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Globale Aktionswelle für Bildung
“Gemeinsame Erklärung”
für die “Globale Aktionswelle für Bildung” in diesem Herbst
In den letzten 10 Jahren haben Studierende, Schüler_innen, Lehrer_innen, Eltern und Lohnabhängige auf der ganzen Welt gegen die zunehmende Kommerzialisierung und Privatisierung öffentlicher Bildung protestiert und sich für freie und emanzipatorische Bildung eingesetzt.
Dieses Jahr werden Menschen ihren Kampf auf internationaler und globaler Ebene im Rahmen der “Globalen Aktionswelle für Bildung” vereinen.
Viele von uns nutzen die “International Student Movement” als eine selbstverwaltete Plattform, welche initiiert wurde, um den Austausch von Informationen, eine Vernetzung sowie die Koordinierung von Protesten auf internationaler und globaler Ebene zu ermöglichen. Wir streben nach Strukturen, welche basisdemokratisch und nichthierarchisch organisiert und von kollektiven Diskussionsprozessen und Aktionen geprägt sind. Es steht allen offen, die sich mit dem Kampf gegen die Privatisierung öffentlicher Bildung und für freie und emanzipatorische Bildung identifizieren, sich auf dieser Plattform einzubringen und sie mitzugestalten!
Einige von uns haben sich bereits bei folgenden Gegebenheiten kennengelernt und vernetzt: 10 Jahre “Bologna-Prozess” in Louvain la Neuve (Belgien) vom 25.-29. April 2009, G8 University Summit in Turin (Italien) vom 17.-19. Mai 2009, “Bologna Burns” in Wien (Österreich) vom 11.-14. März 2010, “Bologna keeps on Burning” in Madrid (Spanien) vom 8.-14. April 2010 und dem “European Education Congress” in Bochum (Deutschland) vom 25.-30. Mai 2010.
Folgende Ziele verbinden uns weltweit:
Wogegen wenden wir uns?
- Die Folgen des bestehenden Wirtschaftssystems für Menschen und Bildungssysteme:
→ Studiengebühren oder jegliche andere Form von Gebühren, welche Menschen vom Zugang und der gleichberechtigten Teilnahme an Bildung abhalten
→ die Verschuldung von Studierenden
→ öffentliche Bildung, die danach ausgerichtet ist dem (Arbeits-)Markt zu dienen:► Der sogenannte Bologna-Prozess (sowie entsprechende Prozesse in anderen Teilen der Welt) zielt auf die Implementierung von Bildungssystemen, welche Menschen primär Fähigkeiten vermitteln sollen, die wiederum dem Arbeitsmarkt dienen. Der Prozess propagiert die Senkung der Kosten für die Ausbildung eines Menschen, verkürzt die Zeit der Ausbildung und bringt unterqualifizierte Arbeitskräfte hervor.
→ Bildung (sowie alle anderen Aspekte im Leben) als ein Handelsgut zu etablieren
→ den (zunehmenden) Einfluss von privatwirtschaftlichen Interessen, wenn es um die grundsätzliche finanzielle Ausstattung der öffentlichen Bildung geht
→ die (zunehmenden) Haushaltskürzungen für öffentliche Bildung weltweit
→ die “Privatisierung” öffentlicher Gelder durch die Subventionierung privatwirtschaftlicher Bildungseinrichtungen
→ die Ausbeutung von Angestellten in Bildungseinrichtungen - Wir setzen uns ein gegen die Diskriminierung und Beschränkung des Zugangs zu Bildungseinrichtungen basierend auf:
→ sozio-ökonomischem Hintergrund (Bildungssysteme sind zur Zeit so gestaltet, dass Menschen mit
weniger Geld nicht im gleichen Umfang an ihnen partizipieren können)
→ Nationalität
→ Leistung
→ politische Ideologie und Aktivitäten
→ Geschlecht
→ sexuelle Orientierung
→ Religion
→ ethnischem Hintergrund
→ Hautfarbe
- Wir setzen uns gegen die Bevorzugung von Forschung ein, welche primär darauf abzielt kommerziell verwertbare Patente anstatt für alle frei verfügbares Wissen zu generieren!
