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Heute Nachmittag Großes Wiedersehen in Bielefeld
Heute Nachmittag um 16 Uhr findet ein großes, offenes Wiedersehen mit
ehemaligen BesetzerInnen, SympathisantInnen und solchen, die es noch
werden wollen, UnterstützerInnen, FreundInnen und Interessierten im
Audimax statt. Es geht neben heiterem Beisammensein vorallem darum,
konkrete Strategien für das weitere Vorgehen zu entwickeln.
Kommt vorbei; bringt euch ein!
Wessen Uni? Unsere Uni!
Blog
Hi, wir versuchen zwar auch hier regelmäßig Updates zu liefern aber aktueller ist folgender Blog von uns gepflegter:
Unianeignung in Bielefeld geglückt!!!
Wir sind wieder da! Heute um 14 Uhr sind wir mit knapp 80 Personen wieder in unsere alte WG, das Audimax, gezogen. Der Tag wurde genutzt, um uns neu zu organisieren und erste Arbeit in den Arbeitsgruppen zu leisten. Ab morgen, wenn die Uni ins Wochenende startet, werden wir die Zeit nutzen um die Themen der ersten Besetzung neu aufzugreifen und die Diskussion zu intensivieren.
Morgen um11 ist Plenum. Kommt vorbei und bringt euch ein.
Unianeignung Bielefeld Teil 2
Unianeignung Bielefeld Teil 2:
Wir geben nicht auf! Es geht weiter:
Treffen zur Unianeignung ist um 14 Uhr vor der Sparkasse in der Unihalle.
Je mehr desto besser!! Also tragt die Info in die Welt hinaus.
Pennsachen, Isomatten, Sofas, Ponnys etc. sind sehr empfehlenswert.
In dem Sinne – Bis Donnerstag
NRW weite Antirepressions Demo
Zur Zeit wird eine NRW weite Bildungsstreik Demo gegen Repression organisiert.
Besprecht in eurem Streik-Plenum ob ihr den Aufruf unterstützen wollt und setzt euch hier auf die UnterstützerInnen Liste. Gruppennamen sind besser als Einzelpersonen. Verbreitet den Aufruf weiter und organisiert eine gemeinsame Anfahrt.
Treffpunkt: Mi. 25.11 – 14h Campus Duisburg vor dem Audimax
Unser Innovationsminister Pinkwart wird zur selben Zeit am Campus sein
ab 16h beginnt die Demo
Info und Koordination läuft über die AG Bildungsstreik Duisburg/Essen.
Vorraussichtlich zum Dienstagabend werden wir ein letztes Vorbereitungstreffen abhalten zu dem wir auch noch einmal einladen werden.
Aufruf:
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Aufruf zur NRW weiten Bildungsstreik Demonstration gegen Repression, am Mi. 25.11 in Duisburg. Treffpunkt: 14h Campus Uni-Duisburg
Von allen Seiten erhält der Bildungsstreik Zuspruch. Kaum ein Politiker traut sich noch die Probleme im Bildungssystem zu bestreiten. Doch weisen alle die Verantwortung von sich und leisten lediglich Lippenbekenntnisse. Hinter dieser freundlichen Maske für die Öffentlichkeit wird allerdings mit gröbster Gewalt versucht den Protest nieder zuschlagen. An vielen Orten die gleichen Bilder:
In Essen wurden aus einer friedlichen Spontandemonstration zum Bildungsstreik heraus Leute von Polizisten verprügelt und festgenommen. Es gab einen Kessel mit über 150 Menschen zum Teil unter 14 Jahre alt, die Gewaltausbrüche der Polizisten vor Ort waren für viele traumatisch.
In Düsseldorf ruft der Schulleiter der Hulda-Pankok Gesamtschule, Heinz Gniostko, eine Einsatzhundertschaft, um seine SchülerInnen mit Gewalt aus der Schule entfernen zulassen. Diese hatten symbolisch ihre Aula besetzt und wollten dort Diskussionsveranstaltungen organisieren.
Die Liste der gewalttätigen Übergriffe ließe sich lange fortsetzen. An vielen besetzten Unis setzt die Hochschulleitung auf Polizeigewalt und Strafanzeigen, statt auf Argumente.
Zum einen kann dies als ein völliges Versagen von (Hoch-)Schulleitungen und der Polizei verstanden werden. Allerdings wiederholen sich die Fälle zu oft. Das Vorgehen hat Methode. Es ist Aufgabe der Verantwortlichen in Bildungsinstitutionen und Polizei den Status Quo zu schützen. Öffentlich spricht man sein Verständnis aus, hinter den Kulissen aber versucht man die Protestierenden zu spalten und zu Kriminellen zu erklären. Jene, die sich nicht einschüchtern lassen werden mit Polizeieinheiten konfrontiert, die dazu ausgebildet wurden, Aufstände nieder zuschlagen. Die traumatischen Gewalterfahrungen sollen jungen Menschen, die es mit der Meinungsfreiheit zu Ernst nahmen, den Mut nehmen.
