschungsmaster aus. Noch in der Sitzung hatten die Studierenden diesen Vorschlag vehement abgelehnt. Vielmehr war von mindestens vier Semestern für den Master und zwar für jeden Bachelor-Absolventen die Rede.
AG Öffentlichkeitsarbeit der FU Berlin
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Edit. Trotz aller Divergenzen – bei dem ersten Runden Tisch wurde eine Sammlung zu diskutierender Themen erstellt, die als “TOP-Fahrplan” für die nächsten Termine gilt. Desweiteren hatte man sich auf zukünftig zwei Termine pro Woche geeinigt. Der Runde Tisch tagt ab sofort:
Montags 8-10h im Sitzungssaal des Akademischen Senats (Henry-Ford-Bau, 1. Stock)
sowie am
Freitag, 16-19h (Raumangabe folgt)
Weitere Details: Seite zum Runden Tisch im Berliner Bildungsstreik-Wiki
.
Artikel dazu in Online-Medien: u.a. bei wn030 vom 2.12.09 (sowie auf wn030 vom 30.11., Kurzbericht von der AS-Sitzung, bei der der Runde Tisch beschlossen worden war).
Stellungnahme
Am Freitag, den 20.11, wurde auf einer Internetplattform ein Artikel veröffentlicht, der sich mit den derzeitigen Bildungsprotesten auseinandersetzt. Sowohl die Internetseite als auch der Text selbst sind dem faschistischen oder protofaschistischem Lager zuzuordnen.
Wir, die Besetzer_innen des Hörsaals 1A, distanzieren uns ausdrücklich von diesem Text. Es ist Konsens aller, dass die Bewegung fast jedem politischen Spektrum gegenüber offen gestaltet ist. Ebenso war es eine einheitliche Entscheidung, dass der von uns geschaffene Raum frei von jeglicher Diskriminierung ist. Da es neben der faschistischen Ideologie kaum eine diskriminierendere Lebensweise gibt, sind Personen die solche Positionen vertreten aus der Bewegung ausgeschlossen. Sollten Personen durch symbolisches oder verbales Handeln, welches den Grundsätzen des diskriminierungsfreien Umgangs widerspricht, auffallen, behalten wir uns das Recht vor, diese Personen mit Nachdruck aus den studentischen Freiräumen zu bitten.
Uns ist bewusst, dass faschistische Gruppen bereits häufiger die Taktik anwendeten, sich die Symboliken und Habitus von emanzipatorischen und progressiven Bewegungen übernehmen, um so für ihre Mobilisierung zu gewinnen. Beispiele dafür sind – historisch – die Übernahme der Symbolik der Arbeiter_innenbewegung durch die Faschist_innen der Weimarer Republik und heutzutage die Übernahme vom Auftreten des schwarzen Blocks durch autonome Nationalist_innen. Wir sind eine strömungsübergreifende Bewegung, in der es keinen Platz für Faschos gibt.
Kein Fußbreit den Faschist_innen!
Neue Pressemitteilung vom 2.12
++ Hochschulverträge: Gespräch mit Zöllner ++ Tribunal über die Bertelsmann Stiftung ++
Vier Studierende der FU nahmen zuvor an einer Kuratoriumssitzung mit dem amtierenden Präsidenten Dieter Lenzen teil. Dieser hatte am Montag, den 30.11.09, die Sitzung des Akademischen Senats wegen Krankheit abgesagt. Hauptgesprächspunkt dieser Sitzung war der Verbleib von Lenzen an der Freien Universität oder sein Weggehen nach Hamburg. Von ihm wird erwartet, dass er seine Entscheidung bis Ende dieses Jahres fällt. Die Unileitung scheint die Befürchtungen zu haben, dass ein Machtvakuum den Status der Eliteuniversität gefährden könnte. Lenzen selbst sagte während der Sitzung kein einziges Wort. Ein Ausschreibungstext wird jedoch schon von den Kuratoriumsmitgliedern verfasst.
Am Montag, den 7.12.09, findet ein runder Tisch mit Vertreter_innen aller Statusgruppen der Universität statt. Zu dieser Initiative kam es, nachdem die Sondersitzung genau eine Woche zuvor nicht zufriedenstellend verlaufen war. Ziel soll sein, das Gespräch mit allen Statusgruppen in einem offenen Rahmen fortzusetzen.
AG Öffentlichkeitsarbeit der FU Berlin
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Spontandemo nach Vollversammlung an der KHSB in Karlshorst
++++Pressemitteilung ++++
Bildungsstreik Berlin 02.12.09 19:15 Uhr
Spontandemo nach Vollversammlung an der KHSB in Karlshorst – Hoch den lauten Protest!
Anlässlich der Abstimmung des Forderungskatalogs fand heute an der
Katholischen Hochschule für Sozialwesen bereits die zweite Vollversammlung
innerhalb von 14 Tagen statt. Anwesend waren circa 200 Studierende.
Dies ist ein Rekord für die nur ca. 1200 Studenten zählende Hochschule. Der
besetzte und größte Hörsaal wurde bei der letzten Vollversammlung am 19.11
zum „Freiraum“ deklariert und diente u.a. als Dreh- und Angelpunkt
unzähliger Diskussionen und Plenarsitzungen, durch welche dieser Katalog
basisdemokratisch erarbeitet wurde. Dieser wurde mit nur einer Gegenstimme
angenommen. Im Laufe der VV entwickelte sich eine Dynamik, die zu einer
Spontandemonstration führte. Die Route verlief über die Köpenicker Allee
auf die Treskowallee bis zum U-Bahnhof Tierpark und auf der Gegenfahrbahn
der Treskowallee bis zum S-Bahnhof Karlshorst. Auf Kundgebungen vor
der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und dem Kulturhaus Karlshorst wurden zum bundesweiten
Bildungsstreik, zu den hochschulspezifischen Forderungen, sowie dem Sozialabbau Reden
gehalten. Zudem wurde die Verbindung zwischen Aktionen der KHSB mit den
Protesten und Aktionen anderer Hochschulen, wie z.B. der gestrigen
Spontandemonstration der TU-Studierenden betont. Enthusiastisch wurde die
Nachricht bejubelt, dass heute auch Studierende der evangelischen
Fachhochschule für Sozialwesen (EFB) nach einer VV mehrere Räume
besetzten. Immer wieder bekundeten die Protestierenden ihre Solidarität
mit, von der Bildungsmisere betroffenen gesellschaftlichen Gruppen, wie
SchülerInnen, Lehrende, Arbeitende, Angestellte oder Azubis und den
Studierenden von HU, FU, TU, EFB, ASH, BHT sowie den anderen besetzten
Unis deutschland- und weltweit. Im Rahmen der Action Weeks werden sich
Besetzende der KHSB an den geplanten Aktionen in Berlin und anderswo z.B.
Belagerung der Kultusministerkonferenz(KMK) beteiligen.
Presse/Öffentlichkeit AG
email: bildungsoffensive.khsb@yahoo.de
info-telefon: 0176-66632310
www.bildungsoffensivekhsb.blogsport.de
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