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Update aus Regensburg

++ Ultimatum verstreicht ++ BesetzerInnen nach wie vor im H2 ++ Vater
des Verteidigungsministers bekundet Solidarität ++

Nachdem seit Montag wieder im H2 übernachtet wird, hatten die
BesetzerInnen gestern Nachmittag eine Räumungsdrohung der
Hochschulleitung erhalten. Passiert ist nichts. Die Studierenden hatten
versucht, kurzfristig möglichst zahlreich zu mobilisieren. Bei Ablauf
des Ultimatums um 21h hatten sich ungefähr 80 Studierende und
solidarische Schülerinnen und Schüler, Gewerkschaftler, Vertreter aus
der Politik und anderweitige Symphathisanten im Hörsaal H2 eingefunden,
um der wahrscheinlichen polizeilichen Räumung zu widersprechen.

Währenddessen fand im Audimax ein klassisches Konzert statt. Vor- und
nach dem Konzert, sowie in der Pause kamen immer wieder interessierte
Konzertbesucher in den besetzten Hörsaal und bekundeten ihre Solidarität
- darunter der Vater des Verteidigungsministers Guttenberg, der seine
Unterschrift auf eines der Protestbanner setzte.

Andere unterstützten die Protestierenden unter Beifall mit großzügigen Geldspenden im
dreistelligen Bereich. Das Plenum bedankt sich außerordentlich für diesen überwältigenden
Zuspruch von allen Seiten. “Wir fühlen uns in unserem Kurs bestätigt und
machen weiter”, so ein Besetzer.

Auch wenn die Hochschulleitung den Hörsaal in den kommenden Tagen Räumen
sollte, hat diese Demonstration der Solidarität verdeutlicht, dass die
Proteste unter breitem Zuspruch weitergehen werden. Die BesetzerInnen
planen derzeit Aktionen für den Schüler-Hochschultag am kommenden
Freitag, bei dem die Universität und auch der H2 für
Studieninteressierte geöffnet sein wird.

AG Presse der besetzten Universität Regensburg

ag_presse@regensburg-besetzt.de Tel.: 0152 -26 84 58 99 

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To the brave occupants of the Sussex University,

How fantastic it is to hear students in Great Britain are now also organizing to make a fist against the cuts in and demolition of education. In Holland there also was a wave of university occupations.

Here in Utrecht we occupied the administration management section for 3 days, to make a statement for investments in education and more student participation. In Holland we are only at the beginning of a students movement, and it’s so encouraging to see that throughout the whole of Europe, the whole world students are once again finally stepping up for their rights on quality education.

In a time where the ministry of defense gets a budget of over 20.000.000.000, we’re fighting an unsupported war, billions are invested to “save” banks, it’s hypocrisy to cut on education, health-care and other social acquirements. Education must remain accessible for all people, no matter what financial background.

Yesterday, occupiers from Austria and Germany arrived here, because they heard about the occupations in Holland and wanted to show their direct support. They brought a huge banner, which decorated a lot of universities in Germany and Austria already. In Holland there’s still the brilliant law which allows people to squat buildings that are not used for over a year. We had the honor to drop it from our squatted office building , to symbolize our enthusiastic solidarity to your occupation.

We hereby offer you our full support. Lots of solidarity, and success we wish for you now and the upcoming struggle. And last but not least, thanks a lot, for inspiring us and every student that cares.

Occupants, from Utrecht and cities in Germany and Austria.

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Wander-Transpi-Chaoten (WTC) auf Tour

+++ Aktivisten fordern freie Bildung +++ Wandertransparent FREE UNI am Hauptgebäude der Universität Bonn und in Ultrecht (NL)+++Europaweit Uni-Besetzungen und Protest gegen Bologna +++  Proteste zu den Bologna-Feierlichkeiten in Wien angekündigt

Studierende erklimmen die Uni Bonn

„FREE UNI“  – 7 Buchstaben und ein Logo auf 185 m2. Ein Gigantisches Wandertranspi aus Salzburg geht weiter auf Tour.  Mit der Anbringung des Riesentransparentes auf dem Balkon des Hauptgebäudes der Universität Bonn, geht die Reise des Banners, nach einer einmonatigen Pause in einem Bonner Keller,  weiter.