Hier offenbart sich, dass unsere Demokratie dort endet, wo der Protest einen Punkt erreicht, an dem er in der Lage ist die bestehende Situation tatsächlich nachhaltig zu verändern. Diese Erfahrung ist erschreckend und wir können diesen Zustand nicht länger hinnehmen!
Der Bildungsstreik Forderungskatalog zielt im Kern darauf ab die Selbstbestimmungs- und Demokratiefähigkeit jedes Menschen zu entwickeln. Diese müssen nun auch gegen Kriminalisierung und Polizeigewalt geschützt werden.
Daher demonstrieren wir:
-für eine Aufklärung des von der Presse so genannten “Essener Kinderkessel”
-für eine strafrechtliche Amnestie aller im Zuge des friedlichen Bildungsstreiks angeklagten in NRW und bundesweit, sowie unserer Komilitoninnen und Komilitonen international
-wir fordern ein Kennzeichnungsnummer für Polizisten, gut sichtbar auf ihrer Dienstuniform, damit Polizisten, die im Dienst gewalttätige Übergriffe begehen, im Nachhinein auch belangt werden können.
-von der Politik und Hochschulleitungen fordern wir weiterhin ein Eingehen auf unsere Hauptforderung: Eine freies ausfinanziertes Bildungssystem für Alle!
Bildung ist ein Menschenrecht – Wir geben uns nicht mit kleinen Retouchierungen zufrieden!
Daher kommt alle zur NRW landesweiten Bildungsstreik Demonstration gegen Repression nach Duisburg!
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UnterstützerInnen des Aufrufs:
Audimaxbestzer_innen Bochum / AG Bildungsstreik Bochum
AG Bildungsstreik Duisburg/Essen
Bericht aus Bielefeld
Auch in Bielefeld gab es gestern, den 17.11.2009, eine Demonstration im Zuge des bundesweiten Bildungsstreiks. Mindestens 1000 Schüler und Studenten demonstrierten friedlich neben einem Großaufgebot der Polizei. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Demonstration versammelten sich etwa 300 Studierende in der Unihalle, um an dem Festakt zur 40-Jahr-Feier und der Einführung des neuen Rektors Gerhard Sagerer teilzunehmen. Durch verschlossene Türen zum Audimax, zahlreiche Sicherheitskräfte und Hundertschaften der Polizei wurde den Studenten jedoch ihr Ausschluss signalisiert. Nach dreistündiger lautstarker Belagerung der Unihalle verließen die 600 geladenen Gäste der Feierlichkeiten vorzeitig, begleitet von Sprechören, unter Polizeischutz die Universität. Nach dem Abbruch der Veranstaltung kam der neue Rektor Sagerer – der fünf Tage zuvor schon die Räumung des Audimax durch die Polizei veranlasste – der Forderung “WIR WOLLEN DEN REKTOR SEHEN” nach und gab eine kurze Stellungnahme ab. Er signalisierte lediglich Gesprächsbereitschaft mit den studentischen Vertretungen des AStA, der Fachschaften und des StuPa. Mit den Protestlern selbst zu kommunizieren lehnte er ab. Darüber hinaus verwies er auf laufende Reformprozesse und machte deutlich, dass er Studiengebühren grundsätzlich für ein geeignetes Mittel zur Verbesserung der Studienbedingungen hält.
Nach heutigen Presseberichten schließt der Rektor ein Zusammenkommen mit der studentischen Vollversammlung nicht mehr aus. Konkrete Termin(vorschläg)e gibt es bisher jedoch nicht.
Der zunehmende studentische Protest zeigt Wirkung; das Rektorat erwägt, die Gala anlässlich des 40-jährigen Bestehens der “Reform”-Universität Bielefeld abzusagen.
Die Demonstranten aus Schülern und Studenten haben gestern eindrucksvoll bewiesen, dass bildungspolitische Reformen nicht länger ohne ihre Stimme durchzusetzen sind.
Bielefeld: Polizei räumt das AudiMax
Bericht und Pressemitteilung des AStA der Uni Bielefeld:
AudiMax durch die Polizei geräumt
Am heutigen Freitag, den 13.11.2009 um 6 Uhr stürmten etwa 70 PolizistInnen ohne Vorwarnung das AudiMax der Universität Bielefeld. Sie folgten damit einer Aufforderung des Rektorats. Ziel war es, die dort schlafenden BesetzerInnen zu überraschen. Die friedlichen BesetzerInnen waren jedoch durch von ihnen aufgestellte Wachen rechtzeitig über den bevorstehenden Einsatz informiert worden, so dass die PolizistInnen ein leeres Auditorium vorfanden und unverrichteter Dinge wieder abzogen.