→ Öffentliche Bildungseinrichtungen werden vermehrt dazu gedrängt, um private Sponsoren zu konkurieren, um (Grundlagen-)Forschung durchzuführen; gleichzeitig weisen Gelder aus privatwirtschaftlichen Quellen die Tendenz auf nur in profitversprechende Forschung investiert zu werden (- was wiederum zu einer Reduzierung von Mitteln für die Forschung in Bereichen, die eventuell von großer Bedeutung für die Öffentlichkeit wären, jedoch als nicht wirtschaftlich lukrativ eingestuft werden, führt). Ob Bildungseinrichtungen und ihre Mitglieder als “exzellent” eingestuft werden, hängt von ihrer wirtschaftlichen Leistung ab, was wiederum meist ein Kriterium für die Unterstützung durch weitere öffentliche Gelder ist.
- Wir setzen uns bei der Vergabe von Mitteln gegen die Bevorzugung gewinnorientierter Forschung anstatt für Lehre und Grundlagenforschung ein.
- Wir lehnen Aktivitäten der Armee innerhalb von Bildungseinrichtungen ab:
→ keine Forschung speziell für militärische Zwecke
→ keine Werbe- und Rekrutierungsaktivitäten der Armee
Wofür kämpfen wir?
- INHALT:
→ freie und emanzipatorische Bildung als ein Menschenrecht: Bildung sollte primär dem individuellen
Interesse dienen emanzipiert zu sein, das heisst befähigt zu werden die einen umgebenen Machtstrukturen und das Umfeld kritisch zu reflektieren und zu verstehen; Bildung sollte nicht nur die Emanzipation des Individuums ermöglichen, sondern auch der Gesellschaft als Ganzes
→ Bildung als ein öffentliches Gut, in welchem sich ausschließlich öffentliche Interessen widerspiegeln
→ akamdemische Wahlfreiheit: die Freiheit jeglicher akademischer Disziplin nachzugehen - ZUGANG:
→ frei von monetären Bezahlungsmechanismen für Teilnehmende sowie jedwede Form der Diskriminierung und Ausgrenzung und somit für den freien Zugang für alle Individuen
→ ausreichende Mittel für alle öffentlichen Bildungseinrichtungen unabhängig von ihrer Rentabilität
- AUFBAU:
→ alle Bildungseinrichtungen sollen demokratisch strukturiert sein (Basisdemokratie als Grundlage für Entscheidungsprozesse)
Warum auf lokaler und globaler Ebene?
Die Auswirkungen des derzeitigen globalen Wirtschaftssystems verursachen Kämpfe auf der ganzen Welt. Während wir versuchen Druck auszuüben, um die lokale/regionale Politik und Gesetzgebung zu beeinflussen, müssen wir uns immer über die globale und strukturelle Natur unserer Probleme bewusst sein. Zudem ist es notwendig sich über Taktiken, Erfahrungen in Organisationen und theoretisches Wissen auszutauschen sowie voneinander zu lernen. Kurzfristige Veränderungen können teilweise auf lokaler Ebene erreicht werden, eine grundsätzliche Veränderung hingegen wird es nur geben, wenn wir uns global vereinen.
Bildungssysteme weltweit machen genau das, was sie innerhalb dieses Wirtschafts- und Staatssystems tun sollen: selektieren, ausbilden und Ignoranz sowie Unterwerfung schaffen. Wir vereinen uns für ein anderes Bildungssystem und ein anderes Leben.
Wir halten zusammen gegen jegliche Formen der Repression seitens der Staatsapparate weltweit gegen Menschen, die sich für freie und emanzipatorische Bildung einsetzen.
Die folgenden Gruppen und Individuen unterstützen diese Erklärung, helfen diese weiter zu verbreiten und werden sich vermehrt für die Vernetzung bildungspolitisch aktiver Gruppen weltweit einsetzen sowie sich aktiv in der “Globalen Aktionswelle für Bildung” einbringen.
Wenn auch du/ihr als Einzelperson oder Gruppe diese Erklärung unterstützen willst/wollt, dann schreibe/schreibt eine e-Mail an: united.for.education@gmail.com
~ one world – one struggle ~
Bundesweites Bildungsstreik-Vernetzungstreffen in Berlin
Vom 6. bis 8. August 2010 lädt Berlin zur bundesweiten Bildungsstreikkonferenz (aka Vernetzungstreffen) ein. Wir wollen Fragen, die sich viele lokale Bündnisse, Gruppen und Einzelpersonen stellen, gemeinsam auf bundesweiter Ebene diskutieren: Wo steht der Bildungsstreik gerade, geht es weiter, wenn ja: wie und wer macht mit?