Zuvor war es bereits in Salzburg, Innsbruck, Wien, München, Heidelberg, Tübingen, Potsdam und Berlin zu sehen.

(Fotos: siehe hier: http://de.indymedia.org/2010/02/272893.shtml )

Heute hing es dann während einer Aktion vom Dach des zweitgrößten Gebäudes (16 Etagen) der Uni- in Ultrecht. Bei der Aktion ging es den europäische Bildungsaktivisten darum, auf die internationale Dimension der Bildungs-Misere aufmerksam zu machen.

In Ultrecht, Njemwegen, Amsterdam und Rotterdam waren vergangene Woche die Verwaltungsgebäude von Aktivist_innen besetzt worden, und somit der Universitätsbetrieb für zwei Tage lahm gelegt. Der Internationale Protest gegen das auf Selektion und Konkurrenz aufbauende Bildungssystem geht auch im Jahr 2010 weiter.

Und ein Ende der Reise des Wandertranspis ist vorerst nicht abzusehen.  Morgen wird es vl. noch in Brüssel oder Amsterdam zu sehen sein bevor es pünktlich zum Internationalen Vernetzungstreffen am Donnerstag in Paris eintreffen wird. Dort wird am Tag darauf das erste offizielle Vorbereitungstreffen für den Europäischen Bildungskonkress am 1.- 6.6.10 in Bochum[1] stattfinden.

Ein Student von ,,Unibrennt Wien“ ergänzt: „Idee des Internationalen Transparents ist es freien Zugang zu Lehre und Lernen in ganz Europa zu etablieren. Die Forderung FREE UNI ist daher eine allgemeine gesellschaftspolitische Forderung.“

Der dreiteilige Stoffbanner wurde unlängst durch ein Ankündigungstransparent erweitert. Zur 10-jährigen Jubiläumsfeier des Bologna-Prozesses werden in Wien 46 Minister_innen aus ganz Europa erwartet. Bei einem Abendessen in der „Hofburg“ in Wien, soll die Bologna-Reform gefeiert werden. Doch dass die vor zehn Jahre in Bologna beschlossenen Hochschulreformen kein Grund zu feiern sind werden die Minister_innen spätestens in Wien merken. Denn vom 11. bis 14. März wird es in Wien einen „Gegengipfel“[2] geben, zudem auf diesem Wege herzlich eingeladen wird. Geplant sind vielfältige Proteste, von Workshops und Lesekreise über Konzerte und Party bis zu Besetzungen und Massenblockaden unter dem Motto „Bologna burns!“

Im Aktionszeitraum vom 10. zum 15. März werden Schlafplätze, Volxküche und genug Möglichkeiten sich einzubringen vorhanden sein. Wie sonst übrigens zur Zeit immer in Wien. Kommt vorbei, nutzt die Möglichkeiten, die die Besetzungen auch im Bezug auf Reisen und Austausch bieten.

Bei Fragen oder Anregungen schreibt doch einfach: wtchaoten@gmail.com

[1]www.educationcongress.eu

[2]www.bolognaburns.org

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Bolognagipfel in Wien

Am 11./12. März 2010 wollen die BildungsministerInnen der EU-Staaten das zehnjährige Bologna-Prozess-Jubiläum in Wien und Budapest feiern. Anlässlich dieses Termins haben die AktivistInnen in Wien angefangen einen Gegengipfel auf die Beine zu stellen. Es wurden bereits dutzende Bündnisse in ganz Europa angeschrieben und eingeladen. Zusätzlich zu den Blockaden, Aktionen, Demos etc. sollen auch Veranstaltungen in der Uni stattfinden. Thematisch ist dieser Teil völlig offen ausgelegt. Ausdrücklich wurde betont, dass jeder/jede die Möglichkeit hat sich einzubringen. Sei es mit einem Workshop, einem Vortrag oder Sonstigem. Vergangenen Samstag, 19.12, fand bereits das erste Planungstreffen statt, zu dem auch drei Berliner Studenten(FU,HU,KHSB) anreisten. Dort wurden die ersten Schritte v.a. zur europaweiten Mobilisierung gemacht.
Am 9.Januar wird es in Wien das nächste Vorbereitungstreffen geben, bei dem jede/jeder willkommen ist.
Für Februar haben die Sorbonne in Paris und die Uni Bologna zu Treffen eingeladen, die
sich auch mit dem Bologna-Gegen-Gipfel auseinandersetzen werden.
Ausdrücklich ist zu betonen, dass eine gemeinsame europäische Planung und Durchführung erwünscht ist. Das Treffen soll ein deutliches Zeichen gegen die Feierlichkeiten zum Bologna-Prozess setzen.

