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Audimax Wien geräumt – Bildungsproteste gehen weiter
Wien 21. Dezember: Während andere Universitäten politische Lösungen finden, lässt das Rektorat der Universität Wien räumen. Versorgung der Obdachlosen nicht sichergestellt.
Obwohl eine politische Lösung in Reichweite war, ließ das Rektorat das Audimax heute Morgen von der Polizei räumen. Etwa 150 Personen verließen auf Aufforderung friedlich das Gebäude. Die BesetzerInnen sind enttäuscht von der Vorgehensweise des Rektorats, sie verurteilen Räumungen als Ersatz für das Finden einer politischen Lösung.
Heute Abend hätten im Plenum die Bedingungen für eine Einigung mit der Universität beschlossen werden sollen. Von Seiten der BesetzerInnen herrschte eine große Bereitschaft noch vor Weihnachten eine Lösung zu finden.
Auch die Wiener Obdachlosenorganisationen fühlen sich übergangen. Die Vorbereitungen für die Versorgung der Obdachlosen waren noch nicht ganz abgeschlossen. Rund 100 Obdachlose stehen nun ein paar Tage vor Weihnachten auf der Straße. “Diese Menschen wurden heute mutwillig in die Kälte geschickt”, kritisiert Markus Reiter, Geschäftsführer des Neunerhauses.
Besonders unverständlich ist der Zeitpunkt der Räumung. Verglichen mit den letzten Wochen hat sich die Sicherheitslage nicht wesentlich verändert. Es gab keine akute Verschlechterung, die die heutige Räumung rechtfertigen würde.
Die Bildungsproteste gehen jedenfalls weiter! Die Wiener “unsereuni”-Bewegung hat ihr Zentrum in den noch immer besetzten zweitgrößten Hörsaal der Universität Wien (C1, AAKH) verlagert und die Arbeit sofort fortgesetzt. Um 13 Uhr und 19 Uhr finden dort Plena statt.
Die Audimax-Besetzung hat eine Bildungsbewegung losgetreten, die weit über die Besetzung hinausgeht. Über 30.000 Studierende sind über das Internet vernetzt, über 100 Arbeitsgruppen engagieren sich weiterhin, kreative Straßenaktionen, Proteste und Besetzungen an über 80 Universitäten in Europa gehen weiter.
Das Audimax Wien ist überall!
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Solidaitätsbekundung aus Spanien
A los estudiantes y profesores austriacos y alemanes:
Desde Corriente Roja, organización obrera y revolucionaria del estado español, estamos siguiendo con mucha atención vuestra lucha. En todos los países de la Unión Europea, la educación pública está sufriendo duros ataques por parte de todos los gobiernos, sean del color que sean.
El curso pasado aquí, Zapatero impuso una reforma que obliga en muchos casos a cursar un caro máster para poder ejercer profesionalmente o que permite a los empresarios controlar directamente el presupuesto de las universidades, pudiendo así reformarla según sus intereses, entre otras muchas medidas que buscan hacer de la educación un negocio al servicio del beneficio de los grandes empresarios y banqueros. Pero los estudiantes le plantamos cara al gobierno: rompiendo el silencio sobre la reforma, llegamos a parar las clases provocando huelgas y manifestaciones y ocupando aulas. Con algunos cambios menores que conquistamos, la reforma terminó imponiéndose en sus rasgos fundamentales y hoy estamos ya sufriendo los efectos de la privatización de la educación, potenciados por la crisis económica: falta de profesores, aumento de tasas, despidos, recortes al presupuesto de investigación, disminución de becas, asfixia presupuestaria…
A la vez que nosotros, profesores y estudiantes luchaban logrando victorias importantes en Grecia, Italia o Irlanda. Este año, por los mismos motivos, salís a pelear en Austria y Alemania.