Die Berliner Vorbereitungsgruppe hat dazu Räume auf dem Campus der TU Berlin organisiert, kümmert sich um Infrastruktur, Verpflegung und dergleichen. Die Adresse lautet: Straße des 17. Juni 145, 10623 Berlin. (Nahe U-Bahnhof Ernst-Rheuter-Platz (U2) und S+U Zoologischer Garten). Die Konferenz beginnt am Freitag um 14:30 Uhr und endet am Sonntag um 14:00 Uhr.
Bitte schickt, wenn ihr kommen wollt, eine Anmeldung an
bildungsstreik.konferenz.berlin@googlemail.com – insbesondere falls ihr einen Schlafplatz benötigt und keine Bekannten in Berlin habt. Meldet euch auch, falls ihr eine AG auf dem Treffen bilden wollt und dafür Räumlichkeiten benötigt.
Wenn ihr als Bündnis/Gruppe zur Konferenz kommt, reicht uns natürlich eine Mail für alle. Im Idealfall schreibt ihr dann auch gleich, wenn ihr eine Mitfahrgelegenheit anzubieten habt, damit wir das an andere Interessierte weitersagen können. Letzteres könnt ihr unkompliziert als Kommentar zu diesem Artikel hier hinzufügen.
Sendet uns auch gerne Diskussionspapiere. Wir werden sie auf bildungsstreik.net veröffentlichen und auf ihrer Grundlage versuchen, einen Tagesordnungsvorschlag zu erarbeiten.
Wir sehen uns im August!
Konferenz AG
des Berliner Bildungsstreik-Bündnisses
Quelle: http://www.bildungsstreik.net/vernetzungstreffen-berlin-2010/
Bildung als Anpassung? von Jochen Krautz
Bildung als Anpassung?
Das Kompetenz-Konzept im Kontext einer ökonomisierten Bildung
JOCHEN KRAUTZ
Fromm Forum 13/2009
Einleitung
Es hat sich in der Bildungsdiskussion in Deutschland etabliert, pädagogische und bildungspolitische Fragen mit immer ähnlichen Rezepten zu beantworten, die jedoch nicht aus der Pädagogik oder der Bildungstheorie stammen, sondern weitgehend der Ökonomie entliehen sind.
Ein Beispiel:
Im Februar 2008 wurde das Jahresgutachten des „Aktionsrats Bildung“, eines Gremiums des „Verbandes der bayerischen Wirtschaft“, mit der üblichen medialen Inszenierung vorgestellt. Der Titel lautet: „Bildungsrisiken und -chancen im Globalisierungsprozess“.1 Als Autoren des Elaborates zeichnen illustre Professoren wie Dieter Lenzen, Präsident der HU Berlin, Manfred Prenzel, deutscher PISA-Leiter sowie Detlef Müller-Böhling, damals noch Chef des „Centrums für Hochschulentwicklung“ der Bertelsmann-Stiftung, verantwortlich.
Die Argumentation ist beispielhaft für das, worum es im Folgenden gehen wird: Aus der Analyse des ökonomischen Globalisierungsprozesses wird ohne weiteres Hinterfragen dieses schon ökonomisch problematischen Prozesses abgeleitet, dass sich das Bildungswesen auf die daraus vermeintlich resultierenden Anforderungen einzustellen hätte. Bildung müsse befähigen, sich an diese Herausforderungen anzupassen, elastisch zu sein und Globalisierung nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung zu erleben.
Um das zu erreichen, wird ein Forderungskatalog aufgestellt: Englisch bereits im Kindergarten; Lehrer sollen nur befristet eingestellt und leistungsbezogen bezahlt werden; nicht nur das Abitur, sondern fächerspezifische Tests sollen die Eintrittskarte für die Hochschulen sein, mit dem besonderen Hinweis, dass diese Tests auch von privaten Testfirmen angeboten werden könnten.
