Besetzter Hörsaal an FU geräumt – Bildungsstreik geht weiter!


++ Besetzter Hörsaal 1A der Freien Universität geräumt ++ Besetzter Hörsaal der Freien Universität geräumt ++ Besetzter Hörsaal der Freien Universität geräumt ++

Nach etwa drei Monaten wurde an der FU Berlin in den frühen Morgenstunden des 14. Februar der seit November besetzte Hörsaal 1A geräumt. Die zum Zeitpunkt der Räumung im Hörsaal verbliebenen Aktivist_innen wurden unter Gewaltanwendung von Polizist_innen aus der Universität getragen und vorübergehend festgenommen.

Obwohl die Studierenden im Zuge der Besetzung erste Teilerfolge durchsetzen konnten, zeigten sich Politik und Universitätsleitung gegenüber deren Kernforderungen bisher weitestgehend ignorant: So fanden die Rufe nach einer grundlegenden Umstrukturierung der Lehr- und Lernbedingungen, dem Abbau sozialer Schranken beim Hochschulzugang sowie paritätischer Mitbestimmung in akademischen Gremien kein Gehör.

Anstatt mit den Besetzer_innen und den übrigen Studierenden in einen ernsthaften Dialog zu treten, zog es die Universitätsleitungleitung nun vor, die Verbliebenen von einem Einsatzkommando der Polizei und Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsdienstes aus dem Universitätsgebäude räumen zu lassen – selbst ein auf Krücken angewiesener Studierender blieb davon nicht verschont.

AG Öffentlichkeitsarbeit der FU Berlin

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  1. #1 by Siggi Esser on February 17, 2010 - 11:25 pm

    Protestler nistete sich in Linke-Zentrale ein

    Er wollte gegen die Räumung eines besetzten Hörsaals protestieren: In Berlin hat sich ein 33-Jähriger in der Parteizentrale der Linken eingenistet. Erst gewährte man ihm dort Asyl – dann aber widersetzte sich der Mann den Sicherheitskräften. Jetzt wird wegen Hausfriedensbruch gegen ihn ermittelt.

    Berlin – Aus Protest gegen die Räumung eines seit Monaten besetzten Hörsaals der Freien Universität Berlin hatte sich ein 33-Jähriger in der Bundesgeschäftsstelle der Linken eingenistet.

    Zunächst schloss sich der Mann am Sonntagnachmittag für 20 Minuten in der Damentoilette des Karl-Liebknecht-Hauses in Mitte ein, teilte die Polizei am Montag mit. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes holten ihn heraus und brachten ihn in ein Arbeitszimmer.

    Der Mann erklärte, er wolle das Gebäude besetzen, da der Hörsaal am Sonntag nach dreimonatiger Besetzung geräumt worden sei.

    Die Linke gestattete ihm, zu bleiben, sofern er sich ruhig verhalten und nicht rauchen würde. Da er sich nicht an die Auflagen hielt, verwiesen ihn die Mitarbeiter des Hauses. Er widersetzte sich jedoch den Sicherheitskräften und später auch den herbeigerufenen Polizisten. Nun wird gegen ihn wegen Hausfriedensbruches und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

    Der Mann begründete die Aktion damit, dass die Proteste an der Freien Universität (FU) Berlin nicht den gewünschten Erfolg gehabt hätten. An der FU Berlin hatte die Polizei am Sonntag einen während der bundesweiten Studentenproteste im November besetzten Hörsaal geräumt. Zehn Studenten wurden aus der Universität geleitet oder getragen und vorübergehend festgenommen.

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