Es por esto que vuestra lucha es la nuestra también. Si vosotros ganáis, todo este plan sufrirá una derrota. Y batalla a batalla podemos vencerlo. Vuestra lucha puede, y debemos intentar que así sea, ser el motor de la unificación de todas las luchas que se dan a lo largo del continente europeo de manera aislada. En última instancia, ganaremos o perderemos todos juntos, y nuestra única posibilidad pasa por actuar unidos.
Tenéis todo nuestro esfuerzo a vuestra disposición para lo que podáis necesitar. ¡Ánimo y adelante!
Estudiantes de Corriente Roja, diciembre del 2009,
estado español. www.corrienteroja.net
Rome: Action in Solidarity with German students
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Today, during the national strike of education, thousands of students demonstrated in several italian cities against cuts funding and claiming basic income and autonomy of research.
During the demonstration in Rome students shouted their solidarity to German students who have been evicted from university in the last week in different German cities. Above all in Frankfurt more than 170 students have been identified, five of them have been hit by police needing hospital aid, and all students have been denounced for illegal occupation.
After these facts students decided to express their solidarity showing a banner in front of the Embassy of Germany that said “Make our university! solidarity with German students” shouting that our struggle is a common one, we won’t pay for your crisis, we want money for education now and we’re already making our university!
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quelle: http://www.uniriot.org/
Einladung zum Bundesweiten Bildungsstreik-Kongress in Potsdam vom 18. bis 20.Dezember 2009
Die zweite Protestwelle des Bildungsstreiks 2009 ist in vollem Gange. Wie das Audimax der Universität Potsdam sind noch Dutzende Hörsäle anderer Hochschulen besetzt.
Die Besetzer_innen des Audimax wollen die Gelegenheit nutzen und laden alle Bildungsstreikaktiven und Interessierten zu einem bundesweiten Bildungsstreiktreffen vom 18. bis 20. Dezember 2009 nach Potsdam ein. Hier soll es Zeit und Raum geben, dass sich die Studierenden und Schüler_innen austauschen und gemeinsam eine Perspektive für den Bildungsstreik im kommenden Jahr entwickeln können. „Solche Phasen der Reflexion sind immens wichtig, um in einem größeren Rahmen zu schauen, was wir bisher erreicht haben, welche Forderungen noch nicht erfüllt wurden und welches die nächsten gemeinsamen Schritte sein werden.“ bewertet Claudia Fortunato, Bildungsstreikaktive, die Wichtigkeit des Treffens. „Das gibt auch für alle die Möglichkeit, mal über den Tellerrand hinauszuschauen und die Situationen und Problemlagen in anderen Bundesländern kennenzulernen.“ führt Matthias Wernicke, einer der Besetzer_innen des Audimax, fort.
Das Neue Palais, wo sich die Besetzer_innen seit dem 4. November im Audimax aufhalten, soll der Veranstaltungsort dieses Vernetzungstreffen werden. Eine Nutzungsanfrage an die Universität sei bereits erfolgt, ergänzt Katja Klebig, Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses. „Natürlich hoffen wir, dass die guten Erfahrungen aus den Dialogen mit der Unileitung sich nun fortsetzen werden und die Universität uns die Möglichkeit für diesen Kongress geben wird.“
Mit reger Beteiligung ist zu rechnen. Am letzten Vernetzungstreffen in München vom 27. bis 29.November nahmen knapp 400 Menschen teil, wovon ca. die Hälfte aus München selbst kam. „Logistisch stemmen wir das locker. Jetzt sind noch die letzten organisatorischen Details zu klären, sodass sich beim Vernetzungstreffen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer voll und ganz auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren können.“ freut sich Saskia Hattar, eine der Potsdamer Besetzer_innen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen sich an den Diskussionen beim bundesweiten Bildungsstreik Vernetzungstreffen vom 18. bis 20.Dezember in Potsdam zu beteiligen.
Nähere Informationen stehen demnächst unter
und www.bildungsstreik-kongress-potsdam.de
Aufruf zur bundesweiten Aktion am 17.12.2009
Mit Ach und Krach in die Ferien
Besetzerinnen und Besetzer,
das Jahr neigt sich dem Ende und Weihnachten steht vor der Tür. Passend zu dem Anlass plant die Bundesregierung ein Geschenk der besonderen Art: das sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz.
