Der zweite Tag der Besetzung des Gebäudes U7 der Universität Bamberg ist geprägt von intensiver Arbeit in den einzelnen Arbeitskreisen. In diesen werden die Diskussionsgrundlagen für das Plenum um 20.00 Uhr erarbeitet, welche dieses in seiner Funktion als Entscheidungsorgan des Bamberger Bildungsstreiks nach vorhergehendem Diskurs beschließen soll.
AK Studiengebühren: Diskutiert werden Abschaffung der Studiengebühren als mittelfristiges Bayernweites Ziel, Senkung der Studiengebühren auf 300€ als kurzfristiges Ziel speziell für die Universität Bamberg. Eine Umfrage zu Studiengebühren wird erstellt, welche nach Beschluss am Freitag durchgeführt und über das Wochenende ausgewertet werden soll.
AK Demokratisierung: Diskutiert wird die Forderung nach paritätischer Besetzung aller Gremien der Universität um die bisherige Marginalisierung der Studierenden in den Entscheidungsstrukturen zu beenden. Die Frage nach der Notwendigkeit der gesetzlichen Festlegung dieser Mitspracherechte wird aufgeworfen.
AK Schule: Angeregt wird eine kostenlose Grundversorgung mit gesunden Nahrungsmitteln an Schulen, die Reduzierung der Klassenstärken auf 15-20 Schüler pro Klasse, keine weiteren Einschnitte bei Besoldung und den Gehältern von Lehrkräften, Abschaffung der Notenquotierung und kostenfreie Hausaufgabenbetreuung.
AK Archäologie: Als Forderungen werden eine bessere interdisziplinäre Kommunikation, die Verbesserung der Lehrsituation durch Anwerbung von Drittmitteln durch Professoren, die Zusammenlegung der Archäologie an einen Standort und die Verhinderung von Lehrveranstaltungsüberschneidungen vorgeschlagen.
AK Öffentlichkeit: Dekan der Fakultät GUK, Klaus van Eickels, hat intensiv mit den Streikenden gesprochen. Von vielen Stellen, auch von Seite der Lehrenden, wurde Sympathie für die Schritte der Studierenden bezeugt. Mit einem Infostand am Gabelmann wurden die Bamberger Bürger über den Streik informiert. Die Mobilisierung fand zu einem Großteil im Internet über Social Networking statt.
AK Wohnen: Zur Diskussion stehen geringere Mietpreise für die Wohnheime, bessere Busanbindung, auch für die nähere Umgebung und die Einführung eines Anruf-Linientaxis. Der schlechte Zustand der Wohnheime wird kritisiert, Neubau von mindestens 1-2 Wohnheimen und Mieterschutz für Studenten sollen als Forderungen aufgenommen werden.
Des Weiteren wurde am heutigen Mittwoch an allen Standorten der Universität Bamberg mit Flyern verstärkt um Teilnahme an Arbeitskreisen, Plena und der Besetzung der U7 geworben, um die Arbeit und die Erfolgschancen des Streiks weiter zu verbessern.