Es gibt nichts zu feiern und das werden die Damen und Herren MinisterInnen in Form von Demos, Blockaden und anderen Formen des Widerstands zu spüren bekommen.

Lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die europäische Bildungspolitik setzen! Lasst uns gemeinsam die Bolognaprozess-Feierlichkeiten im März in Wien stören! Lasst uns gemeinsam nehmen was uns gehört!

———————————————————————–

Auch in Berlin hat sich bereits eine AG Bolognagipfel gegründet, die sich am 04.01.10 um 19 Uhr im Audimax der HU trifft. Der Bologna-Gegen-Gipfel wird auch Thema beim berlinweiten Aktiventreffen am 07.01.10 ebenfalls in der HU sein.

weitere Informationen:

für bundes- und berlinweite Mobilisierung: ag.bologna.berlin@googlemail.com

KHSB: bildungsoffensive.khsb@yahoo.de

Uni Wien: www.unsereuni.at

und wie immer: www.unsereunis.de, www.bildungsstreik2009.de

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Audimax Wien geräumt – Bildungsproteste gehen weiter

Wien 21. Dezember: Während andere Universitäten politische Lösungen finden, lässt das Rektorat der Universität Wien räumen. Versorgung der Obdachlosen nicht sichergestellt.

Obwohl eine politische Lösung in Reichweite war, ließ das Rektorat das Audimax heute Morgen von der Polizei räumen. Etwa 150 Personen verließen auf Aufforderung friedlich das Gebäude. Die BesetzerInnen sind enttäuscht von der Vorgehensweise des Rektorats, sie verurteilen Räumungen als Ersatz für das Finden einer politischen Lösung.

Heute Abend hätten im Plenum die Bedingungen für eine Einigung mit der Universität beschlossen werden sollen. Von Seiten der BesetzerInnen herrschte eine große Bereitschaft noch vor Weihnachten eine Lösung zu finden.

Auch die Wiener Obdachlosenorganisationen fühlen sich übergangen. Die Vorbereitungen für die Versorgung der Obdachlosen waren noch nicht ganz abgeschlossen. Rund 100 Obdachlose stehen nun ein paar Tage vor Weihnachten auf der Straße. “Diese Menschen wurden heute mutwillig in die Kälte geschickt”, kritisiert Markus Reiter, Geschäftsführer des Neunerhauses.

Besonders unverständlich ist der Zeitpunkt der Räumung. Verglichen mit den letzten Wochen hat sich die Sicherheitslage nicht wesentlich verändert. Es gab keine akute Verschlechterung, die die heutige Räumung rechtfertigen würde.

Die Bildungsproteste gehen jedenfalls weiter! Die Wiener “unsereuni”-Bewegung hat ihr Zentrum in den noch immer besetzten zweitgrößten Hörsaal der Universität Wien (C1, AAKH) verlagert und die Arbeit sofort fortgesetzt. Um 13 Uhr und 19 Uhr finden dort Plena statt.

Die Audimax-Besetzung hat eine Bildungsbewegung losgetreten, die weit über die Besetzung hinausgeht. Über 30.000 Studierende sind über das Internet vernetzt, über 100 Arbeitsgruppen engagieren sich weiterhin, kreative Straßenaktionen, Proteste und Besetzungen an über 80 Universitäten in Europa gehen weiter.