Copyright © 2009 by
Professor Dr. Jochen Krautz
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft,
Fachbereich Bildungswissenschaft
Johannishof, D-53347 Alfter/Bonn,
E-Mail: jochen.krautz@alanus.edu
Den ganzen Beitrag finden Sie hier
Hierzu schreibt Dr. Arthur Brühlmeier Folgendes:
Sehr geehrte Damen und Herren
in meinem Buch “Menschen bilden” habe ich bedauernd darauf hingewiesen, dass unsere Schulen immer stärker unter dem Diktat von Prinzipien umgestaltet werden, die in der Wirtschaft als richtungweisend betrachtet werden. Herr Prof. Dr. Jochen Krautz hat dies in seinem Aufsatz “Bildung als Anpassung” profund analysiert und aufgezeigt, wes Geistes Kind diese zur Zeit omnipräsenten Reformmassnahmen im Bereich von Schule und Bildung sind. Im Aargau sind wir beispielsweise daran, für jedes Kind ein Portfolio zu erstellen, das es durch den ganzen Bildungsprozess vom Kindergarten an begleiten soll und in welchem totale Transparenz hergestellt wird über seine Leistungen, Begabungen und Verhaltensweisen. Hier handelt es sich um nichts Geringeres als um Fichen, die schliesslich in die völlige Tyrannei führen. Niemand fragt nach, niemand diskutiert ernsthaft, es geschieht einfach. Keine Frage, dass dies später als Grundlage für den Eintritt ins Berufsleben verwendet wird. Dass solche Portfolios dann auch in den Betrieben geführt werden (übrigens auch über jeden Lehrer), versteht sich von selbst. Merken wir immer noch nicht, was gespielt wird?
Ich lege Ihnen den erwähnten Aufsatz bei. Vielleicht finden Sie mal eine freie Stunde, um sich dieser Problematik anzunehmen.
Mit freundlichen Grüssen
Arthur Brühlmeier
Mit freundlichen Gruessen
von seniora.org
quelle: http://fachbereich-bildungswissenschaft.de/wp-content/uploads/krautz-bildung-als-anpassung.pdf
Update aus Regensburg
Posted by wurzellicht in _ überall, regensburg on February 25, 2010
++ Ultimatum verstreicht ++ BesetzerInnen nach wie vor im H2 ++ Vater
des Verteidigungsministers bekundet Solidarität ++
Nachdem seit Montag wieder im H2 übernachtet wird, hatten die
BesetzerInnen gestern Nachmittag eine Räumungsdrohung der
Hochschulleitung erhalten. Passiert ist nichts. Die Studierenden hatten
versucht, kurzfristig möglichst zahlreich zu mobilisieren. Bei Ablauf
des Ultimatums um 21h hatten sich ungefähr 80 Studierende und
solidarische Schülerinnen und Schüler, Gewerkschaftler, Vertreter aus
der Politik und anderweitige Symphathisanten im Hörsaal H2 eingefunden,
um der wahrscheinlichen polizeilichen Räumung zu widersprechen.
Währenddessen fand im Audimax ein klassisches Konzert statt. Vor- und
nach dem Konzert, sowie in der Pause kamen immer wieder interessierte
Konzertbesucher in den besetzten Hörsaal und bekundeten ihre Solidarität
- darunter der Vater des Verteidigungsministers Guttenberg, der seine
Unterschrift auf eines der Protestbanner setzte.
Andere unterstützten die Protestierenden unter Beifall mit großzügigen Geldspenden im
dreistelligen Bereich. Das Plenum bedankt sich außerordentlich für diesen überwältigenden
Zuspruch von allen Seiten. “Wir fühlen uns in unserem Kurs bestätigt und
machen weiter”, so ein Besetzer.
Auch wenn die Hochschulleitung den Hörsaal in den kommenden Tagen Räumen
sollte, hat diese Demonstration der Solidarität verdeutlicht, dass die
Proteste unter breitem Zuspruch weitergehen werden. Die BesetzerInnen
planen derzeit Aktionen für den Schüler-Hochschultag am kommenden
Freitag, bei dem die Universität und auch der H2 für
Studieninteressierte geöffnet sein wird.
AG Presse der besetzten Universität Regensburg
ag_presse@regensburg-besetzt.de Tel.: 0152 -26 84 58 99
To the brave occupants of the Sussex University,
Posted by wurzellicht in _ überall, _Niederlande on February 10, 2010
How fantastic it is to hear students in Great Britain are now also organizing to make a fist against the cuts in and demolition of education. In Holland there also was a wave of university occupations.