Am 18.12.2009 stimmt der Bundesrat über dieses Gesetz ab. Das Gesetz sieht enorme Steuersenkungen vor, die den öffentlichen Kassen in den kommenden Jahren Ausfälle von rund 8,4 Mrd. Euro bescheren würden. Das sind 8,4 Mrd. Euro, die künftig im Sozial- und Bildungswesen, sowie in der öffentlichen Infrastruktur fehlen werden.
Dabei ist die Wirksamkeit dieses Gesetzes keineswegs garantiert. Eine Großzahl namhafter Ökonomen hegt laute Zweifel. Selbst in den eigenen Reihen der Bundesregierung ist das Gesetz heftig umstritten.
Um diesen Kritikern im Vorfeld den Rücken zu stärken und um sicherzugehen, dass die Ministerpräsidenten die Forderungen der protestierenden Studenten nicht missverstanden haben, setzen wir am 17.12.2009 in Tübingen ein Zeichen. Wir wollen MEHR Geld für unser Bildungssystem, nicht weniger!!
Der Zeitpunkt bietet sich für eine bundesweite Aktion geradezu an. Weihnachten steht an und auch Protestler haben ein Recht auf Urlaub. Am 18.12. ist (zumindest in Tübingen) der letzte Tag, an dem noch Vorlesungen stattfinden.
Um nicht klanglos in die Ferien zu verschwinden, ist für den 17.12.2009 ein bundesweiter Aktionstag vorgesehen.
Wir rufen dazu auf, sich daran zu beteiligen. Geplant ist ein Aktionstag mit kleineren Aktionen und kreativ, bunter Massendemo am Nachmittag gegen 16 Uhr, die auch durchaus auf dem Status „Besetzer“ gerecht werdende Aktionsformen zurückgreifen darf und soll.
Kommuniziert die Idee weiter an Schülerinnen und Schüler, an die Gewerkschaften, an politische Gruppen und an alle Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Gesetz bietet sich exemplarisch geradezu an, um zu zeigen, was für eine Politik wir NICHT wollen und mit welcher Politik unsere Forderungen natürlich nicht zu finanzieren sind.
Lasst uns ein Zeichen setzen, dass die besetzenden Studenten politische Maßnahmen fordern, die die gesamte Gesellschaft betreffen! Lasst uns ein Zeichen setzen, dass wir eine Politik wollen, die den Bürgern hörig ist und nicht irgendeinem Wachstumswahn der Wirtschaft!
Macht mit, geht am 17.12. auf die Straße und nehmt so viele Leute, wie möglich mit!!
Massive Proteste auch im Baltikum
YouTube Videos der Proteste im Baltikum:
Aufruf zum internationalen Aktionstag 5.12.2009 Weltweite Aktionen – Großdemonstration in Wien
Aufruf zum internationalen Aktionstag 5.12.2009
Weltweite Aktionen – Großdemonstration in Wien
Weltweit kämpfen Menschen gegen ein sich ständig verschlechterndes Bildungssystem. Ausgehend von Österreich und Deutschland hat sich seit 23. Oktober ein Flächenbrand an Universitätsbesetzungen, Demonstrationen, Streiks, Generalversammlungen und weiteren Aktionen entzündet. Trotzdem erhält diese internationale Bewegung noch nicht die ihr zustehende Aufmerksamkeit bei Medien und Politik. Dem wollen wir Abhilfe schaffen!
Kommenden Samstag, den 5. Dezember 2009 soll der nächste internationale Aktionstag stattfinden. In Wien ist eine Großdemonstration geplant, zu der diesmal Studierende aus ganz Österreich anreisen werden. Auch in den übrigen Unistädten Österreichs werden wir wieder mit kleineren kreativen Aktionen auf uns aufmerksam machen!