Das Audimax Wien ist überall!
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www.unsereuni.at

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Solidaitätsbekundung aus Spanien

A los estudiantes y profesores austriacos y alemanes:

Desde Corriente Roja, organización obrera y revolucionaria del estado español, estamos siguiendo con mucha atención vuestra lucha. En todos los países de la Unión Europea, la educación pública está sufriendo duros ataques por parte de todos los gobiernos, sean del color que sean.
El curso pasado aquí, Zapatero impuso una reforma que obliga en muchos casos a cursar un caro máster para poder ejercer profesionalmente o que permite a los empresarios controlar directamente el presupuesto de las universidades, pudiendo así reformarla según sus intereses, entre otras muchas medidas que buscan hacer de la educación un negocio al servicio del beneficio de los grandes empresarios y banqueros. Pero los estudiantes le plantamos cara al gobierno: rompiendo el silencio sobre la reforma, llegamos a parar las clases provocando huelgas y manifestaciones y ocupando aulas. Con algunos cambios menores que conquistamos, la reforma terminó imponiéndose en sus rasgos fundamentales y hoy estamos ya sufriendo los efectos de la privatización de la educación, potenciados por la crisis económica: falta de profesores, aumento de tasas, despidos, recortes al presupuesto de investigación, disminución de becas, asfixia presupuestaria…
A la vez que nosotros, profesores y estudiantes luchaban logrando victorias importantes en Grecia, Italia o Irlanda. Este año, por los mismos motivos, salís a pelear en Austria y Alemania.
Es por esto que vuestra lucha es la nuestra también. Si vosotros ganáis, todo este plan sufrirá una derrota. Y batalla a batalla podemos vencerlo. Vuestra lucha puede, y debemos intentar que así sea, ser el motor de la unificación de todas las luchas que se dan a lo largo del continente europeo de manera aislada. En última instancia, ganaremos o perderemos todos juntos, y nuestra única posibilidad pasa por actuar unidos.
Tenéis todo nuestro esfuerzo a vuestra disposición para lo que podáis necesitar. ¡Ánimo y adelante!

Estudiantes de Corriente Roja, diciembre del 2009,

estado español. www.corrienteroja.net

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Rome: Action in Solidarity with German students

Today, during the national strike of education, thousands of students demonstrated in several italian cities against cuts funding and claiming basic income and autonomy of research.

During the demonstration in Rome students shouted their solidarity to German students who have been evicted from university in the last week in different German cities. Above all in Frankfurt more than 170 students have been identified, five of them have been hit by police needing hospital aid, and all students have been denounced for illegal occupation.

After these facts students decided to express their solidarity showing a banner in front of the Embassy of Germany that said “Make our university! solidarity with German students” shouting that our struggle is a common one, we won’t pay for your crisis, we want money for education now and we’re already making our university!

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quelle: http://www.uniriot.org/

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Einladung zum Bundesweiten Bildungsstreik-Kongress in Potsdam vom 18. bis 20.Dezember 2009

Die zweite Protestwelle des Bildungsstreiks 2009 ist in vollem Gange. Wie das Audimax der Universität Potsdam sind noch Dutzende Hörsäle anderer Hochschulen besetzt.

Die Besetzer_innen des Audimax wollen die Gelegenheit nutzen und laden alle Bildungsstreikaktiven und Interessierten zu einem bundesweiten Bildungsstreiktreffen vom 18. bis 20. Dezember 2009 nach Potsdam ein. Hier soll es Zeit und Raum geben, dass sich die Studierenden und Schüler_innen austauschen und gemeinsam eine Perspektive für den Bildungsstreik im kommenden Jahr entwickeln können. „Solche Phasen der Reflexion sind immens wichtig, um in einem größeren Rahmen zu schauen, was wir bisher erreicht haben, welche Forderungen noch nicht erfüllt wurden und welches die nächsten gemeinsamen Schritte sein werden.“ bewertet Claudia Fortunato, Bildungsstreikaktive, die Wichtigkeit des Treffens. „Das gibt auch für alle die Möglichkeit, mal über den Tellerrand hinauszuschauen und die Situationen und Problemlagen in anderen Bundesländern kennenzulernen.“ führt Matthias Wernicke, einer der Besetzer_innen des Audimax, fort.