Here in Utrecht we occupied the administration management section for 3 days, to make a statement for investments in education and more student participation. In Holland we are only at the beginning of a students movement, and it’s so encouraging to see that throughout the whole of Europe, the whole world students are once again finally stepping up for their rights on quality education.
In a time where the ministry of defense gets a budget of over 20.000.000.000, we’re fighting an unsupported war, billions are invested to “save” banks, it’s hypocrisy to cut on education, health-care and other social acquirements. Education must remain accessible for all people, no matter what financial background.
Yesterday, occupiers from Austria and Germany arrived here, because they heard about the occupations in Holland and wanted to show their direct support. They brought a huge banner, which decorated a lot of universities in Germany and Austria already. In Holland there’s still the brilliant law which allows people to squat buildings that are not used for over a year. We had the honor to drop it from our squatted office building , to symbolize our enthusiastic solidarity to your occupation.
We hereby offer you our full support. Lots of solidarity, and success we wish for you now and the upcoming struggle. And last but not least, thanks a lot, for inspiring us and every student that cares.
Occupants, from Utrecht and cities in Germany and Austria.
Wander-Transpi-Chaoten (WTC) auf Tour
Posted by wurzellicht in _ überall on February 8, 2010
+++ Aktivisten fordern freie Bildung +++ Wandertransparent FREE UNI am Hauptgebäude der Universität Bonn und in Ultrecht (NL)+++Europaweit Uni-Besetzungen und Protest gegen Bologna +++ Proteste zu den Bologna-Feierlichkeiten in Wien angekündigt

„FREE UNI“ – 7 Buchstaben und ein Logo auf 185 m2. Ein Gigantisches Wandertranspi aus Salzburg geht weiter auf Tour. Mit der Anbringung des Riesentransparentes auf dem Balkon des Hauptgebäudes der Universität Bonn, geht die Reise des Banners, nach einer einmonatigen Pause in einem Bonner Keller, weiter.
Zuvor war es bereits in Salzburg, Innsbruck, Wien, München, Heidelberg, Tübingen, Potsdam und Berlin zu sehen.
(Fotos: siehe hier: http://de.indymedia.org/2010/02/272893.shtml )
Heute hing es dann während einer Aktion vom Dach des zweitgrößten Gebäudes (16 Etagen) der Uni- in Ultrecht. Bei der Aktion ging es den europäische Bildungsaktivisten darum, auf die internationale Dimension der Bildungs-Misere aufmerksam zu machen.
In Ultrecht, Njemwegen, Amsterdam und Rotterdam waren vergangene Woche die Verwaltungsgebäude von Aktivist_innen besetzt worden, und somit der Universitätsbetrieb für zwei Tage lahm gelegt. Der Internationale Protest gegen das auf Selektion und Konkurrenz aufbauende Bildungssystem geht auch im Jahr 2010 weiter.
Und ein Ende der Reise des Wandertranspis ist vorerst nicht abzusehen. Morgen wird es vl. noch in Brüssel oder Amsterdam zu sehen sein bevor es pünktlich zum Internationalen Vernetzungstreffen am Donnerstag in Paris eintreffen wird. Dort wird am Tag darauf das erste offizielle Vorbereitungstreffen für den Europäischen Bildungskonkress am 1.- 6.6.10 in Bochum[1] stattfinden.
Ein Student von ,,Unibrennt Wien“ ergänzt: „Idee des Internationalen Transparents ist es freien Zugang zu Lehre und Lernen in ganz Europa zu etablieren. Die Forderung FREE UNI ist daher eine allgemeine gesellschaftspolitische Forderung.“
Der dreiteilige Stoffbanner wurde unlängst durch ein Ankündigungstransparent erweitert. Zur 10-jährigen Jubiläumsfeier des Bologna-Prozesses werden in Wien 46 Minister_innen aus ganz Europa erwartet. Bei einem Abendessen in der „Hofburg“ in Wien, soll die Bologna-Reform gefeiert werden. Doch dass die vor zehn Jahre in Bologna beschlossenen Hochschulreformen kein Grund zu feiern sind werden die Minister_innen spätestens in Wien merken. Denn vom 11. bis 14. März wird es in Wien einen „Gegengipfel“[2] geben, zudem auf diesem Wege herzlich eingeladen wird. Geplant sind vielfältige Proteste, von Workshops und Lesekreise über Konzerte und Party bis zu Besetzungen und Massenblockaden unter dem Motto „Bologna burns!“
Im Aktionszeitraum vom 10. zum 15. März werden Schlafplätze, Volxküche und genug Möglichkeiten sich einzubringen vorhanden sein. Wie sonst übrigens zur Zeit immer in Wien. Kommt vorbei, nutzt die Möglichkeiten, die die Besetzungen auch im Bezug auf Reisen und Austausch bieten.