Dieser Aufruf geht uns an alle! Studierende, Schüler_innen, Lehrende, Forschende! Gemeinsam sind wir stark! Bildung ist keine Ware!
Jede und jeder kann zu unserem gemeinsamen Kampf beitragen! Öffentlichen Diskussionen, Demonstrationen, Straßentheater, Protestsongs, Streiks, Besetzung von öffentlichen Gebäuden, Informationskampagnen, Leserbriefen, Flash-mobs, Fensterfahnen, Sit-ins…
Wie wäre es, wenn wir einen gemeinsamen Flash-Mob veranstalten würden, zur gleichen Zeit, die gleiche Aktion, in allen Ländern? So eine gemeinsame Aktion könnte wir über Skype oder Facebook koordinieren und die Ideen und Kontakte dazu über die internationale Mailingliste verbreiten: international_students_movement@lists.riseup.net
Die Videos und Fotos von den Aktionen möchten wir allen zugänglich machen. Videos bitte auf Youtube stelle und den Link und sonstige Beiträge an die folgende Mailadresse senden: international_students_movement@lists.riseup.net
Wir freuen uns auf eine starke internationale Kampagne!
http://unsereuni.at/ Österreich
http://unsereunis.de/ Deutschland
http://www.unsereuni.ch/ Schweiz
http://emancipating-education-for-all.org/ International
http://occupyca.wordpress.com/ Kalifornien
http://www.free-education.org.uk/ UK
http://www.frontdeluttepourleducation.fr/ Frankreich
http://www.uniriot.org/uniriotII/ Italien
http://www.slobodnifilozofski.com/ Kroatien
IPBE: International Plenum for Better Education in München, 27. – 29.11.2009
Studierende aller Länder – vereinigt euch
Das „International Plenum for Better Education“ (IPBE) in München vereinigt den internationalen Protest und gibt das Startsignal für eine europaweit organisierte Bewegung.
Wir alle haben in ganz Europa Hochschulen besetzt, wir protestieren für ein besseres Bildungssystem, wir haben eine Bewegung in Gang gesetzt und Bildung wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaft gebracht. Jetzt ist es an der Zeit, den Protest mit gemeinsamen Forderungen endgültig auf die europäische Ebene zu bringen. Lasst uns an diesem Wochenende gemeinsam unsere Stimme erheben und den Startschuss für eine europaweite Bildungsbewegung geben.
Jede Universität – besetzt oder nicht – ist eingeladen, an diesem Wochenende ihre Stimme nach München zu tragen:
Von Freitag Abend, den 27.11. bis Sonntag Mittag, den 29.11.
werden wir die Hörsäle der besetzten Uni München für unser internationales Plenum nutzen und europaweite Forderungen formulieren.
Die AG International bittet euch, aus eurem Plenum idealerweise drei Leute nach München zu schicken. Auf Grund der großen Anzahl besetzter Unis und der großen Nachfrage kann nur für diese Personenzahl die Versorgung sichergestellt werden.
Natürlich sind alle eingeladen nach München zu kommen, die für eine bessere Bildung kämpfen!
Auf einen Blick: International Plenum for Better Education Freitag, 27.11. – Sonntag, 29.11. Uni München (LMU)
Anmeldungen an international@unsereunibrennt.de
Ständig aktuelle Infos und Foren: www.ipbe.eu
Otro mundo es possible! Venceremos! Hasta la victoria siempre!
AG International der besetzten Unis München und Wien
PS: Bringt Euch schon im Vorab auf www.ipbe.eu ein, indem ihr Eure Forderungen und Themenvorschläge online stellt.
Facebook: IPBE: International Plenum for Better Education
Twitter: ipbe
Studierendenproteste in den USA
In der Nacht von Freitag auf Samstag besetzten hunderte Studierende die University of California in Berkeley. Nach wenigen Stunden räumte jedoch die Polizei das Gebäude und verhaftete StudentInnen! Mehr Infos dazu hier und bei occupy california.
Auch in vielen weiteren Universitäten gab es Proteste:
UC San Francisco