Das Neue Palais, wo sich die Besetzer_innen seit dem 4. November im Audimax aufhalten, soll der Veranstaltungsort dieses Vernetzungstreffen werden. Eine Nutzungsanfrage an die Universität sei bereits erfolgt, ergänzt Katja Klebig, Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses. „Natürlich hoffen wir, dass die guten Erfahrungen aus den Dialogen mit der Unileitung sich nun fortsetzen werden und die Universität uns die Möglichkeit für diesen Kongress geben wird.“

Mit reger Beteiligung ist zu rechnen. Am letzten Vernetzungstreffen in München vom 27. bis 29.November nahmen knapp 400 Menschen teil, wovon ca. die Hälfte aus München selbst kam. „Logistisch stemmen wir das locker. Jetzt sind noch die letzten organisatorischen Details zu klären, sodass sich beim Vernetzungstreffen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer voll und ganz auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren können.“ freut sich Saskia Hattar, eine der Potsdamer Besetzer_innen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen sich an den Diskussionen beim bundesweiten Bildungsstreik Vernetzungstreffen vom 18. bis 20.Dezember in Potsdam zu beteiligen.

Nähere Informationen stehen demnächst unter

www.bildungsstreikpotsdam.com

und www.bildungsstreik-kongress-potsdam.de

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Aufruf zur bundesweiten Aktion am 17.12.2009

Mit Ach und Krach in die Ferien


Besetzerinnen und Besetzer,

das Jahr neigt sich dem Ende und Weihnachten steht vor der Tür. Passend zu dem Anlass plant die Bundesregierung ein Geschenk der besonderen Art: das sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz.

Am 18.12.2009 stimmt der Bundesrat über dieses Gesetz ab. Das Gesetz sieht enorme Steuersenkungen vor, die den öffentlichen Kassen in den kommenden Jahren Ausfälle von rund 8,4 Mrd. Euro bescheren würden. Das sind 8,4 Mrd. Euro, die künftig im Sozial- und Bildungswesen, sowie in der öffentlichen Infrastruktur fehlen werden.

Dabei ist die Wirksamkeit dieses Gesetzes keineswegs garantiert. Eine Großzahl namhafter Ökonomen hegt laute Zweifel. Selbst in den eigenen Reihen der Bundesregierung ist das Gesetz heftig umstritten.

Um diesen Kritikern im Vorfeld den Rücken zu stärken und um sicherzugehen, dass die Ministerpräsidenten die Forderungen der protestierenden Studenten nicht missverstanden haben, setzen wir am 17.12.2009 in Tübingen ein Zeichen. Wir wollen MEHR Geld für unser Bildungssystem, nicht weniger!!


Der Zeitpunkt bietet sich für eine bundesweite Aktion geradezu an. Weihnachten steht an und auch Protestler haben ein Recht auf Urlaub. Am 18.12. ist (zumindest in Tübingen) der letzte Tag, an dem noch Vorlesungen stattfinden.


Um nicht klanglos in die Ferien zu verschwinden, ist für den 17.12.2009 ein bundesweiter Aktionstag vorgesehen.

Wir rufen dazu auf, sich daran zu beteiligen. Geplant ist ein Aktionstag mit kleineren Aktionen und kreativ, bunter Massendemo am Nachmittag gegen 16 Uhr, die auch durchaus auf dem Status „Besetzer“ gerecht werdende Aktionsformen zurückgreifen darf und soll.

Kommuniziert die Idee weiter an Schülerinnen und Schüler, an die Gewerkschaften, an politische Gruppen und an alle Bürgerinnen und Bürger.

Dieses Gesetz bietet sich exemplarisch geradezu an, um zu zeigen, was für eine Politik wir NICHT wollen und mit welcher Politik unsere Forderungen natürlich nicht zu finanzieren sind.

Lasst uns ein Zeichen setzen, dass die besetzenden Studenten politische Maßnahmen fordern, die die gesamte Gesellschaft betreffen! Lasst uns ein Zeichen setzen, dass wir eine Politik wollen, die den Bürgern hörig ist und nicht irgendeinem Wachstumswahn der Wirtschaft!

Macht mit, geht am 17.12. auf die Straße und nehmt so viele Leute, wie möglich mit!!

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Massive Proteste auch im Baltikum

Massive Proteste von Studierenden gegen Kürzungen im Bildungsbereich finden auch in Riga und Vilnius statt, wo sich tausende Studierende an den Demonstartionen beteiligen.

YouTube Videos der Proteste im Baltikum:

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