Bei Fragen oder Anregungen schreibt doch einfach: wtchaoten@gmail.com
Bolognagipfel in Wien
Am 11./12. März 2010 wollen die BildungsministerInnen der EU-Staaten das zehnjährige Bologna-Prozess-Jubiläum in Wien und Budapest feiern. Anlässlich dieses Termins haben die AktivistInnen in Wien angefangen einen Gegengipfel auf die Beine zu stellen. Es wurden bereits dutzende Bündnisse in ganz Europa angeschrieben und eingeladen. Zusätzlich zu den Blockaden, Aktionen, Demos etc. sollen auch Veranstaltungen in der Uni stattfinden. Thematisch ist dieser Teil völlig offen ausgelegt. Ausdrücklich wurde betont, dass jeder/jede die Möglichkeit hat sich einzubringen. Sei es mit einem Workshop, einem Vortrag oder Sonstigem. Vergangenen Samstag, 19.12, fand bereits das erste Planungstreffen statt, zu dem auch drei Berliner Studenten(FU,HU,KHSB) anreisten. Dort wurden die ersten Schritte v.a. zur europaweiten Mobilisierung gemacht.
Am 9.Januar wird es in Wien das nächste Vorbereitungstreffen geben, bei dem jede/jeder willkommen ist.
Für Februar haben die Sorbonne in Paris und die Uni Bologna zu Treffen eingeladen, die
sich auch mit dem Bologna-Gegen-Gipfel auseinandersetzen werden.
Ausdrücklich ist zu betonen, dass eine gemeinsame europäische Planung und Durchführung erwünscht ist. Das Treffen soll ein deutliches Zeichen gegen die Feierlichkeiten zum Bologna-Prozess setzen.
Es gibt nichts zu feiern und das werden die Damen und Herren MinisterInnen in Form von Demos, Blockaden und anderen Formen des Widerstands zu spüren bekommen.
Lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die europäische Bildungspolitik setzen! Lasst uns gemeinsam die Bolognaprozess-Feierlichkeiten im März in Wien stören! Lasst uns gemeinsam nehmen was uns gehört!
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Auch in Berlin hat sich bereits eine AG Bolognagipfel gegründet, die sich am 04.01.10 um 19 Uhr im Audimax der HU trifft. Der Bologna-Gegen-Gipfel wird auch Thema beim berlinweiten Aktiventreffen am 07.01.10 ebenfalls in der HU sein.
weitere Informationen:
für bundes- und berlinweite Mobilisierung: ag.bologna.berlin@googlemail.com
KHSB: bildungsoffensive.khsb@yahoo.de
Uni Wien: www.unsereuni.at
und wie immer: www.unsereunis.de, www.bildungsstreik2009.de
Audimax Wien geräumt – Bildungsproteste gehen weiter
Wien 21. Dezember: Während andere Universitäten politische Lösungen finden, lässt das Rektorat der Universität Wien räumen. Versorgung der Obdachlosen nicht sichergestellt.
Obwohl eine politische Lösung in Reichweite war, ließ das Rektorat das Audimax heute Morgen von der Polizei räumen. Etwa 150 Personen verließen auf Aufforderung friedlich das Gebäude. Die BesetzerInnen sind enttäuscht von der Vorgehensweise des Rektorats, sie verurteilen Räumungen als Ersatz für das Finden einer politischen Lösung.
Heute Abend hätten im Plenum die Bedingungen für eine Einigung mit der Universität beschlossen werden sollen. Von Seiten der BesetzerInnen herrschte eine große Bereitschaft noch vor Weihnachten eine Lösung zu finden.