Die BesetzerInnen hatten am Vorabend einen ausführlichen Fragenkatalog an das Rektorat geschickt. Mit diesem wollten sie mit dem Rektorat eine gemeinsame Arbeitsgrundlage zur Lösung der problematischen Studiensituation erarbeiten. Das Rektorat war jedoch nicht bereit, mit den BesetzerInnen zu reden.
Der AStA ist schockiert über das unangebracht harte Vorgehen des Rektorats!
Die Besetzung des AudiMax ist aus einem vorhandenen Frust der Studierenden über die Studienbedingungen entstanden, der mit der Auflösung der Besetzung durch die Staatsmacht nicht behoben ist. Eine verbesserte Einbringung der Interessen der Studierenden steht nicht in Aussicht.
Der AStA hatte sich ein anderes Verhalten erhofft!
Der heutige Polizeieinsatz war bereits der zweite in diesem Jahr. Im Februar war eine angemeldete Demonstration von Studierenden gegen den neuerlichen Beschluss von Studiengebühren von der anwesenden Polizei aufgelöst worden. Auch damals hatte das Rektorat die inhaltliche Diskussion vermieden.
Eine Pressemitteilung des AStA der Uni Bielefeld findet ihr hier: (PDF / http://www.asta-bielefeld.de/CMS/fileadmin/user_upload/34/AStARef_Oeffentlichkeit/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_36/pm_stuermung.pdf)
Besetzung des Audimax Bielfeld wird fortgesetzt
Studierende zeigen sich unbeeindruckt
Besetzung des Audimax Bielfeld wird fortgesetzt
Die studentischen Proteste im Bielefelder Audimax halten weiter an. Rund 150 Studierende trotzen der Kälte. Am frühen Morgen betrat Rektor G. Sagerer in Begleitung seiner Gefolgschaft den besetzten Raum. Er verlangte eine Liste mit konkreten Forderungen, welche auf Grund der basisdemokratischen Entscheidungswege im vorgegebenen Zeitrahmen nicht erstellt werden konnte. Nachdem klar wurde, dass es momentan keine solche Liste geben wird, forderte er die Studierenden auf, die Besetzung unverzüglich aufzulösen und drohte bei nicht erfolgter Räumung weitere Sanktionen an. Dennoch zeigen sich viele Studierende unbeeindruckt – die Zahl der Besetzer wächst.
Die verschiedenen Arbeitsgruppen werden anhaltend intensiv und engagiert vorangetrieben. Dadurch, dass die AG’s sich nun weitestgehend mit ihren jeweiligen Themengebieten vertraut gemacht haben, ist nun ein strukturierteres Ausarbeiten mit klareren Formulierungen möglich. Bis zum Erreichen ehrlicher Kooperationsbereitschaft wird der Diskussionsfreiraum aufrechterhalten und genutzt.
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Offener Brief der BesetzerInen an das Rektorat: http://www.unsereunis.de/wp-content/uploads/2009/11/Offener-Brief-der-BesetzerInnen-Bielefeld-an-das-Rektorat.pdf
Besetzung in Bielefelder Uni
Studierende wehren sich gegen Missstände
An die Vollversammlung am 11.11.2009 der Studierenden der Universität Bielefeld anschließend, wurde das AudiMax besetzt. Dies geschieht im Kontext einer internationalen Bewegung. So ist das Auditorium Maximum in Wien seit dem 22. Oktober in studentischer Hand. Heidelberg, Potsdam, Duisburg/ Essen und auch London zogen nach. Grund für die Einberufung einer Vollversammlung sind die allgemein herrschenden Missstände sowie eine Solidaritätsbekundung gegenüber den aktiven Hochschulen. Mit diesem Schritt reagierten die Studierenden auf die zunehmende Verschulung und Ökonomisierung des Bildungssystems. Sie fordern das Rektorat auf, mehr Mitbestimmung zu erlangen sowie selbstbestimmtes Studieren. Aktuell stellt sich die Lage so dar, dass in nahezu jeder Veranstaltung Anwesenheitskontrollen stattfinden, viele Studierende müssen zur Studienfinanzierung arbeiten gehen und es gibt in vielen Studiengängen vorgefertigte Stundenpläne. Dies widerspricht den Grundsätzen der studentischen Selbstbestimmung. Mit der Besetzung des Hörsaals wurde ein Freiraum für Diskussionen geschaffen, der für alle offen steht.