Auch die Wiener Obdachlosenorganisationen fühlen sich übergangen. Die Vorbereitungen für die Versorgung der Obdachlosen waren noch nicht ganz abgeschlossen. Rund 100 Obdachlose stehen nun ein paar Tage vor Weihnachten auf der Straße. “Diese Menschen wurden heute mutwillig in die Kälte geschickt”, kritisiert Markus Reiter, Geschäftsführer des Neunerhauses.
Besonders unverständlich ist der Zeitpunkt der Räumung. Verglichen mit den letzten Wochen hat sich die Sicherheitslage nicht wesentlich verändert. Es gab keine akute Verschlechterung, die die heutige Räumung rechtfertigen würde.
Die Bildungsproteste gehen jedenfalls weiter! Die Wiener “unsereuni”-Bewegung hat ihr Zentrum in den noch immer besetzten zweitgrößten Hörsaal der Universität Wien (C1, AAKH) verlagert und die Arbeit sofort fortgesetzt. Um 13 Uhr und 19 Uhr finden dort Plena statt.
Die Audimax-Besetzung hat eine Bildungsbewegung losgetreten, die weit über die Besetzung hinausgeht. Über 30.000 Studierende sind über das Internet vernetzt, über 100 Arbeitsgruppen engagieren sich weiterhin, kreative Straßenaktionen, Proteste und Besetzungen an über 80 Universitäten in Europa gehen weiter.
Das Audimax Wien ist überall!
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Solidaitätsbekundung aus Spanien
A los estudiantes y profesores austriacos y alemanes:
Desde Corriente Roja, organización obrera y revolucionaria del estado español, estamos siguiendo con mucha atención vuestra lucha. En todos los países de la Unión Europea, la educación pública está sufriendo duros ataques por parte de todos los gobiernos, sean del color que sean.
El curso pasado aquí, Zapatero impuso una reforma que obliga en muchos casos a cursar un caro máster para poder ejercer profesionalmente o que permite a los empresarios controlar directamente el presupuesto de las universidades, pudiendo así reformarla según sus intereses, entre otras muchas medidas que buscan hacer de la educación un negocio al servicio del beneficio de los grandes empresarios y banqueros. Pero los estudiantes le plantamos cara al gobierno: rompiendo el silencio sobre la reforma, llegamos a parar las clases provocando huelgas y manifestaciones y ocupando aulas. Con algunos cambios menores que conquistamos, la reforma terminó imponiéndose en sus rasgos fundamentales y hoy estamos ya sufriendo los efectos de la privatización de la educación, potenciados por la crisis económica: falta de profesores, aumento de tasas, despidos, recortes al presupuesto de investigación, disminución de becas, asfixia presupuestaria…
A la vez que nosotros, profesores y estudiantes luchaban logrando victorias importantes en Grecia, Italia o Irlanda. Este año, por los mismos motivos, salís a pelear en Austria y Alemania.
Es por esto que vuestra lucha es la nuestra también. Si vosotros ganáis, todo este plan sufrirá una derrota. Y batalla a batalla podemos vencerlo. Vuestra lucha puede, y debemos intentar que así sea, ser el motor de la unificación de todas las luchas que se dan a lo largo del continente europeo de manera aislada. En última instancia, ganaremos o perderemos todos juntos, y nuestra única posibilidad pasa por actuar unidos.
Tenéis todo nuestro esfuerzo a vuestra disposición para lo que podáis necesitar. ¡Ánimo y adelante!
Estudiantes de Corriente Roja, diciembre del 2009,
estado español. www.corrienteroja.net
Rome: Action in Solidarity with German students
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Today, during the national strike of education, thousands of students demonstrated in several italian cities against cuts funding and claiming basic income and autonomy of research.
During the demonstration in Rome students shouted their solidarity to German students who have been evicted from university in the last week in different German cities. Above all in Frankfurt more than 170 students have been identified, five of them have been hit by police needing hospital aid, and all students have been denounced for illegal occupation.
After these facts students decided to express their solidarity showing a banner in front of the Embassy of Germany that said “Make our university! solidarity with German students” shouting that our struggle is a common one, we won’t pay for your crisis, we want money for education now and we’re already making our university!
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quelle: http://www.uniriot.org/


